Haihappen on Tour... Surf around the World

Mi

30

Jun

2010

Liebe Haihappen Freunde...

ich habe euch nun einige Monate ziemlich vernachlaessigt und dabei fehlt noch ein ganzer Teil meiner Weltreise, den ich jetzt nachholen werde: Kapstadt

 

Netterweise hat mir meine Freundin Martina, die dort nun auch fast seit 1 Jahr arbeitet, Unterschlupf angeboten :-) Nach den besagten 30 Flugstunden von Sydney ueber Singapore und Dubai war ich erstmal ziemlich fertig....doch schon auf dem Weg zu Martina konnte ich einen ersten Blick auf das Wahrzeichen Kapstadts werfen, dem Tafelberg. Unglaublich dass sowas nur durch die Natur entstanden ist. Wie mit dem Lineal gezogen liegt dieser Riese direkt hinter der Stadt, oft mit Wolken ueberzogen....der erste Abend ging schnell mit Dinner und Wein zu Ende. Martinas Wohnung und die Gegend darum hat mir von Anfang an gut gefallen. Nur ein paar Minuten Fussweg zum Meer, das ich mir direkt am naechsten Tag angeschaut hab. Danach gings dann mit dem Touri Bus quer durch Kapstadt, vorbei an allen moeglichen Sehenswuerdigkeiten, u. a. auch dem gerade fertig gestellten Green Point Stadium in dem jetzt die Fussball WM stattfindet.

Tafelberg Tafelberg

Durch die Innenstadt gings dann hoch an die Station zur Tafelbergseilbahn, die an dem Tag mal wieder gesperrt war. Man muss wissen dass Kapstadt besonders im Januar und Februar unglaublich starke Winde hat, daher trainieren hier um die Jahreszeit viel Windsurf und Kiteprofis. Aber dazu spaeter mehr....sobald die Spitze mit Wolken eingehuellt ist, weiss der "Einheimische" dass es besonders windig ist. Wie stark die Winde dort wirklich sind habe ich an einem Tag am eigenen Leib erfahren, bin beim Laufen beinah von der Strasse geweht worden.

 

Non-Whites only Non-Whites only

Auf dem Rueckweg ging es an einem Park vorbei der zur Zeit der Apartheit erbaut wurde. Man kann es sich kaum vorstellen, die Apartheit endete erst Anfang der 90er. Als Erinnerung an diese Zeit findet man an diesem Park noch Baenke - streng unterteilt fuer weisse und schwarze. Kann man sich gar nicht vorstellen...

Nun moechte ich ein bischen von unseren Aktivitaeten berichten, hoffe ich bekomme noch alles zusammen. Als erstes natuerlich das wichtigste: Essen und Trinken.

In Woodstock, einem Stadteil von Kapstadt, gibt es jeden Samstag einen super Farmers Market. Dabei ist auf einem riesen Gelaende eine Art Markt aufgebaut, auf dem lokale Anbieter ihre Waren verkaufen, rund ums Essen und Trinken. Es gibt Obst und Gemuese, selbstgebackenes Brot und Muffins, belegte Brote, Pizza, Crepes, einheimisches Essen, Wein...einfach was das Herz begehrt. Man draengelt sich durch die Gaenge und moechte am liebsten von jedem Stand etwas mitnehmen. Die Deko ist super - Heuballen liegen herum auf denen man sich zum Ausruhen oder Essen niederlassen kann. Schade dass dieser Markt nicht jeden Tag ist....waere Stammkunde :-)

Martina, die Arbeitskollegin Lena plus Mama und ich Martina, die Arbeitskollegin Lena plus Mama und ich

An einem anderen Tag gings zu Fuss auf den Lions Head. Der Lions Head Berg, hat wie der Name schon sagt, die Form eines liegenden Loewe. Ein Fussweg schlaengelt sich um den Berg herum, einmal ist man auf Kapstadt-Seite, einmal auf Meeresseite, was wirklich besonders schoen ist - wenn da nicht die unerbittliche Sonne und Hitze nebst teilweisen steilen Wegen waeren :-) Eigentlich wollten wir ganz hoch um dort mit einem Picknick den Sonnenuntergang zu geniessen. Leider waren wir etwas spaet und hielten auf halbem Wege an um die Picknickdecke auszubreiten. Bei suedafrikansichen Wein und ein paar Haeppchen wurde der Sonnenuntergang zelebriert. Unter uns das Meer mit einigen Segelbooten. Am Stand in Camps Bay (dem Beverly Hills von Kapstadt) war gerade eine Party, die Musik schallte bis hoch zu uns. Es war einfach traumhaft die Sonne zu beobachten wie sie untergeht. Habe ja schon viel Sonnenuntergaenge gesehen , aber der Sunset in Kapstadt ist etwas ganz besonderes

Auch in Kapstadt gab es auch wieder eine magische Vollmond Nacht. Martina hatte den Geheimtipp bekommen dass sich zum Sonnenuntergang eine Gruppe zur "Drum Session" am Signal Hill treffen...was genau uns erwartete wussten wir nicht. Also auf zum Signal Hill. Leider fanden wir die Location nicht gleich, wurden aber durch die lauten Trommelschlaege geleitet. Eine Gruppe von ca. 30 Leuten diverser Kulturen und Alters hatten sich auf einer Huette eines Ziegenstalls getroffen, der an den Berg gebaut war. Man musste ueber einen Baum aufs Flachdach klettern...dort drueckten uns die Organisatoren auch gleich afrikanische Musikinstrumente in die Hand...Rasseln, Schellen und kleine Trommeln. Durch Anleitung des "Spielfuehrers" enstand aus den einzelnen Toenen der Instrumente ein komplettes Musikstueck. Auf Zuruf, spaeter nur noch durch Handzeichen leitet er wie ein Dirigent uns an...so erklangen erst alle Instrumente einzeln, nach und nach kamen immer mehr Instrumente dazu. Es war wirklich ein sehr intensiver und emotionaler Abend....der Vollmond stieg hinter dem Tafelberg auf und die gesamte Kraft der Instrumente begruessten ihn. Mal leiser mal lauter wurde getrommelt und gerasselt waehrend der Vollmond immer hoeher stieg, die Lichter Kapstadts unter uns, die glaenzenden Augen unserer Mittrommler neben uns. Leider dauerte unsere Drum Session nur etwa 1,5 Std bis sich die ersten Anwohner am Hang beschwerten...echt schade, aber ein unvergesslicher Moment dir mir immer noch Gaensehaut bereitet.

In Sydney habe ich ja bereits mit meinem Segelschein angefangen, Kapstadt mit seinen starken Winden und dem Kap der guten Hoffnung direkt vor der Tuer mehr als genug Anlaesse die Segel zu hissen. An der Royal Sailing Academy wurde ich dann auch fuendig und konnte direkt einsteigen. Bisher hatte ich jedoch immer nur kleine Boote gesegelt, etwas geschockt stand ich dann vor der grossen Sportyacht. Zum Glueck war ich nicht allein, und so gings nach ausfuehrlicher Einweisung in die Yacht auch schon los. Durch Tacks and Jibes (Kreuzen des Windes) segelten wir mal mehr und mal weniger hart am Wind durch die Gewaesser. Alles mit Vorschrift unter suedafrikanischer Flagge. Ganz schoen harte Arbeit! Die Segel waren riesig und nur durch pure Muskelkraft zu vergroessern oder zu verkleinern. Einige Manoever wurden geuebt bis dann abends das Highlight kam> Die Mittwochsregatta. Aufgeteilt in 3 Gruppen wird jeden Mittwoch zum Sonnenuntergang eine Regatta abgehalten. Wir waren in der zweiten Gruppe, grosse Jacht, aber keine Wettkampfyacht. Diese zogen dann um 18 Uhr vorbei. Diese Yachten kosten Millionen, sind mit neuster Technik und Material ausgestattet. Die Crew ist ein eingespieltes Team das wirklich hart arbeiten muss. Einige Chaoten waren auch dabei und es gab einige Beinahe Crashs. Die Regatta war wirklich toll, so nah habe ich das noch nie gesehen...Am naechsten Tag tummelten sich Delphine um unser Boot, es hat wirklich Spass gemacht, ist aber koerplich auch echt anstrengend. Mein Logbuch hat nun einige Seemeilen mehr drauf, trotzem fuehle ich mich auf einer kleinen Jolle wesentlich sicherer :-)

Im Februar ist in Kapstadt Sommer! An einem Sonntag waren wir zu einem Geburtstagspicknick am Strand eingeladen. Es war soooooo heiss, an die 40 Grad. Am Strand brannte die Sonne auf uns runter, ganz faul wurde jeder Zentimeter Schatten ausgenutzt. Zugegebenermassen war der Unterschied von heisser Luft zum nur 11 Grad kalten Wasser so heftig, dass ich gar nicht schwimmen war, so ohne Neopren. Das Wasser ist zum einen so kalt weil eine Stroemung vom Suedpol dort entlangzieht und zum andern durch den ewig starken Wind das warme Oberflaechenwasser weggedrueckt wird und das kalte Wasser aufsteigt. Wie kalt sich 11 Grad anfuehlen musste ich beim Kiten feststellen. Lustigerweise gibt es in Kapstadt eine grosse Population an Pinguinen.

An einem etwas weniger heissen Tag, um ehrlich zu sein war es regnerisch und kalt, fuhren wir ans Kap der guten Hoffnung, was auf einer Landzunge ca 1 Std von Kapstadt entfernt ist. Im Vorfeld wurde ich vor den Baboons, den frechen Affen gewarnt, leider tauchte gar keiner auf. Denen war auch zu kalt...nur spaeter huepfte einer ueber die Stasse, ich war ueberrascht wie gross diese Affen sind. Jedenfalls wanderten wir bis hoch zum Leuchtturm um ein paar Bilder zu machen. Der Wind dort oben ist so starkt dass man sich zum Atmen aus den Wind drehen muss. Vom Kap aus kann man sehen wie der Indische Ozean und der Atlantik ineinander muenden. DIe Gewaesser rund ums Kap sollen besonders Hai-verseucht sein, auch hier hielt ich Ausschau, konnte aber im Wasser nix erkennen....Zitternd gings dann wieder richtung Heimat. Auf dem Weg nach Hause merkten wir, wie das Auto durchgeruettelt wird. Das Meer bestand nur noch aus weisser Gischt, jede kleine Welle flog einfach davon. So starken Wind hatte ich vorher noch nie erlebt. Beim Aussteigen musst man aufpassen dass einem die Autotuer nicht aus der Hand gerissen wurde, man konnte sich nur noch am naechst besten Baum oder Geleaender festhalten um nicht wegzufliegen.

3 Wochen gingen wieder um wie im Flug...wie immer. Vielen Dank an Martina mit der ich bei dem ein oder anderem Glas Wein ueber das Leben sinniert habe. Wir befanden uns in einer ganz aehnlichen Situation, beide nicht ganz sicher wie es weitergehen soll und wohin wir eigentlich gehoeren....es war ein wunderschoener Abschluss meiner Weltreise und Kapstadt kann ich wie so viele andere Orte nur empfehlen.

 

Hier kommen noch ein paar Impressionen von uns...ein Ausfuehrlicher Bericht uebers Kiten und Wakeboarden in Kapstadt folgt in den naechsten Tagen....

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Mo

01

Mär

2010

Sumbawa - enjoying nature

Befinde mich gerade im Flieger richtung Kapstadt. Wuenschte die naechsten 30 Stunden waeren schon vorbei. Wenn man sich die Weltkarte anschaut koennte man fast meinen Suedafrika waere gar nicht so weit. Weil die Direktfluege dorthin aber so teuer sind, fliege ich von Brisbane ueber Darwin nach Singapore. Von dort aus gehts ueber Dubai nach Kapstadt, macht nicht wirklich Sinn, aber der Flug hat dann auch nur knapp 500 Euro gekostet.

 

Meine letzte Woche habe ich nochmal in Brisbane verbracht, das Wochenende sind wir dann zurueck an die Goldcoast gefahren, ca 10 km von Surfers Paradise entfernt, was insgesamt nur 120 km von Brisbane entfernt liegt. Das Wetter war klasse und es gab einen grossen Surfcontest bei dem einige Worldchampion mitgesurft haben. Sehr beeindruckend, vorallem wenn man selbst nichtmal 20 meter durch die Wellen paddeln kann. OK das naechste Mal nehme ich wieder ein groesseres Surfboard und kein Minibrettchen dass meine Freunde surfen, die alle schon von Kindesbeinen auf den Sport betreiben.

OK jetzt aber zurueck zu Sumbawa / Indonesien. Sumbawa liegt knapp "neben" Bali und ist quasi die Nachbarinsel, touristisch hat die Insel im Kontrast zu Bali kaum was zu bieten. Keine Nightclubs, keine Shoppingmalls, keine Restaurants. Dafuer Natur pur und viel Abenteuer. James, den ich von Sydney aus kenne, wohnt dort nun schon seit 2 Jahren. Er arbeitet fuer eine grosse Goldmienenfirma, Newport. Newport hat auf Sumbawa einen riesigen Bereich, den man nur als Mitarbeiter oder Angehoeriger betreten kann, auch der Flug dorthin, ist ausschliesslich buchbar ueber Newport. Abenteuerlich wurde es schon, als ich sah, mit welchem Flieger es dorthin ging: Ein Wasserflugzeug mit nur 10 Plaetzen. Erstaunlich ruhig wurde auf Beton gestartet und in Sumbawa im Hafen der Goldmiene dann auf dem Wasser gelandet. Das Wasserflugzeug faehrt dann seine Raeder aus und tuckert gemuetlich bis zu einer Rampe und dann auf die Landeflaeche. So ein Wasserflugzeug scheint eine gute Investition zu sein! Lustigerweise ist der Platz wirklich begrenzt, ich durfte nur 10 kg Gepaeck mitnehmen, da eh keine Windsaison war hab ich mein Kitematerial in Sydney gelassen. Fliegen nun 4 dicke Personen im Flugzeug mit, ist der Flug quasi voll, die restlichen 6 Plaetze koennen dann nichtmehr besetzt werden.

Erstmal angekommen musste ich meine Sicherheitskarte abholen und wurde von James in Empfang genommen. Wir hatten ausgemacht dass ich seine Cousine aus Deutschland bin, muetterlicherseitz, hat uns jeder abgenommen :-) Ich habe dann auch rausgefunden dass James fuer eine deutsche Firma arbeitet, Kuehne&Nagel, die dort logistisch einiges zu tun haben. Ohne Verschnaufpause gings auch schon auf das kleine Fischerboot, dass sich James und 2 andere Kollegen teilen, zum Angeln. Vorher gings aber schon in die naechste traumhafte Bucht zum schnorcheln und die ersten Biere wurden aufgemacht. Spaeter hatten wir dann auch tatsaechlich den ersten grossen Fisch an der Angel, der aber wieder reingeworfen wurde, da er immer noch zu "klein" war. Nur einige Sekunden spaeter wurds dann schon wieder etwas unheimlicher, irgendwie kamen wir den riesen Wellen vor Sumbawa recht nah, und 3 riesige Wellen, die kurz vorm brechen waren, kippten das Boot fast um. Mit Vollgas mussten wir dann direkt druber duesen ansonsten haetten wir ganz schoen doof ausgesehen.

Anschliessend begann dann das naechste Abenteuer, der Hash House Harriers Run. Hat sich irgendwie nach was anderem angehoert als es wirklich ist. Jeden Samstag trifft man sich um einen 10 km Lauf zu bewaeltigen, keiner weiss vorher wohin es geht, welchen Schwierigkeitsgrad das ganze hat und wo es endet. Die Strecke wird vorher von den Organisatoren abgesteckt. Unsere Route ging quer durch den Regenwald, dann durch eine Mangoplantage und oh Schreck, durch einen braunen Fluss. Hier konnte man auf einem Schwimmreifen sitzen, James versuchte mich noch zu ziehen. Kurz vorm Ende hats mich dann aber auch erwischt und ich musste schwimmen. Der eigentliche Spass beginnt aber erst nach dem Lauf. Da trifft sich alles und es gibt muntere Trinkspiele. Der Lauf hat seine eigenen Regeln und Strafen, ich als "Neue" musste dann vor versammelter Mannschaft ne komplette Flasche Bier trinken, schaffe ich es nicht, muss ich mir den Rest ueber den Kopf leeren, oder eine andere Strafe antreten, die mit einem Wuerfel ausgelost wird. Da gibts zum Beispiel so eine Art Roehre die man sich ueber den Arm stuelpt, und damit kann man den Arm nichtmehr knicken. So soll man nun ein Bier trinken. Man haelt dann das Bier mit dem steifen Arm, Mund weit offen, und kippt sich dann doch alles in die Nase oder uebern Kopf. Das ganze war wirklich sehr lustig, wer will kann auch Mineralwasser nehmen. Dieser Lauf wird uebrigends von vielen Firmen praktiziert, besonders auf Sumbawa, wo sonst nix los ist, freuen sich die Leute dass sowas veranstaltet wird, denn es gibt nach dem ganzen Prozedere auch immer lecker BBQ und viele Gespraeche bis in die Nacht, im Hintergrund das Meer und den Sonnenuntergang.

Wir haben Fisch geraeuchert Wir haben Fisch geraeuchert

Dann gings auf zu James Haus. Waehrend auserhalb des Mienengelaendes die Leute in Huetten leben, ist der Ort in dem James wohnt, einem durchschnittlichen Australischen Ort nicht unaehnlich. Es gibt ein Supermarkt, ein Golfplatz, ein Kindergarten und kleine Schule, eine BMX Strecke, die Wege sind betoniert und die Haeuser solid gebaut mit Klimanalage (die man dort wirklcih braucht, auch wenn ich mich an die staendige Hitze gewoehnt habe). Auch hier kommt man nur hin wenn man seine Sicherheitskarte hat. Eine Putzfrau gabs auch, die 3 mal pro Woche kommt. James Arbeitgeber hat wirklcih fuer alles gesorgt, dass es den Leuten weit weg von zuhause gut geht. Im Jahr kann man 3 Monate lang Urlaub nehmen, Heimfluege werden ab und zu auch bezahlt. Trotzdem ist man halt schon auf dieser Insel gefangen, Kollegen sind gleichzeitig auch Nachbarn und Freunde. Geruechte machen staendig die Runde. Daher haben wir auch die Geschichte erfunden dass ich die Cousine bin. Besonders die Ehefrauen die mit Baby gerade nicht arbeiten konnten und in dem Dorf ihre Zeit absitzen, waren sehr interessiert in welcher Beziehung wir zueinander stehen.

Angeln Angeln

Am naechsten Tag, Sonntag, gingen wir wieder fischen. Die Stelle konnte man nur per Fuss erreichen bei Ebbe, ueber riesige Felsen kletterten wir dann an das Ende einer Halbinsel und ich konnte meine Angel auswerfen. Leider war ich nicht so erfolgreich, staendig verhakte sich mein Haken irgendwo im Wasser, es wollte einfach keiner Anbeissen. Leider blieben wir etwas zu lange dort, denn auf dem Weg heimzus war die Flut schon so hoch dass kein Weg mehr da war und wir relativ schnell durchs Wasser und die ersten Wellen klettern mussten bevor der Weg unpassierbar wurde. Am nachmittag gings dann zu einem Wasserfall wo wir gegrillt haben. Der Weg dort hoch war sehr beschwerlich und ich hatte dank unseres Marschs durch das Wasser nur noch meine Birkenstock Schuhe die nicht nass waren. Auf halbem Weg gaben wir dann auf, ich war auch total zerstochen von Moskitos und hab mich in den BBQ Qualm gesetzt um der Plage zu entgehen. Abends waren wir dann noch Essen, und ich war total fertig und schlief erstmal 10 Stunden. Der Tag ist auserhalb Deutschlands fuer mich ein anderer, schon auf Hawaii habe ich festgestellt dass ich ganz von alleine bei Sonnenaufgang aufwache, so gegen 5.30 Uhr, dafuer aber am Abend nicht mehr so lange wach bin. So auch in Australien und Bali, morgends ist halt auch irgendwie die einzigste Zeit in der es noch schoen kuehl ist und man kann Sport machen.

Am Strand Am Strand

Ab Montag musste James dann wieder arbeiten und setzte mich quasi jeden morgen gegen 7 Uhr am naechsten Strand um die Ecke ab. Der Strand war traumhaft schoen, kristallklares Wasser, ein Riff zum Schnorcheln nur 10 m entfernt von Ufer, keine Menschenseele und links und rechts, ca 500 m entfernt super Surfspots zum Rauspaddeln. Die ersten paar Stunden habe ich nur neben der Welle gesessen und geguckt weil ich gesehen habe dass das Wasser bei Ebbe teilweise nur 1,50 m tief ist, sodass man bei jedem Fehler mit der Welle uebers Riff gewaschen wird. Kaum hatte ich mich getraut mal eine Welle anzustarten, gings auch schon kopfueber abwaerts in die Tiefe. Bloedes kleines Surfbrett. Gluecklicherweise hats mich zwar relativ weit gespuelt, jedoch nicht wirklich tief. Die naechsten Versuche endeten aehnlich und so gab ich auf um auf die Flut zu warten die das ganze etwas harmloser gestaltete. Mein normaler Tagesablauf war ansonsten folgender: Bewaffnet mit Buch, Geld, Bikini, Surfbrett und Sonnencreme konnte ich morgends dort am Strand erstmal in einer kleinen Huette meine Yoga Uebungen machen, ein bischen am Strand abwandern (dort ist ja keine Menschenseele weil ja keiner Zutritt hat) und mir dann Fruehstueck in dem kleinen Restaurant bestellen, meistens Fruechte und Pfannkuchen, das abends als Restaurant fuer die Angestellten der Miene offen hat. Dann ein kleines Schlaefchen, bischen Lesen, mal ein bischen Surfen bei Flut, Muscheln suchen, am Riff schnorcheln und die vielen bunten Fische und Korallen begutachten (hab sogar "Nemo" gesehen), wieder bischen Schlafen, Surfen und warten dass James mich wieder abholt gegen 17 Uhr. Nicht zu schlecht oder? Teilweise hatte ich auch ein Kanu mit Anker so konnte ich weit raus paddeln, meinen Anker werfen und dort schnorcheln. Ganz tief bin ich getaucht und hab mir alles genau angeschaut weils so schoen war. Definitiv das bestererhaltenste Riff dass ich bisher gesehen hab, selbst bei 3 meter tiefen wasser konnte ich bis auf den Grund schauen.

Die Zeit verging so schnell, abends waren wir dann immer sehr guenstig und gut essen, besonders der Fisch war hervorragend. Freitags hatte ich dann noch eine kleine Fuehrung durch das Mienengelaende. Ich hatte mir unter einer Goldmiene immer kleine und enge Tunnel vorgestellt. Diese Miene jedoch war ein 400 m tiefes Loch aus dem Gold geschuerft wurde. Ueberall standen riesige Trucks rum, ein Fahrer kann hier bis zu 100.000 US Dollar pro Jahr verdienen, der Job ist allerdings recht gefaehrlich und sicherlich auch etwas langweilig :-) Anfangs war ich etwas skeptisch und dachte dass die Miene bestimmt ganz schlecht fuer die Umwelt ist und viel zerstoert, hab dann aber erfahren dass die Betreiber sehr daran interessiert sind keine Abfaelle und Verunreinigungen in die Umwelt abzugeben. Alles wird gefiltert und genau begutachtet bevor es als Schlamm ueber eine Rohre ca 2 km tief ins Meer gepumpt wird. Ist die Miene in 10 Jahren "leer" werden dort Baeume gepflanzt, an einigen Stellen konnte man die ersten Baeume schon sehen. Das Dorf wird dann fuer die Bevoelkerung freigegeben. Beeindruckt hat mich der Regenwald um die Miene herum. Ueberall sassen Affen auf den Strassen, bunte Schmetterlinge sassen auf den Blumen.... Es war ein wie ein gigantisches Blaetterdach dass kein Ende nimmt. Die Sonne ging unter und ich konnte beobachten wie der Wald "geatmet" hat, Nebelschwaden stiegen wie Wolken ueber den Baumgipfeln auf, und man konnte die interessantesten Geraeusche hoeren. Da Regenzeit war, war alles sehr gruen und frisch. Irgendwie hatte ich das Gefuehl dass der Regenwald dort noch viel urspruenglicher ist als in den meisten anderen Orten an denen ich war. Die tolle Natur und die Ruhe auf Sumbawa hat mich sehr fasziniert und nach den stressigen Wochen und Monaten in Sydney geholfen, innerlich etwas zur Ruhe zu kommen. Einsam am Strand wandern, stundenlang nach Muscheln tauchen, die Gedanken schweifen lassen und wieder etwas mehr auf seinen Koerper zu hoeren - denke das nennt man innerlichen Einklang. Leider war nach 7 Tagen auch schon wieder Schluss und es ging zum Enspurt mit dem Wasserflugzeug zurueck nach Bali und am naechsten Tag nach Australien.

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Sa

13

Feb

2010

Bali - Luxus pur

Relativ spontan habe ich mich entschlossen nach Indonesien zu fliegen. Da ich mittlerweile soviele Bonus Meilen gesammelt habe, war der Flug fast umsonst :-) Meine erste Station fuehrte mich nach Bali. Der Flug dauerte nur knapp 7 Stunden und ich konnte vom Flugzeug aus Australiens Wuestenlandschaft bewundern, da wir einmal quer ueber Australien geflogen sind. Teilweise sah man innerhalb einer Flugstunde nichtmal ein Haus, nur interessante Wuestenstrukturen und riesige Salzseen die aussahen wie Pfannkuchen.

Den Ayers Rock habe ich auch gesehen von oben...

 

Am Flughafen in Bali hats erstmal wieder 1,5 Stunden gedauert bis der ganze Immigrationsprozess durch war. Drausen wartete schon meine Freundin Teneille, die ich aus Sydney kenne. Teneille hat mich spontan eingeladen mit ihr ein paar Tage dort zu verbringen, sie erwaehnte beilaeufig dass sie in einer 3 Bettzimmer Villa wohnt, was genau sich darunter versteckte konnte ich mir zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen. Bali hat sich seitdem ich zum letzten Mal da war (im Jahr 1999) sehr veraendert, ueberall waren neue Gebaeude, superschicke Restaurants und Shops. Nur der Muell, der lag weiterhin in den Ecken rum.

Dann ging es auch schon nach Seminyak in die Villa. Ich brauchte erstmal zwei Stunden um das ganze zu verdauen. Die Villa war tatsaechlich eine Villa, wie aus einem Designmagazin. Bin erstmal durch alle Zimmer gerannt und habe Fotos gemacht. Der Pool war riesig, dazu gehoerte ein Jacuzzi, ein offener Wohnbereich mit Kueche, der Masterbedroom hatte eigenen Zugang zum Pool, die Schlafzimmer waren alle mit den feinsten Moebeln und neuster Technik ausgestattet. Im Preis inklusive gehoerte eine Koechin und ein anderer Angestellter der staendig im Hintergrund aufraeumt oder abends alle Lichter in der Villa anmacht. Auserdem hatten wir einen eigenen Security Mann der nachts um das Gebaeude lief. Ich fuehlte mich wie in einem Traum. Die Villa kostet "nur" etwa 300 US Dollar pro Nacht, wenn man mit 4 anderen Personen da ist, lohnt sich das wirklich. Schaut euch mal diese Bilder an!

Die Villa war so schoen, man wollte wirklich gar nicht mehr rausgehen. Ausfluege oder so haben wir in den 5 Tagen eigentlich keine gemacht, wir liessen es uns einfach gut gehen, gingen zur Shiatzu Massage (ca. 5 Euro fuer eine Stunde), Reiten, Shoppen, morgends zum Sonnenaufgang joggen und abends schoen Essen. Guenstig ists ja immer noch, auch wenns nichtmehr so guenstig ist wie vor 10 Jahren. Meine Freundin Teneille blieb noch ein paar Tage, waehrend ich nach Sumbawa weitergeflogen bin. Dort besuchte ich James, den ich vom Kiten her kenne. James arbeitet auf Sumbawa fuer eine Firma die eine Goldmiene dort betreibt und hat mich spontan eingeladen...doch das ist eine andere Geschichte :-)

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Mo

01

Feb

2010

Ein kurzer Ausflug nach Brisbane

Meine letzten Tage in Australien brechen an. Am 26.1. bin ich nochmal nach Brisbane an die Gold Coast geflogen. Der 26.1. ist ein ganz besonderer Tag hier, denn es ist "Australia Day" wo das ganze Land auf dem Kopf steht und sich selbst feiert. Ueberall sind Open Air Konzerte oder Veranstaltungen. In Sydney gabs im Hafen ein Bootsrennen, dabei waren die Boote alle ganz lustig geschmueckt, war mehr ein Spassrennen. Am Bondi Beach war ein Flip-Flop-Schuh-Weitwurf Wettbewerb gestart und es gab ein Flip Flop Rennen am Strand. Witzig oder? Und viel besser als der Tag der deutschen Einheit.

Das Feuerwerk am Hafen konnt ich leider nicht anschauen denn ich war ja schon in Brisbane, der Flug dauert nur etwa 1 Stunde und hat knapp 50 Euro gekostet.  In "Brissy" haben mich meine Freunde erstmal in Empfang genommen und mich an den Kitestrand entfuehrt. Etwas geschockt hab ich dort meine ersten Runden gedreht, das Wasser war auf 1 km hoechstens knietief und es war immer noch nicht Ebbe. Naja war trotzem gut, auch wenn mir Hintern und Ruecken weh tut. Abends kam ich dann genau puenktlich ins Hotel um von dort das Feuerwerk zu sehen (mal wieder), siehe Bild.

Spaeter war ich dann zu einem BBQ bei meinen Freunden nach Hause eingeladen. Die Wohnung war wirklich toll mit einer riesen Veranda und vielen interessanten Leuten. Leider wurde waehrend wir oben gefeiert haben, in die Wohnung unter uns eingebrochen und Laptop und Taschen (zum Glueck nicht meine) rausgestohlen. Echt schlimm...und das am Aussie Day.

 

Ansonsten war der Wind sehr gut und ich war tagsueber viel Kiten. Abends sind wir dann durch Brisbane gezogen. Brisbane ist etwas kleiner als Sydney aber nicht weniger spannend. Besonders gut hat mir das Pfannkuchen Restaurant gefallen, das sich in einer alten Kirche befindet und sicher 30 verschiendene Pfannkuchen anbietet.

 

Spontan habe ich dann meinen Flug auf Montag verlegt da sich eine Gruppe zusammen getan hatte die die Kueste nach Yamba runterfahren wollte. Yamba ist ein kleines Fischeroertchen, ca 3 Std Autofahrt von Brisbane entfernt, fern ab dem Trubel der Gold Coast. Dort haben wir uns ein Appartment mit 3 Schlafzimmern gemietet, direkt am Strand. Kosten knapp 90 Euro per Nacht, da kann man nicht meckern :-) Freitags gings dann abends an den Strand, der Vollmond stand hoch im Himmel und es war fast taghell. Der Wind legte die Nacht ueber noch ziemlich zu, sodass wir morgends nach einem guten Fruehstueck gleich raus konnten. War nicht ganz einfach weil die Wellen sehr hoch waren und direkt am Strand gebrochen sind. Der Kite musste ganz schoen arbeiten damit ich genug Kraft hatte, durch die Brecher zu donnern. Nach 2 Stunden kam ein Sturm auf, was ein bischen unheimlich war. In all dem aufgewuehlten Wasser sah ichs dann...Delfine. Hab mich erstmal ganz schoen erschreckt als ich die Finnen gesehen habe.

Spaeter sind wir dann noch zu einigen Quellen gefahren, die eigentlich wie tiefe Seen waren. Aus 15 m hoehe konnte man reinspringen, was ich mir aber erspart habe...abends gabs nach einigen Trinkspielen und dem Finale der Australien Open noch einen Ausflug ins Pub, der Heimweg ging dann nicht mehr ganz so gut, habe noch versucht zwei Glaeser Bier in meiner Handtasche zu schmuggeln was leider fehlschlug. Angeblich sollen wir zuhause noch gesungen haben - davon weiss ich aber nichts mehr :)

 

 

Der naechste Morgen war gar komischerweise gar nicht so schlimm. Leider war kaum noch Wind dafuer die Wellen umso hoeher. Dummerweise hatte mein Fahrer nur ein Shortboard dabei, fuer die Profis quasi. Normalerweise surfe ich ein gemuetliches Longboard, die kleinen Flitzer sind mir bisher noch nicht untergekommen. Hab erstmal 30 Minuten vor der Brandung gestanden bis ich mich etwas reingetraut hab und nachdem ich die erste Welle ueberwunden habe, die zweite auf den Kopf bekommen hab und mir fast mein Bikini weggerissen hat. Habs dann lieber mal gelassen, die Wellen in Australien sind ziemlich stark und brechen ziemlich nah am Strand in 20 cm tiefen Wasser. Da moechte man nicht unbedingt von der Welle hingespuelt werden. Leider gab meine Kamera an diesem Tag auch auf, und ich hab kaum Bilder :-(

 

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Di

12

Jan

2010

Frohes neues Jahr...

Erstmal frohes neues Jahr an alle, hoffe ihr habt in Deutschland gut gefeiert und hattet einen guten Start ins Jahr 2010.

Hier in Sydney hatte ich das Glueck das Feuerwerk an der Harbour Bridge zu sehen, das was man in Deutschland immer im TV sieht. Ich war abends bei Freunden zuhause eingeladen, die eine Wohnung direkt am Hafen haben. Vor der Wohnung war ein Park der schon mittags total voll mit Leuten waren. An der Oper haben die Leute sogar eine Nacht vorher gecampt...jedenfalls gings dann Punkt 12 auch richtig los, die komplette Bruecke schien zu explodieren. In der Mitte hing ein riesiges Ying&Yang Zeichen was die ganze Zeit ueber geglueht hat. Leider war 15 Minuten spaeter alles vorbei...private Boellerei ist ja nicht erlaubt wegen der Waldbrandgefahr und den vielen Unfaellen. Also gegen 12.30. wars dann auch echt still...was aber gar nicht schlimm war, ich hab naemlich grad noch so das Feuerwerk erlebt und dann gingen bei mir "die Lichter aus". Gegen 4 hatten wirs dann endlich geschafft ein Taxi heimzunehmen, in der City standen hunderte von Menschen die ebenfalls ein Taxi wollten, Glueck gehabt!

Hier ein paar Bilder von unserer Feier, sind leider nicht so viele...

Ansonsten bin ich immer noch viel Kiten, daher kenn ich auch die ganzen Jungs, schade dass hier kaum Maedels aufm Wasser sind. Dadurch dass es heiss ist im Moment, heizt sich gegen 2 die Luft dermassen auf dass ein thermischer Wind entsteht, der meisten ziemlich stark ist, sodass wir fast jeden Tag um die 25 Knoten haben und ich meinen kleinen Kite fliegen kann.

Werde wohl noch ca. 2 Wochen hier bleiben und dann richtung Bali und Suedafrika aufbrechen...und fuer alle die sich fragen wann ich wieder heimkomme...es wird Anfang/Mitte Maerz sein.

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So

27

Dez

2009

Merry Christmas

Erstmal allen frohe Weihnachten! So langsam komme ich auchmal dazu ein paar Weihnachts eMails loszuschicken nachdem die letzten Wochen so stressig waren.

 

Also Weihnachten selbst war hier eigentlich fast wie jeder normale Tag auch, ausser das es, wie sollte es auch anders sein, geregnet hat. Den 24.ten habe ich abends noch gearbeitet, unser Chef hat uns Pizza bestellt was die Laune deutlich hob. Wie auch in den USA wird hier am 25.ten morgens gefeiert, fast alle Backpacker und Traveller versammeln sich normalerweise am Bondi Beach, um mit Zipelmuetzen und Alk ordentlich Weihnachten zu feiern. Leider wars ja wie gesagt so stuermisch und kalt dass nur ein paar mutige sich eingefunden haben. Einige Kollegen und ich haben uns in einem Restaurant verabredet und liessen es uns mal so richtig gut gehen. Bestellt wurde eine grosse Seafood Platte, lecker Pasta, Vorspeisen und Champagner. Leider waren wir gegen 18 Uhr alle schon wieder so muede von den vorherigen Abenden (10 Std. Schichten) dass wir muede ins Bett gefallen sind.

 

Ich habe mal von letztem Jahr ein paar Bilder reingestellt, so sieht es normalerweise am Bondi Beach aus :-)

Am 26.12. startete dann, leider auch im Regen, die legendaere Segelregatta "Sydney to Hobart (Tasmanien)" was wir uns natuerlich auch nicht entgehen lassen wollten. Das Rennen mit ca. 40 Segelyachten, startet im Sydney Hafen und man konnte das ganze wunderbar von den Aussichtspunkten auf den Felsen verfolgen, die den Hafen (der eigentlich eher wie eine natuerliche Ozeanbucht sich durch Sydney zieht) einfassen.

Die Vorbereitunszeit der grossen Segelboote betraegt ca 1 Jahr, allein das Segel kostet 150.000 Euro und die Boote sind voll mit Technik. Diesemal waren 5 grosse Yachten dabei, eins musste leider 10 Minuten vor Start ausscheiden. Die grossen Yachten sind teilweise fast 40 Meter lang. Hintendran starteten dann die kleineren Boote, gefolgt von hunderten Motorbooten, Kajaks und andern Segelbooten die sich den Start vom Wasser aus angeschaut haben. Sah echt toll aus, als wir von hoch oben die 50 Segelboote mit ihren bunten Segeln starten und kreuzen sehen konnten. Ein Wunder dass es keine Auffahrunfaelle gab! Sobald die Segelboote dann richtig offenen Ozean kamen konnten wir per Fernglas verfolgen wie die grossen Spinnaker Segel eingeholt wurden, welche die Boote bei Rueckenwind quasi nach vorne "ziehen". Das Einholen des Spinnaker geht rasend schnell und muss genau im Timing sein. Sobald das riesen Segel runtergeholt war, wurds dann hektisch auf den Booten. Die Crew die vorher noch laessig am Bootsrand gesessen hat musste ran und die ersten Boote neigten sich schon ziemlich heftig seitwaerts in den Wind. Innerhalb von Minuten waren die Segelyachten dann nichtmehr zu sehen.

Mittlerweile gibts auch schon die ersten Updates, die Crews haben auf der rauen See gut zu kaempfen und werden wohl morgen in Tasmanien ankommen, hoffentlich ohne Mastbruch wie in den letzten Jahren.

 

Das ganze hat mich so begeistert, wie fast alles was mit Wasser und Wind zu tun hat, dass ich nen 3 stuendigen Segelkurs im Sydney Hafen gebucht hab. Bin ja in Hawaii schon ein bischen gesegelt, aber noch nie unter richtiger Anleitung. Ich wuenschte ich haette mehr Zeit, dann wuerde ich glatt meinen Segelschein hier machen.

 

Schaut euch hier ein paar Bilder an, einige hab ich aus dem Internet geklaut

 

Ansonsten war am 26.12. "Boxing Day" angesagt, was quasi der Winterschlussverkauf ist, nur einen Tag lang. Heisst wohl Boxing Day weil man sich durch die Menge boxen muss. Schon um 5 Uhr machen die Geschaefte auf und die Leute stuerzen aehnlich wie in Deutschland in die Geschaefte. Ich bin mit dem Bus vorbei gefahren und konnte kaum meinen Augen glauben, es war so ein Gedraengel dass die Leute kaum noch Platz auf dem Buergersteig hatten und auf die Strasse ausweichen mussten. Sah aus wie der Karnevallsumzug in Koeln, nur ohne Kostueme :-) Bin zum Glueck nur mit dem Bus vorbeigefahren.


Heute hab ich mich dann auch nochmal ins Getuemmel gestuerzt und wurde irgendwie in die Schuhabteilung eines Nobelkauffhaus gespuelt. Ein Schnaeppchen nach dem anderen sag ich euch. Die Jimmy Choo Schuhe waren von sage und schreibe 1.500 Euro auf nur noch 700 Euro runtergesetzt, haet ich mir doch fast gekauft!!! Naja hab dann doch welche fuer 20 Euro vom Chinesenmarkt geholt, die stinken zwar etwas nach alten Reifen, aber das faellt sicher keinem auf :-)

News auch aus Kailua. President Obama ist wie letztes Jahr in sein Heimatort Kailua zurueck gekommen und verbringt seinen 10-taegigen Winterurlaub mit seiner Familie dort. Hier ein Bild seines Hauses....

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Mi

16

Dez

2009

weihnachtliche Stimmung in Sydney

Weihnachtsbaum im Hyde Park Weihnachtsbaum im Hyde Park

So, nun bin ich also seit knapp 3 Wochen wieder in Sydney. Leider ist Hawaii jedesmal so teuer dass ich dort echt nicht so lange bleiben kann. Zum Vergleich, man zahlt dort im Schnitt 3 - 4 Euro pro Liter Milch, etwa 8 Euro fuer ein bischen Kaese, dafuer sind Ananans, Banane und Fisch guenstiger. Selbst mein Privatzimmer mit Bad kostet im Monat 700 Euro, fast soviel wie meine ganze Darmstaedter Wohnung.

Jedenfalls ging am 26.11. mein Flug, hatte leider ganz vergessen dass an diesem Tag Thanksgiving war, so konnte ich gar nicht den Truthahn geniessen der ueberall gegessen wird. Echt schade...

In Syndey alles wie immer, auser dass jetzt Sommer ist. Schon komisch. In Deutschland schneits und hier sollens morgen 40 Grad werden. Leider ist die Luft sehr trocken und die Waldbrandgefahr steigt jeden Tag. In meinem Zimmer laessts sichs bei der Hitze kaum noch aushalten. Diesesmal unternehme ich ein bischen mehr tagsueber, habe beim Kiten ein paar Leute kennengelernt mit denen ich oefters was unternehme. Der Wind ist im Moment sehr gut, ich kann fast jeden zweiten Tag an den Strand fahren. Auserdem habe ich mir ein Fahrrad bei Ebay ersteigert mit dem ich ab und zu durch die Gegend radel - leider ist das hier gar nicht so einfach bei dem Verkehr und es gibt keine Radwege.

So langsam wirds auch weihnachtlich. Allerdings passt Weihnachten und Australien so gar nicht zusammen. Es ist zwar ueberall dekoriert und im Darling Harbour steht ein riesen Weihnachtsbaum inklusive abendliche Gesaenge, aber so richtig kommt keine Stimmung rueber. Auch das Weihnachtsshoppen ist irgendwie nicht dass was es in Deutschland ist. Da ists ja grad richtig schoen wenns abends dunkel ist, ueberall die Lichter leuchten, man in die Jacke eingekuschelt nochmal uebern Weihnachtsmarkt schlendert und Gluehwein trinkt - das alles gibt es hier nicht. Am 24.12. wird gar nicht gefeiert, wie in den USA auch nur am 25.12.

Was gibt es sonst noch neues?

 

Vielleicht hat der eine oder andere es im TV gesehen, auf Hawaii gab es vor kurzem die groessten Wellen die jemals aufgezeichnet wurden. An den einem Tag wurden 50 ft hohe Wellen gemessen, dass sind fast 17 meter! Unglaublich...gerade puenktlich wurden dann die ersten Surfcontests gestartet. Die Contests finden immer im Dezember statt, man wartet eigentlich nur auf die Wellen. Kurz nachdem ich abgereist wurde startet dann der Triple Crown Contest, Pipeline Masters and der legendaere Eddi Aikau Memorial Contest welcher der wichtigste der Contests ist. Da es von hier nicht so viel zu berichten gibt, moechte ich ein bischen ueber den Eddi Aikau Contest schreiben.

 

Eddie war der erste Rettungsschwimmer in Waimea Bay. Er hat viele Leben gerettet und war bekannt für seinen Mut, die ihn auch vor den allergrößten Wellen nicht zurückschrecken ließ.

Als 1978 die Polynesian Voyaging Society auf der Suche nach Freiwilligen war, die auf den Spuren der alten Polynesier mit einer historischen Kanu, der Hokule'a, von Hawaii nach Tahiti, reisen wollten, meldete sich Eddie. Die Hokulea wurde dem Kanu nachempfunden mit dem die ersten Siedler nach Hawaii kamen, es wird allein durch Muskelkraft und Wind gesteuert. Navigiert wird durch die Gestirne. Die Reise sollte 30 Tage dauern, doch schon in der ersten Nacht kenterte das Boot 24 km südlich von Molokai im Sturm. Eddie machte sich surfend auf den Weg nach Lanai, um Hilfe zu holen. Doch während der Rest der Mannschaft wenige Stunden später gerettet wurden wurde Eddie nie wieder gesehen.

 

Im Andenken an Eddia Aikau wird in der Waimea Bay seitdem der Eddie Aikau Invitational Surf Contest ausgetragen, der von Quiksilver gesponsert wird. Ab Anfang Dezember warten die Surfer hier täglich auf die richtige Welle, die laut Reglement mindestens sieben Meter hoch sein muss.

Die Weltmeisterschaften und auch der Eddi Contest wurde uebrigends von 2 Australiern gewonnen, was die Hawaiianer sicher ganz schoen aergert :-)

 

Die Hokulea habe ich im Mai uebrigends ganz nahe gesehen...ich wollte auch ein kleines Video von den Meisterschaften online stellen, irgendwie geht das aber nicht. Klickt mal hier...

 

http://www.youtube.com/watch?v=bu1ALwhBmGI

 

Hier werden die wildesten Stuerze ("Wipeouts") der Surfer gezeigt.

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Fr

20

Nov

2009

neue Bilder

Vor einigen Tagen war mal vormittags leichter Wind und wir 4 Freunde, Hana, Cheyne, Levi und ich sind quasi vor meiner Haustuer in Lanikai kiten gegangen. Es war nur ein anderer Surfer im Wasser der mir ein bischen leid tat weil wir ihm staendig die Wellen geklaut haben... so cool wie die Jungs sehen wir leider noch nicht aus, dafuer kiten wir Maedels ja auch noch nicht so lang.

 

Heute wird uebrigends die Kamera an meinen Kite montiert, mal schauen wie das Video davon wird, inclusive aller Crashs :-)

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Di

17

Nov

2009

zuviel Wind

Nachdem ich mich hier wochenlang ueber zuwenig Wind beschwert habe, hab ich nun schon fast wieder die Schnauze voll davon. Seit ca. 5 Tagen haben wir hier 24 Std lang dermassen starken Wind dass einem fast das Dach ueberm Kopf wegfliegt. Das ganze hat eigentlich angefangen mit einem Sturm der ein paar hundert KM anfangs nur riesen Wellen gebracht hat. Sowas gibts in Kailua nur ein paar Mal im Jahr sodass wir erstmal "nur" 5 m Wellen bekommen haben. Hoert sich vielleicht nicht ganz sooo wild an...sieht man die Wellen aber mal vom Strand aus, sind die so gewaltig und wenn sie brechen ist das wie ein Erdbeben. Es war wirklich verrueckt am Lanikai Point zu stehen und das zu sehen. Leider waren die Wellen durch den Sturm nicht ganz so gut zum surfen, haet mich aber wohl ohnehin nicht rausgetraut obwohl ich sicher 4 mal an den Strand gefahren bin um zu gucken ob es etwas besser wird. Noch dazu war tagsueber Ebbe dann sieht man ueberall die Riffe rauskommen. Nachts konnte ich kaum schlafen weil die Wellen so gedonnert haben, es hat sich angehoert als ob ein Zug am Haus vorbeifaehrt.

Hab morgends ein Video vom Lanikai Point gemacht, die Leute neben mir schauen sich auch gerade die Wellen bei Flat Island an, wo wir normalerweise auch Kiten, an dem Tag wars aber mehr zum Surfen

YouTube-Video

Am naechsten morgen wurds dann ganz verrueckt. Der Sturm hatte das ganze Windsystem durcheinander gebracht und der Wind drehte in die andere Richtung. Normalerweise kommt er von leicht rechts, dann kam er direkt vom Meer aus bis er dann von scharf links kam. Man bedenke nun dass man den Kite in die andere richtung starten muss und alle Bewegungen nun ebenfalls seitenverkehrt stattfinden....oh je. Morgens wars dann schon recht windig, aber gerade noch OK fuer meinen 9 qm Kite. Andere gingen auf ihren groesseren 12er Kite raus und den Surfbrettern, die nochmehr Auftrieb haben. Am Horizont sah man kleine Sturmwolken, die ab und zu durch die Bucht ziehen und fuer ca 15 Minuten, Spass oder keinen Spass (je nachdem welchen Kitegroesse man fliegt) bereiten, jedenfalls wollte ich lieber erstmal abwarten und verkroch mich unter dem Kite. Keiner sah erstmal ein ein Problem in den Wolken, manchmal haben wir das ein paar Mal am Tag, bis dieses Stuermchen zu einem Sturm wurde und die Windgeschwindigkeit von ca. 40 kmh auf 75 kmh hochgingen, und das innerhalb von 2 Minuten. Somit hatte auch keiner Zeit wieder zurueck zum Strand zu kommen bevors zu spaet war. Zum Glueck ist keinem was passiert, nachdem nach 30 Minuten alles vorbei war, kamen die meisten ziemlich verdattert und geschockt zurueck.

 

Das war bisher der staerkste Sturm den ich jemals in Kailua am Strand mitbekommen hab. Bisher ists mir zum Glueck nur einmal passiert dass der Wind zu stark wurde...ganz schoen unheimlich, aber zum Glueck kommt das ja eher selten vor. Bestes Beispiel was man nicht tun sollte, passierte gerade zu dem Zeitpunkt als der Wind so schoen zulegte, da wollte einer seinen Kite starten, der Typ hatte soviel Power im Schirm dass er komplett abhob und in die Baume flog, die am Kailua Beach wachsen. Glueck im Unglueck, wer weiss wohin der Kerl geflogen waere wenn da keine Baeume gewesen waere. Ihm ist zum Glueck auch nix passiert, hing dann halt im Baum. Im uebrigen "fressen" die Baeume Kites sehr gerne, speziell wenn der Wind dreht, "launchen" also starten die Leute ihre Kites taeglich aus Versehen in die Baeume.

An diesem speziellen Tag bin ich nicht raus weils zu windig war fuer meinen Kite und konnte das ganze Spektakel live beobachten. Eine richtig Pracht zu sehen wie manche Leute es immer wieder hinkriegen in die Baeume zu fliegen. An diesem Tag sind 5!!!! Kites reingekracht, einer muss dann immer hochklettern, und den Kite rausholen der ganz verheddert da rumflattert. Den Asiaten gefaellts - die fotografieren und filmen das ganze noch mit, moeglichst direkt unter dem Baum damit da auch schoen was passiert wenn der Kite, aufgepowert vom Wind, oder ein Ast runterkommt...wie gesagt es ist ein Spektakel da zu sitzen und zu sehen, wie Jogger trotz Warnung durch die gespannten Kiteleinen rennen, Leute zu nah am Strand kiten und dann ploetzlich auf Land stossen, Kites fliegen in Baeume, Gaerten oder Sonnenanbeter denen es egal ist dass es ein Strandabschnitt ist, der extra fuer Kiter eingerichtet ist, Leute die Fotos machen wie ein Kite direkt in deren Richtung fliegt....hmmm....zum Glueck ist noch nie wirklich was passiert, auser blaue Flecken und den Schreck danach.

Ab dem naechsten Tag hab ich mcih dann auch langsam wieder rausgetraut, mit einem kleineren Kite den ich mir geliehen hab. War ganz schoen komisch, so ein Mini Ding zu fliegen, der sah aus wie ein Spielzeug, aber so schnell und kraftvoll dass ich nur noch in Wasser wollt. Selbst mit dem kleinen 6 qm wars ein Spass bei starkem Wind zu springen....man hoert einfach nicht auf zu fliegen. Naja bis man dann halt doch irgendwann landet. Irgendwie :-) Die Wellen wurden dann auch immer besser, hab mich langsam rangetastet, ist halt wirklich etwas einschuechternd wenn sich die Wellen wie Haeuser auftuermen, aber solang sie nicht brechen kann man an ihnen hoch und runter fahren. Doch sobald man nur die ersten weissen Spitzen sehen, nix wie weg, und zwar so schnell wies geht!!!

Heute hab ich mir eine kleine Auszeit genommen war nur kurz drausen, dafuer sind wir wieder mit den Skateboards samt Segel rumgeduest, diesmal hab ich ein Video gemacht und wurde beim Filmen fast vom Segel erschlagen. Meine Freundin Hana aus Texas fliegt in 2 Tagen heim, wir haben mit etwas Bier ihren Abschied am Strand gefeiert, also tagsueber :-) Der Typ der da faehrt windsurft auch ziemlich gut, insofern kein Wunder dass das so gut klappt. Im Auto kam dann noch ein Naish Teamrider an, jeder wollt mal fahren, und spaeter kam dann noch die Polizei (die wollt aber nicht mitskaten), zum Glueck war mein Bier in der Teetasse gut getarnt. Guckt mal die Bilder und das Video an, ich hoff ich kanns reinstellen. Im uebrigen versuche ich gerade eine Technik zu finden, ein Video zu machen waehrend ich kite. Sowas wie ne Helmkamera oder die Kamera an den Kite montiert. Hoff das klappt nochmal.

YouTube-Video

Fuer alle dies interessiert was mit meinen Haaren passiert ist, also die langen Haare hab ich abgeschnitten, sie sind jetzt wieder schulterlang und lockig wie noch nie. Noch dazu kommt dass die durchs Meer und die Sonne fast blond geworden sind. Liegt wohl auch an meinen Straehnchen die ich vor Wochen reingemacht, die sind halt jetzt blond geworden. Naja bis jetzt hat sich noch keiner beschwert.

Hab auch mein Handy verloren, schnueff, mit allen Nummern. Also am besten mal ne eMail mit Handynr schicken!!!

 

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Mi

04

Nov

2009

Halloween und endlich wieder Wind...

Mein zweites Halloween in den USA habe ich gut ueberstanden. Leider war es nicht ganz so gruselig wie in San Francisco, wo ich vor einem Jahr war. Dort wars ja schon schoen kuehl und der Nebel zog abends in die Stadt. Hier ist alles wie immer, 28 Grad, trotzallem haben die Leute ihre Haeuser ein bischen dekoriert und am 31. sind die Kinder verkleidet rumgezogen und haben Suessigkeiten abgestaubt. Freitags bin ich auf einer ganz lustigen Party gelandet...eigentlich wollte ich meine Freundin Jenny besuchen die zuhause gefeiert hat. Hatte mich schon umgezogen (war ein Marienkaefer mit Fluegeln und "Fuehlern") und nen Kuchen gebacken als ich die Nachricht bekam dass meine Fahrer doch zuhaus bleiben wollt. So stand ein trauriger Marienkaefer nebst Kuchen in Lanikai und wusste nicht was zu tun war. Gluecklicherweise hab ich aber gehoert dass eine Party in meiner Nachbarschaft stattfinden sollte, direkt am Strand. Dort schlich ich mich dann ein, es war halboeffentlich denke ich, die Hausbesitzerin hatte eine Band aus New Orleans da gehabt, es gab Essen und Getraenke und das ganze Haus war offen. Es waren ca. 80 Leute da, alle total toll verkleidet...Tja und dann gabs noch ein Ehrengast. War mir erst nicht ganz sicher, aber er war es tatsaechlich: HUGH HEFFNER, der 80 jaehrige Erfinder vom Playboy Magazin. Ohne Bunnies und seinem komischen Kittel war er fast ein Gast wie jeder andere. Es wurde zwar getuschelt, es hat aber keiner Fotos gemacht...ich hab mich natuerlich auch nicht getraut. Jedenfalls hat Hugh Heffner ordentlich das Tanzbein geschwungen, und ja, warscheinlich bekomm ich jetzt ne Anklage, er hat nen Joint geraucht, habe genau in der "Wolke" gestanden :-) Habe dann spaeter mitbekommen, dass seine Tochter ein Haus in Lanikai hat und die oft zusammen feiern.

 

Am Samstag gings dann mit meiner Freundin Jacky nach Downtown Honolulu. Da war Strassenkarneval und es war echt ein Spektakel. Einige haben sich soooo Muehe gemacht mit den Kostuemen. Andere waren einfach nur lustig, zb die Spielfiguren aus dem Super Mario Computerspiel, die allesamt Autos aus Pappmaschee (schreibt man das so?) um sich herum gebaut hatten, eine Soyaflasche samt Sushi, Tannenbaeume, Quallen....alles was mach sich vorstellen kann. Gegen 23.30 war der Karneval dann vorbei und es ging weiter in die vielen Clubs dort, die teilweise auch schon wieder um 2 zugemacht haben.

Leider hatten wir die letzten 3 Wochen nicht so viel Wind, bzw nicht genug um mit meinem kleinen Kite rauszugehen, aber genug um mich den ganzen Tag am Strand zu halten um dann endlich aufzubauen um die paar Boen dann doch noch zu verpassen. Echt aerglich und super frustig. Aber langweilig wirds trotzdem nicht, ok manchmal schon, aber es gibt immer was neues. Der grosse Parkplatz beim Beach Park wurde neu betoniert und gesperrt. Abends hatten dann ein paar Freunde von mir die Idee, Windsurfsegel auf Skateboards zu schrauben. Dafuer war genug Wind und wir heizten mit den Skateboards quer uebern Parkplatz, fast wie Windsurfen! Die kleinen Fahrbahnschwellen eigneten sich super zum Springen - der halbe Verkehr auf der Strasse gegenuber kam zum Stillstand weils echt so lustig aussah. Am naechstne Tag haben mir meine Arme ganz schoen wehgetan. Schade dass ich mal wieder meinen Foto nicht dabei hatte.

Am Sonntag war ich dann zum ersten Mal an einem anderen Kitespot hier auf Oahu, am Northshore. Genau an diesem Wochenende sind die ersten grossen Winterwellen hier eingetroffen, in Mokuleia, wo wir waren, waren sie ca. 4 Meter hoch, man kann sich das ja nicht so vorstellen wenn mans nicht sieht. Aber wenn diese Wellen brechen ist das wie ein Erdbeben, vorallem weil dort kein Sandboden ist, sondern nur Riff, dass bei Ebbe und dem Vollmond (die Gezeiten fallen dann noch staerker aus) nur ca 50 cm unter der Wasseroberflaeche liegt wenn man nicht aufpasst wo man hinfaehrt. Alles sehr unheimlich, vorallem weil da wirklich nur die Profis kiten. Waere vielleicht ne kleine Runde raus, war aber im Nachhinein doch froh weil ich mein Kite an dem Tag etwas Probleme machte.

 

Jedenfalls ist seit heute wieder Wind und ich hab den ganzen Tag im Wasser verbracht. Jetzt ists schon wieder abend und ich werde ganz muede ins Bett gehen und hoffen dass es morgen ein bischen weitergeht.

 

Ich habe mal ein paar Kitevideos von Youtube hochgeladen, dann koennt ihr mal sehen was man so machen kann, wobei die Tricks ja wirklcih nur von den Besten der Besten gefahren werden.

Profi Kiterin Susi Mai

YouTube-Video

Kiteloop

YouTube-Video

Jesus Walk

YouTube-Video
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Mo

12

Okt

2009

kailua webcam

Mehr oder weniger bekannt und beliebt ist die Kailua Webcam. Diese ist auf einem Hausdach direkt gegenueber dem Kitestrand montiert. Man kann die Kamera lenken und zoomen, es dauert ein bischen bis man raushat wies geht.

Jedenfalls koennt ihr euch unter www.kailuacam.com ab und zu einloggen und gucken ob ihr mich seht :-) Bitte beachtet dass wir 12 Std Zeitunterschied haben und ihr entweder frueh morgends oder spaet abends was sehen koennt. Wenn Wind ist, und ich nicht gerade im Wasser bin, koennt ihr mich dort mit etwas Glueck sehen. Mein Kite ist ein dunkelroter Naish Kite, meistens ist mein ganzes Eigentum drum herum verstreut oder ich liege unterm Kite und mach Pause.

 

Also viel Spass, vielleicht seht ihr mich ja dort.

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Mo

12

Okt

2009

Endlich gehts weiter!

...jajaaa schande ueber mich. hab schon so lange nix mehr geschrieben. wo fange ich am besten an....

wie ja einige wissen bin ich fuer ganze 12 tage zurueck nach deutschland geflogen. mein around the world ticket waere ja eh am 15.10. abgelaufen und irgendwie konnte ichs kaum noch abwarten meine familie und freunde wiederzusehen. mein rueckflug hatte ich auch so gewaehlt damit ich bei der hochzeit meiner freundin lena dabei sein konnte. sie ist so ziemlich die erste aus meinem freundeskreis die geheiratet hat. es war wirklich sehr schoen alle wiederzusehen, besonders meine familie. auch habe ich festgestellt, dass deutschland im sommer eigentlich echt nicht so schlimm ist. abends bis 22 uhr drausen sitzen, das hatte ich schon lange nicht mehr. auch die ersten herbstlichen zuege waren zu spueren - die jahreszeiten haben schon ihren reiz.

die 12 tage vergingen wieder so schnell, ruckzuck sass ich am 14.9. auch schon wieder im flieger in richtung australien. anders als auf meinem flug nach hause, der sich von neuseeland nach sydney nach darwin nach singapore nach frankfurt (30.000 km in einer woche) gezogen hat, hatte ich einen ganz angenehmen nachtflug. 5 tage blieb ich dann in australien und flog dann wieder in meine zweite heimat hawaii zurueck, mit 10 kg uebergepaeck die mich fast mehr gekostet haben als der ganze flug. 2 flaschen bundaberg rumals mitbringsel hatte ich im handgepaeck, natuerlich im duty free gekauft. wie immer wurde ich wieder schoen am zoll befragt, was ich in hawaii mache, wieviel geld ich dabei habe, ob ich vorhabe hier zu heiraten, wohin ich danach fliege, was ich in deutschland arbeite. nach dem blick in meinen reisepass (ok ich bin schon etwas sehr seltsam geflogen teilweise) wurden die fragezeichen immer groesser. zum glueck hatte ich mich diesmal vorbereitet und hatte alle dokumente dabei.

total aufgeregt kam ich dann in kailua an, wo ich die naechsten 2,5 monate wohnen werde. in kailua wurde ich dann abgeholt und zum haus nach lanikai gebracht. lanikai gehoert zu kailua, und ist eigentlich nur eine kleine siedlung haeuser, alle direkt am strand oder in zweiter reihe. zu lanikai muss man sagen, dass hier die meisten haueser nicht unter 2 mio dollar verkauft werden da der strand zu den 5 schoensten der usa zaehlen. es finden sich hier weder restaurants noch geschaefte - reine wohngegend. mein haus liegt in zweiter reihe, ich benoetige also etwa 3 minuten zu fuss um an den strand zu kommen, wo ich manchmal fruehmorgends sitze und meinen kaffee trinke.  das foto habe ich aus dem internet geklaut, in wirklichkeit siehts hier noch viel schoener aus. das haus selbst ist aus den 30ern, alles aus holz und ziemlich gross. mein zimmer ist komplett mit moebeln ausgestattet, fernseher und dvd player inklusive. die tochter des hausbesitzer wohnte hier vorher, insofern ist alles sehr schoen eingerichtet mit dem blick in die wunderschoenen gruenen baeume...bislang habe ich kein auto nur ein mountainbike, was voellig genuegt.

gleich am zweiten tag legte der wind auch schon wieder zu sodass ich mich samt kite endlich wieder in die fluten stuerzen konnte. in hawaii ist immer noch sommer, dh das wasser ist immer 26 grad warm, hellblau und einfach wunderschoen. der kitebeach ist ca 10 min mitm rad entfernt. ich liebe den weg dorthin. den kiterucksack aufm ruecken, das surfbrett unterm arm und im bikini radel ich jeden morgen nachdem ich gefruehstueckt habe an den tollen hauesern vorbei, ueberall bluet es und die spaziergaenger laecheln einem freundlich zu. am lanikai point (ein kleiner huegel, ca 30 meter hoch, siehe bild) kann ich dann meistens schon sehen, ob andere kiten und wie die wellen sind, von dort aus kann man ueber die ganze bucht schauen, die ca 8 km lang ist. tja und dann gehts raus aufs wasser. einige schildkroeten habe ich schon gesichtet und langsam werde ich auch etwas mutiger was meine spruenge betreffen. manchmal kite ich mit einem anderen maedel und wir ermutigen uns gegenseitig immer hoeher und weiter zu springen. muss manchmal schon lustig aussehen wenn wir im vollen "flug" das board verlieren oder kopfueber landen um unsere bikinis anschliessend zu richten bevor wir weiterkiten koennen. echt schade dass hier nicht mehr maedels im wasser sind, ansonsten koennten wir eine kleine gruppe machen.

besonders schoen war, dass sich alle total gefreut haben mich wiederzusehen. es war fast so, als ob ich nie weggewesen waere. so wie ich kamen nach und nach noch mehr reisende zurueck, einige deutsche kitebegeisterte studenten haben sich auch schon gefunden...also es wird nie langweilig. total abgeschafft komm ich dann abends zurueck nach hause, koch noch was und geh dann schlafen oder besuche diverse leute. nach und nach gibts schon die ersten kleinen verletzungen (mit der huefte beim sturz ueber die finne gezogen, blaue flecken ueberall, druckstellen vom trapez, knie uebers riff, und seit neustem: vernesselungen von quallen). ganz komisch, irgendwie fuehlt man sich trotz alldem immer wieder gut und kanns nicht lassen immer wieder weiter zu machen. ganz im gegenteil...

 

letzte woche wars dann auch schon wieder vorbei mitm wind. kurz vorher hatten wir eine tsunami warnung wegen dem erdbeben auf samoa. die polizei ist rumgefahren und hat durchsagen gemacht, irgendwie hat das aber keiner so richtig ernst genommen. obwohl ich mich ja schon gewundert habe dass auser mir nicht wirklich viele andere kiter drausen waren. naja zum glueck kam aber nix an...nur das wasser war relativ hoch was aber auch am vollmond liegen konnte. genau in dieser nacht gabs dann einen sturm und wir konnten nicht nachtkiten gehen.

am naechten tag war dann feierabend. zum glueck hatte ich mir schon ein alternativprogramm zurecht gelegt. ich probiere gerade mehrere yoga studios aus. das eine hat mir sehr gut gefallen, leider ists ein bischen weit weg. das andere, bikram yoga, ist hier um die ecke, allerdings erinnert mich das ganze eher an folter. seit der wind weg ist, ists hier schrecklich heiss und in dem yoga studio, welches im dachgeschoss liegt, waren es an dem besagten tag 36 grad. kein offenes fenster, kein ventilator - nach 30 minuten hab ich die stunde verlassen sonst waere ich umgekippt. auserdem haben wir ein paar mal ausfluege um die insel gemacht, kenn zwar schon alles, aber es gibt halt doch immer wieder was neues.

auf einer dieser touren hab ich dann auch endlich ein zweites surfbrett gefunden, es ist eigentlich fuer kinder gemacht, also klein, schmal und schnell und hat mich dank etwas handelns nur 60 dollar gekostet. vermutlich ists in ein paar wochen auseindergebrochen, aber immerhin!

heute war dann der erste etwas windige tag seit einer woche und natuerlich hat sich bei den ersten boen direkt wieder alles am strand eingefunden und ueber wind, kites und die neusten geruechte zu sinnieren. irgendwie ist ja immer was los!

gerade sitz ich in meinem bett. habe gekocht, pfeffersteak mit gemuese, reis und salat. werde jetzt noch ein bischen tv gucken und dann schlafen gehen damit ich morgen bei sonnenaufgang vielleicht schon wieder am strand sitzen kann. morgends ist der wind ja am besten und der sonnenaufgang einfach wunderschoen.

ich hoffe ich habe bald wieder mehr zu berichten, wie gesagt, das leben ist hier so ziemlich das selbe wie in deutschland, nur halt ohne arbeit, was teilweise echt langweilig sein kann, und mitm meer vor der haustuer. hoert sich gar nicht so schlecht an....glaub ich weiss das nach all den schoenen plaetzen gar nicht mehr zu schaetzen...

also bis bald, hoffe ich schaffs dann mal ein paar bilder von meinem zimmer zu machen!

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Di

01

Sep

2009

Im "Herr der Ringe" Land

Meine Ausreise aus Australien gestaltete sich nicht gerade einfach. Durch ein Computerproblem konnte man am Flughafen mein Visum nicht finden, gleichbedeutend mit "kein Visum besitzen", was dazu fuehrt dass man Australien nicht verlassen kann und zur Botschaft muss. Super, meine ganze Tour war ja schon gebucht und bezahlt...nach einiger Diskussion habe ich meine Bestaetigungsemail aufm Laptop gezeigt, zum Glueck hab ich vor einem Jahr mal alles ordentlich abgelegt...total hektisch musste ich dann durch die Sicherheitskontrolle hetzen, die Flug war schon abgefertigt, 10 Minuten vor Start war ich dann an Bord.

3 Std spaeter erreichten wir Christchurch wo ich mein Hostel bezog. Kalt wars!!! Und besonders nervig waren die vielen deutschen Maedchen die gegen 23 Uhr anfingen nach Deutschland zu telefonieren, direkt vor meiner Tuer. Ich hoerte 3x die selbe Story bis ich gegen 2 Uhr einschlafen konnt. Am naechsten Morgen gings dann mit 1 stuendiger Verspaetung nach Queenstown Im Flieger kuendigte der Pilot an, dass das Wetter in Queenstown so schlecht sei, dass der Flug auf einen anderen Flughafen umgelandet werden muesste. 20 Minuten kreisten wir ueber Queenstown bis es dann im Nebel runterging, es ordentlich ruettelte, wir aber landen konnten. Kurz vor der Landung sah ich die riesen Berge - alle mit Schnee bedeckt.

 

Am Flughafen empfing mich Jon und Mike, meine Snowkite Instructor. Meine Plaene hatten sich etwas geaendert. In Wanaka, ca 100 km von Queenstown entfernt, war ein Snowkitefestival zu dem ich unbedingt wollte. Statt Sofasurfen durfte ich fuer 25 NZ Dollar (ca. 12 Euro) bei Jon im Haus uebernachten, Essen inklusive. Auf dem Weg zu Jons Haus bekam ich einen ersten Eindruck wie schoen die Natur hier ist. Man hat tatsaechlich das Gefuehl, direkt in der Herr der Ringe Kulisse zu sein...naja der Film wurde ja auch in Neuseeland gedreht. Ueberall sah man die riesen Berge bedeckt mit Schnee und in den Taelern riesige eisblaue Seen und wilde Baeche. Felsbrocken ragten heraus und ich hielt Ausschau ob ich nicht doch irgendwo Frodo entdeckte.

Jons Haus hat mich umgehauen. Es ist wirklich so wie man es sich in Neuseeland vorstellt, ein riesen Grundstueck mit kleinem See, Ausblick direkt auf die wunderschoenen Berge. Das Haus selbst war aus Stein gebaut, innen mit alten Holzbalken verkleidet. Das Wohnzimmer allein war so gross wie meine ganze Wohnung in Deutschland. Ein ca. 5 m langer alter Holztisch war das Herzstueck - neben so vielen Kleinigkeiten wie ein Ofen, der alles noch viel gemuetlicher machte. Jessy, der "Haushund" empfing mich schon ganz aufgeregt und schleuderte mir immer wieder einen Ball vor die Fuesse. Jons Frau empfing mich sehr herzlich, es war einiges los in dem Haus. Neben mir, Jons Familie und Mike waren noch 2 andere Jungs da, die aber im Campingbus schliefen und Chasta, der vierfache Weltmeister im Snowkiten. Hier bin ich richtig, dachte ich mir :-)

 

Leider war das Wetter nicht ganz so gut, durch meine Verspaetungen wars auch schon relativ spaet. Also fingen wir gegen 17 Uhr an zu kochen, es gab Mexikanisch und Neuseelaendischen Wein fuer alle. Um 21 Uhr fiel ich dann totmuede ins Bett, mit Ausblick auf eine Herde Lamas. In der Nacht wachte ich auf weil der Wind so stark am Dach ruettelte dass ich ein ganz komisches Gefuel bekam - am naechsten Tag sollte ich ja zum ersten Mal samt Kite aufs Snowboard steigen und durch die Gegend flitzen.

Mein Wecker klingelte um 6.30. Um 7.30 fuhren wir dann los in die Berge. Neuseeland ist halt doch relativ gross und die Fahrt dauerte gute 2 Stunden. Zuerst fuhren wir auf die "Old Man Range". Die Verhaeltnisse sind etwas anders als in Europa, die Berge sind noch sehr unberuehrt, es gibt nur wenige Skigebiete. Zur Old Man Range fuehrt nur eine ungeteerte Strasse die man nur mit Schneeketten und 4Rad getriebe bewaeltigen kann. Kurz bevor die Strasse aufhoerte sahen wir auch schon das erste Fahrzeug was steckengeblieben war und fast umkippte weil es seitlich immer mehr den Abhang runtergerutscht war. Zum Glueck hatten wir die Jeeps und konnten den anderen Wagen abschleppen. Schon hier bekam ich einen Eindruck was auf mich wartete, es war ca - 10 grad kalt und der Wind war fast Sturmstaerke. Der Weg war dann auch irgendwann zu ende und wir mussten auf Snowcats (Schneemobile) umsteigen, die uns auf die Spitze brachten. Da der Wind immer mehr zulegte, und wir waren immer noch auf der Wind abgewandten Seite, fuhren Chasta und Jon erstmal ganz hoch, kamen aber mit der Nachricht zurueck dass es unmoeglich sei, die Kites auszupacken. Der Wind war nun so stark dass man kaum noch laufen konnte. Ganz zu schweigen von Snowboarden oder Kiten. So langsam wurde mir klar dass das kein Ausflug ins Gruene werden wuerde, zumal ich mal wieder die einzigste Frau war unter ca. 13 anderen Snowkitern.

Also wieder zurueck zu einem anderen Berg. Jon heizte mit seinem Auto die schmale Strasse hoch - ich war froh dass ich hinten sass und nicht so genau sah wo wir fuhren. Auf der Snowfarm jagte immer noch der Wind uebers Schneefeld, dafuer kam die Sonne raus und es war einfach wunderschoen. Mein Kite war an diesem Tag ein 4qm "Fetzen". Wie das genau mit dem Snowkiten funktioniert schreibe ich in einem anderen Blog wenn ich die Fotos habe. Jedenfalls war der Wind dort nicht weniger stark, und so begnuegte ich mich erstmal damit den Kite zu starten, ordentlich zu fliegen und zu landen, was gar nicht so einfach ist wenn der Wind so stark ist. Nicht ganz ungefaehrlich, macht man was falsch wird man schoen uebers Eis geschliffen...Leider ging langsam die Sonne unter und es begann zu schneien. Wir sind dann nach Wanaka in eine Huette gefahren in der sich alle Snowkiter abends zum gemeinsamen Betrinken getroffen haben. Habs mir vorm Kamin gemuetlich gemacht und fast eingeschlafen...

In der Nacht legte der Wind weiter zu, laut Wetterbericht waren Winstaerken bis zu 120 kmh zu erwarten, in Deutschland geht bei solchen Vorhersagen keiner mehr ausm Haus :-) Die Nacht ueber hatte es weiterhin geschneit, man konnte richtig sehen wie der Neuschnee von den Bergen geweht wurde. Ein wunderschoener Anblick...gegen nachmittag gings dann ganz ploetzlich los, keiner konnte mehr warten und so duesten wir los. Dummerweise war der Tank fast leer, sodass wir stehen blieben. Ein Bekannter von Jon kam vorbei, der fuhr einfach neben unserem Auto, Jon machte die Tuer auf und der Bekannte griff an den Tuerrahmen und schob uns quasi an die naechste Tanke.

Aufm Berg angekommen empfing mich der naechste magische Ausblick. Die Taeler waren komplett unter der Wolkendecke verschwunden. Nur unser Gipfel ragte heraus, sowie die anderen verschneiten Berggipfel. Es gab 20 cm Neuschnee und ein gleichmaessigen nicht zu starken Wind. Endlich konnte ich dann den groesseren Kite rausholen und mich aufs Snowboard stellen. Ich hatte mirs ja schwerer vorgestellt, nach ein paar Versuchen konnt ich dann schon die ersten Runden drehen. Ein paar mal landete ich aufm Hintern, aber es wurde immer besser. Ziemlich genauso wie im Wasser, nur dass die Oberflaeche sich staendig aendert, und man besser keine Tricks versucht wenn man nicht weiss ob man sie landen kann, denn das Snowboard kann man nicht einfach wegkicken...Chasta hatte seine Boots zuhause vergessen und so bekam ich Tipps vom Weltmeister ganz gratis. Nebenbei machte er Fotos und Videos, kanns kaum abwarten sie geschickt zu bekommen.

Langsam ging dann die Sonne unter. Es war einfach unbeschreiblich, die Farbtoene des Himmels wechselten minuetlich, die Sonne versank hinter den Bergen und man konnte immer noch die bunten Kites beobachten die Haenge hoch und runter duesten.

Hundemuede fuhren wir dann nach Wanaka zurueck wo ich meine (vorest) letzte Nacht verbrachte. Am naechsten morgen gings dann zum Flughafen, der Flug war zu dem Zeitpunkt ohne Verspaetung. Als wir dann auf der Landebahn standen wurde es immer spaeter und den Piloten war keine Ausrede zu schade warum wir nicht starten konnten. Nach 1 Stunde hebte der Flieger endlich ab, und ich ahnte es schon, mein Anschluss Flug nach Sydney stand auf dem Spiel. Weil wir durch irgendwelche Gruende auch nicht gleich landen konnten wurde es immer spaeter und ich verpasste natuerlich meinen Flug, einer anderen Gruppe ging es aehnlich. So versammelten sich dann 15 veraergerte Passagiere vorm Jetstar Schalter. Weil kein weiterer Flug ging, zahlte uns Jetstar ein schoenes Hotel fuer die Nacht inklusive Abendessen und Getraenke. Am naechsten Morgen waren wir schon um 4 Uhr am Flughafen - und der Flug war wieder verspaetet...der 4 Flug von allen 4 gebuchten Fluegen mit Verspaetung.

Um 8.30 Uhr war ich dann endlich zurueck in Syndey, muede und voller Muskelkater - aber gluecklich dass ich nochmal Neuseeland kommen konnte.

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Sa

15

Aug

2009

SNOWKITING in Neuseeland

Da bin ich wieder...sicher fragen sich einige wies nun bei mir weitergeht. Theoretisch sind ja meine 12 Monate bald rum und ich muesste ja bald nach hause kommen, wobei ja viele schon wissen dass ich verlaengert habe und nochmal 3-6 Monate in Hawaii verbringen werde. Aber alles der Reihe nach...

 

Zur Zeit bin ich ja immer noch in Syndey am Arbeiten. Morgen ist mein 30.ter Geburtstag, ich bin ein bischen traurig dass ich nicht mit euch feiern kann und werde heute und morgen arbeiten. Das Wetter soll ganz toll werden, bis zu 30 Grad, was hier relativ ungewoehnlich fuer die Jahreszeit ist. Werde daher nach Bondi an den Strand fahren und ein bischen surfen. Schade dass mein Kite schon in Hawaii ist, der Wind soll auch gut werden.

 

Am 24.8. gehts dann los nach Neuseeland. Ich hatte ja 3 verschiedene Ziele, nach Bali oder nach Thailand wo gerade ein paar Freunde sind oder nach Neuseeland.  Fuer die "grosse" Asien Tour bleibt bei meinen weitern Plaenen kaum noch Zeit, aber ich hab ja zum Glueck weitere 6 Monate vor mir. Irgendwie bin ich auf diese Internetseite gestossen, die Kurse im Snowkiten anbieten. Das funktioniert wohl aehnlich wie beim normalen Kiten, nur dass man mit dem Snowboard oder Ski faehrt und dabei vom Kite gezogen wird, und das ganze nicht im Wasser sondern im Schnee. Man kann somit auch bergauf fahren oder auch fahren wenn kein Berg da ist, vorausgesetzt es ist Wind. Hoert sich gut an und macht bestimmt super Spass. So ganz kann ichs mir zwar noch nicht vorstellen, aber mein Instructor wird schon wissen wies geht.

Also wie gesagt ich komme morgends in Queenstown an, dort ists im Moment richtig kalt und es liegt ordentlich Schnee und der Wind soll auch gut sein. Komisches Gefuehl in den Winter zu fliegen...mein Instructor holt mich, nachdem ich mir Winterklamotten geliehen habe (das gibts tatsaechlich), in Queenstown ab und faehrt mit mir in die Berge. Dort werden wir den ganzen und den naechsten Tag verbringen, angeblich soll es ganz einfach sein wenn man bereits kitet und Wintersport betreibt...Die letzten beiden Tage werde ich entweder dann auf eigene Faust Snowkiten oder einfach ein bischen Skifahren, das Skigebiet ist ja riesig. Auserdem solls heisse Quellen geben in die man sich setzen kann. Das hoert sich alles richtig gut an.

 

Spannend wird auch meine Unterkunft! Ich versuche zum ersten Mal sogenannten Couchsurfen, das ist uebrigends keine neue verrueckte Sportart die ich ausprobiere...Beim Couchsurfen schlaeft man in einer Privatunterkunft, eben auf einem Sofa oder Gaestebett, und zwar umsonst. Ueber eine Website kann man auf der ganzen Welt Leute finden, die das anbieten oder selbst eine Couch suchen. Man kann sich durch verschiedene Profile klicken und schauen wie diese Leute bewertet wurden. Hat man sich entschieden schreibt man der Person dann...Das ganze ist keine Flirtseite oder sowas...es geht eher darum, anderen Reisenden abseits von Hostels oder Hotels einen Einblick in die Kultur zu geben. Viele bieten neben dem Sofa ganze Stadtfuehrungen an oder ein Besuch in der Lieblingskneipe. Und das ganze voellig umsonst....ich finds wirklich klasse, vorallem wenn man alleine reist.

Vielleicht biete ich in Deutschland ja auchmal mein Sofa an :-) Habe mich noch nicht ganz entschieden wo ich Couchsurfe, aber ich hoffe es klappt. Echt schade dass ich das vorher noch nicht ausprobiert habe.

 

Am Freitag werde ich dann wieder in Sydney sein und Montag weiterfliegen. Das Ziel wird noch nicht verraten...also bleibt gespannt auf meinen naechsten Bericht wenn ich aus dem Schnee zurueck bin.

 

PS: Drueckt mir die Daumen dass mein Fuss mitmacht. Seitdem wir aus Cairns zurueck sind, ist meine Achillissehne arg angeschwollen und meine Ferse tut ganz schoen weh. Habs dort wohl ein bischen uebertrieben und erinnert mich daran dass ich jetzt 30 bin.

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Sa

08

Aug

2009

Roadtrip von Sydney nach Cairns

Ich konnte es kaum noch abwarten endlich raus aus Sydney zu kommen und mehr von Australien zu sehen. Am 8.7. kam Levi aus Hawaii an, im Gepaeck zwei Kiteboards, 1 Surfboard und 3 Kites. Hosen und Socken hat er sich dann hier gekauft, man muss halt Prioritaeten setzen :-)

Unser Hippie Camper war bestens ausgestattet, wir hatten einen kleinen Kuehlschrank, einen Campingkocher, Toaster, Wasserkocher und Schlafsaecke. Die Sitzgelegenheiten konnte man zum Bett ausklappen. Dann gins auch schon los. In knapp 4 Wochen wollten wir ca. 3.500 km der Kueste entlang von Sydney nach Cairns fahren, immer auf der Suche nach Wind und Wellen. Leider waren die ersten 3 Tage komplett verregnet und nachts wurde es superkalt, tja es ist halt doch Winter hier. Die ersten paar Naechte uebernachteten wir auf verschiedenen Campingplatz. "Wild" campen ist verboten und wer erwischt wird, muss eine Strafe zahlen. Fast alle Campingplaetze waren supersauber, ausgestattet mit BBQ Plaetzen und einer Kueche, wir mussten also nicht immer unseren Campingkocher benutzen.

Auffaellig war dass soviele Rentner unterwegs waren. Anscheinend faehrt jeder Rentner aus dem kalten Sueden hoch in den warmen Norden. So fanden wir uns bei "lustigen Karaoke-Abenden" wieder, vor den Duschen sahs manchmal aus wie aufm Parkplatz, ueberall standen die elektrischen Rollstuehle rum. Highlight war der Hinweis im Camp Kitchen dass die Nachttoepfe bitte nicht in die Spuele gelert werden sondern in eine Sickergrube. Schade dass ich von dem Schild kein Foto gemacht habe...

 

Nach einigen Tagen wurden wir mutiger. Nachdem die Campingplaetze richtung Goldcoast immer voller wurden und nichtmehr so schoen am Strand lagen, suchten wir uns ueber Nacht oefters ein Versteck und schliefen in der Wildniss. Teilweise ganz schoen unheimlich so mitten im Nirgendwo. Aber immer schoen. Abends klappten wir unsere Campingstuehle aus, kochten und schauten bei einem Bier den wunderschoenen Sternenhimmel an. Jede Nacht konnte man die Milchstrasse sehen....leider war es teilweise so kalt dass das Wasser gefroren war.

Die Straende waren alle wunderschoen, so grosse Wellen hab ich teilweise nichtmal in Hawaii gesehen. Umso weiter wir nach Norden kamen, desto mehr Wind gab es und die Freude war gross als wir auch die ersten bunten Kites sahen. Leider hat mich die erste groessere Welle gleich so mitgespuelt dass ich direkt nach 2 Minuten den Kite ins Wasser gestuerzt hab und nichtmehr starten konnte. Levi hingegen hatte seinen Spass, mit seinem Surfbrett flitzte er die Wellen hoch und runter, und wie auch in Hawaii stoppte alles fuer ein paar Minuten um seine Spruenge zu beobachten. Am naechsten Tag kam ich dann auch auf meine Kosten, mit einem komischen Gefuehl im Bauch, ueberall hingen Warnschilder dass man nicht ins Wasser gehen soll wegen diversen Quallen die z.T. lebensgefaehrlich sein koennen. Zum Glueck war die schlimmste Zeit schon rum...trotzallem war ich froh nicht ins Wasser zu fallen.

 

Ansonsten vertrieben wir uns die Wind- und Wellenfreie Zeit mit anderen Aktivitaeten wie der Besuch einer Rumfabrik (mit anschliesenden Probetrinken - wir kauften sogar 3 Flaschen Rum), einem Besuch einer Koala und Kaenguruh Aufzuchtstation oder einer Wildwasserrafting Tour. Ein "kleiner Umweg" stellte sich als eine 600 km lange Strecke heraus, den Wasserfall den wir sehen wollte, war wegen der Trockenzeit ebenfalls nicht existent. Dafuer haben wir den besten Burger von ganz Australien dort gegessen. Die meiste Zeit verbrachten wir aber damit, geeignete Straende zu finden oder ein Versteck fuer die Nacht. Einen lustigen Zufall gabs auch, wir unterhielten uns mit einer aelteren Frau, es stellte sich heraus, dass sie in Bensheim aufgewachsen ist und nach dem Krieg mit der Familie ausgwandert ist. Bensheim liegt ca 25 km von meinem Heimatort Darmstadt entfernt.

Nach ca. 14 Tagen erreichten wir das Great Barrier Reef. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir die ueblichen Trips wie Fraser Island oder Schnorcheln an den Whitsunday Islands gestrichen haben. Irgendwie war ich ein bischen enttauscht und hab schon schoenere Straende und klareres Wasser gesehen. Glaube nach fast 10 Monaten Reise haut mich irgendwie nichts mehr um. Auserdem waren die Ausfluege furchtbar teuer und total Touri-maessig.

Die einzige Insel die wir besuchten war Magnetic Island. Hier schliefen wir ausnahmsweise mal im Hostel und konnten abends auchmal Party machen, fuehlte mich richtig alt unter all den jungen Huepfern :-)

Am naechsten Tag liehen wir uns Raeder aus und erkundeten die Mini-Insel. Nachmittags wollte ich unbedingt eine 3 stuendige Ausritt machen und freute mich dass Levi mich begleitete. In einer kleinen Gruppe gings durchs Buschland an den Strand wo wir galopieren konnten, also die mit den Pferden die nicht alle 2 Meter zum Fressen stehen blieben. Dann wurde abgesattelt, die Badesachen angezogen und ab ins Wasser mit den Pferden. Die fanden das richtig toll...wir gingen so tief ins Meer dass die Pferde fast schwammen. Anschliessend durften wir auf die Ruecken der Pferde klettern, wer nicht stehen konnte fiel dann ins Wasser.

Die letzten 7 Tage blieben wir in Port Douglas, ca 100 km noerdlich von Cairns zum Kiten. Hier "versteckten" wir uns ganz offiziel am Kitebeach. Der Parkplatz sah fast aus wie ein Campingplatz. Jeden Abend rueckten etwa 15 Campervans an. Wir hatten uns den besten Platz "reserviert", zwischen ein paar Bueschen mit Ausblick aufs Meer. Wir fuehlten uns fast wie zuhause, unsere Waesche hing an der Waescheleine, die Campingstuehle und der Tisch standen drausen und das ganz illegal und kostenlos, was aber keinen interessierte. Abends schlich ich mich dann ins Sheraton Resort das genau nebendran war. Hier gabs eine Saune mit Duschen, die wir vorher observiert hatten. So konnten wir auch warm duschen :-)

 

Der Wind war konstant gut, morgends gegen 10 Uhr gings los und gegen 18 Uhr abends hoerte der Wind wieder auf. Es hat wirklich Spass gemacht dort zu kiten, Wellen gabs keine, dafuer ganz ruhiges Wasser, welches bei Ebbe machmal nur 20 cm tief war, und das 500 meter vom eigentlichem Strand entfernt. Ein paar Mal bin ich ganz schoen auf meinem Hintern gelandet....

 

Die Zeit ging leider viel zu schnell rum. Den letzten Abend machten wir bei Vollmond und Rotwein ein Lagerfeuer. Am naechsten Morgen gings dann ziemlich hektisch an den Flughafen, wir hatten ordentlich Uebergepaeck was zu einer riesen Diskussion fuehrte. Zum Schluss waren wir so spaet dass wir am Flughafen ausgerufen wurden...Zurueck in Sydney empfing uns Sonnenschein, Levi machte sich dann wieder auf dem Heimweg nach Hawaii, im Gepaeck meine Kitesachen da ich im Winter ja wieder auf Hawaii bin. Ich blieb in Sydney zurueck um ein bischen Geld zu verdienen.

 

Seit ich nun wieder hier bin wach ich Nachts auf und denke dass ich immer noch unterwegs bin, und finde dass das ein wirklich schoenes Zelt ist, in dem ich wohne. Hoffe ich gewoehne mich bald wieder an alles....

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Sa

08

Aug

2009

Darwin - 2. Teil

Da bin ich wieder...habe ja schon lange nichts mehr von mir hoeren lassen. Die letzten 4 Wochen war ich kaum im Internet, wie ja angekuendigt habe ich Besuch von Levi aus Hawaii bekommen. In Hawaii ist gerade Sommer, und kein Wind, dafuer ist hier Winter und es gibt ordentlich Wind zum Kiten und schoene Wellen zum Surfen. Jedenfalls haben wir uns einen lustigen Hippie Bus gemietet und sind 3.500 km die Kueste entlang gefahren...aber das ist eine andere Geschichte.

 

Also zurueck zu Darwin. Ich fasse den 2. und 3. Tag kurz zusammen. Wir besuchten dann noch die Twin Falls, die leider keine Zwillingswasserfaelle waren, sondern nur ein einzelner wegen der Trockenzeit. Trotzallem war der Wasserfall sicherlich 200 hoch, leider war auch hier Schwimmen verboten, zuviele Krokodile :-)

In der heissen Mittagshitze hetzte unser Guide uns einen ziemlich steilen Weg hoch, wir mussten richtig die Felsen hochklettern. Dort oben konnten wir dann ein bischen schwimmen, Krokodile klettern normalerweise nicht so hoch.

Den zweiten Aufstieg hab ich mir erspart und ein bsichen in der Sonne geschlafen...nebenbei wurde ich mal wieder von Moskitos zerstochen. Die darauffolgende Nacht wollte keiner mehr unter freiem Himmel schlafen, wir bauten alle unsere kleinen Zelte auf, die Nacht war nicht weniger schoen nur etwas ruhiger.

Der naechste Tag war mein persoenliches Highlight. Wir besuchten eine Aboriginie Siedlung. Dort erfuhren wir einiges ueber das Leben der Aboriginies und deren Geschichten ueber die Traumzeit (die Erstehung der Erde nach deren Glaube). Dann durften wir die Didgeridoos ausprobieren. Es war soooo lustig, jeder Versuch hoerte sich einfach nur wie ein Furz an. Und das mit 20 Mann, wir konnten nichtmehr vor Lachen. Andere sassen da und es sah aus als ob sie einen riesigen Joint rauchen wuerden. Es war so witzig...

 

Dann gings auf zu weiteren Wasserpools, auch heute konnten wir schwimmen. Ueber einen Aufstieg gings zu den Pools die alle samt in einem Wasserfall endeten. Man musste ganz schoen aufpassen dass man nciht mitgespuelt wurde. Oben angekommen empfing uns superklares, ca 3 meter tiefes, eiskaltes Wasser, was bei 33 grad wirklich angenehm war. Das schoenste war, dass man von den Felsen reinspringen konnte. Der groesste Spass war jedoch ein Felsloch, gefuellt mit Wasser, ca 5 meter tief. Der einzige Weg aus dem Felsloch heraus war ein unterirdischer Durchgang, der 2 meter unter der Wasseroberflaeche lag, durch den man tauchen musste. War ganz schoen spanned da reinzuhuepfen und nicht zu wissen ob man es schafft die ganze Strecke zu tauchen. Ein Maedel schaffte es nicht, wurde panisch und musste dann mit einem Seil rausgezogen werden...Die Bloesse konnte ich mir natuerlich nicht geben und habs gleich beim ersten Versuch geschafft. Wirklich ein komisches Gefuehl durch dieses enge Felsloch zu tauchen.

LEIDER gab meine Fotobatterie mal wieder auf und es gibt KEIN Bilder von diesem Tag. So schade.....

 

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Di

07

Jul

2009

Silvester im Juli und Mallorca im Norden

Auf nach Darwin...nach einigen sehr anstrengenden Tagen in Sydney ging am Mittwoch endlich mein Flieger nach Darwin. 4,5 Stunden spaeter landete ich gegen 16 Uhr bei tropischen 30 Grad und bezog kurz darauf spaeter mein 4 Bettzimmer etwas abseits des Trubels im Stadtzentrum. Darwin selbst hat mich etwas enttaeuscht, ich war zwar noch nie am Ballermann aber irgendwie stelle ich es mir dort so vor. Die ganze Stadt war eigentlich voll von Backpackern die eigentlich nur am Feiern waren. Wirklich was zu sehen gabs nicht. Abends gabs dann ein riesen Feuerwerk am Strand da wohl ein Nationalfeiertag war. Das Feuerwerk war wirklich klasse, am Strand hatte sich alles versammelt und der Alkohol floss in Stroemen. Auch viele Familien sassen auf ihren Campingstuehlen und grillten. Die Raketen wurden von Booten aus gezuendet und das ganze Spektakel ging ueber 20 Minuten. Ziemlich muede und fertig von der Hitze schleppte ich mich dann ins Hostel und "genoss" meine Nacht im Stockbett.

Puenktlich am naechsten Morgen gegen 6.30 Uhr holte mich der 4-wheel drive Truck von Travelwild Australia ab. Ziel: Der Kakadu National Park, eines der Weltnaturwunder. Der Truck war mit seinen riesen Raedern so hoch dass ich kaum reinklettern konnte. Die naechsten 3 Tage sollte ich in einer Gruppe von weiteren 13 Leuten verbringen. Die Gruppe war bunt gemischt, das Alter ging von 17 bis 55, die meisten Alleinreisende wie ich. Im Vergleich zu manch anderen habe ich noch verhaeltnissmaessig wenig von der Welt gesehen...Nach ca. 2 Std Fahrt (bin durch das Geruckel auf der staubigen Strasse eingeschlafen) kamen wir zu unserem ersten Ziel, einem Billabong. Billabong ist ein Wort aus der Sprache der Aboriginies, die Ureinwohner Australiens, und beschreibt eine Art Wasserloch das sich waehrend der Regenzeit fuellt.

Billabong ist ein Wort aus der Sprache der Aboriginies, die Ureinwohner Australiens, und beschreibt eine Art Wasserloch das sich waehrend der Regenzeit fuellt. Dort wartete schon ein kleines Boot auf uns...und ein 5 m langes Krokodil, welches uns aus ca. 20 Meter beobachtet. Man sah eigentlich nur die Schnauze und die Augen. Ab diesem Moment war Aufstehen im Boot strengstens verboten, der Bootsfuehrer erklaerte dass das Krokodil nur 3-4 Sekunden benoetigt um am Boot zu sein. Tja, ob wir in 3-4 Sekunden den Weg zurueck ins Boot gefunden haetten? Glaube nicht...

Dann ging die Fahrt auch schon los. Links und rechts des Billabongs sassen tausende Voegel verschiedenster Art, einige hatte ich vorher noch nie gesehen. Komischerweise hatten die nichtmal Angst, auch wenn wir ganz nah vorbei fuhren. Ein Vogel sah wirklich gigantisch aus, wie ein Pelikan, aber etwa 1,20 gross und mit tuerkis farbenen Hals und riesigen Fluegeln. Einige kleine Krokodile sonnten sich gemuetlich am Ufer, Wallabies (sehen aus wie Kaengeruhs, nur kleiner) huepften durch die Gegend....und eine seltsame Stille. Ploetzlich tauchte vor uns wieder ein riesen Krokodil auf, offensichtlich schwamm es neben uns her, man konnte kleine Luftblasen im Wasser aufsteigen sehen. Am Ende des Billabongs kamen wir an ein riesen Feld von pinkfarbenen Lotusblueten, die gerade blueten. Es war wunderschoen und leider war die Fahrt auch viel zu schnell rum.

Anschliessend ging es ueber sandige orange rote Wege zu einem Touristencenter, was leider recht langweilig war, aber immerhin gabs eine Toilette und Kaffee. Dann fuhren wir weiter zu einer alten Aboriginie Kultstaette wo man alte Zeichnungen an den Felswaenden anschauen konnte, einige sind ueber 20.000 Jahre alt. Von machen behaupten die Aboriginie, dass diese nicht von ihnen gezeichnet wurden, sondern von den "Mimis". Die Mimis waren Geister die schon lange vor den Menschen auf der Erde waren. Wenn man sich manche Zeichnungen anschaut, die kopfueber unter Vorspruengen in ca 20 m hoehe zu sehen sind, dann stellt sich tatsaechlich die Frage wer diese Sachen gemalt hat. Einen Hebekran gab es damals sicher nicht...Wir kletterten dann auf die Bergspitze von der man einen 360 grad Rundblick hatte. Die Landschaft nahm kein Ende.

Langsam ging dann auch schon die Sonne unter und tauchte die komplette Landschaft in ein rotes Licht. Als wir an einem abgelegenen Campingplatz ankamen war es dann schon stockfinster. Schnell wurde noch Brennholz gesammelt was einige Minuten spaeter lichterloh als Lagerfeuer brannte. Zelte gabs ja keine, nur etwas stinkige Schlafsaecke und sogenannte "Swags", diese eine Art Schlafsack war, aber aus festerem Stoff und eine kleinen Matratze innen. Das Kopfende konnte man zuklappen fuer den Fall dass es regnet. Insgesamt erinnerten mich diese Saecke eher an Leichensaecke :-) Waehrend wir uns Schlafplaetze suchten wurde auch schon kraeftig am Lagerfeuer gekocht. Auf dem Speiseplan stand Bueffelbratwurst und Kaenguruhsteak, dazu gabs Salat und Bratkartoffeln. Das alles wurde auf einem heissen Blech direkt ueberm Feuer gegrillt. Hmmm lecker!!! Der Schreck kam mit dem Abwaschen, ein Rohr war gebrochen und es gab so gut wie kein Wasser. Also auch kein Duschen....nach dem Abwasch sassen wir alle noch am Lagerfeuer, die Moskitos um uns herum waren unertraeglich. Zum Glueck hatte ich mich noch mit Spray eingedeckt. Glaube dieses Zeugs gibts in Europa gar nicht mehr, es handelt sich hierbei um "Deet". Angeblich zersetzt es sogar Plastik, eine totale Chemiekeule, aber relativ zuverlaessig fuer ca. 20 Minuten. Relativ frueh fielen wir dann in unsere Swags und die ersten schliefen ein.

Meine Nachbarn legten auch schon mit diversen Geschichten los und ich ueberlegte mir, ob es moeglich waere dass eine Schlange ueber mich stolpert? So im Dunklen? Ich lag ja ganz aussen. Zur Sicherheit drehte ich mich nicht richtung meinen Nachbarn um sondern in Richtung des Waldes, um jegliche Angreifer im Auge behalten zu koennen. Die Nachbarn hatten sich schon komplett in die Swags eingemummelt, fluchend ueber die Gerueche darin. Ich zog mein Deet vor. Langsam kam der Mond raus, es war fast Vollmond. Leider war es deswegen viel zu hell um ueberhaupt Sterne zu sehen. Ich hatte mir die Nacht in der Wildniss viel lauter vorgestellt, auser das Summen der Moskitos war nichts zu hoeren und so schlief auch ich endlich ein. Mitten in der Nacht wachte ich aber von einem Geraeusch auf und setzte mich hin. Ein Dingo machte sich an unserem Lagerfeuer zu schaffen, zog aber ab weil er wohl nichts fand. Ich erschreckte mich ganz schoen, denn unserer Guide hatte uns vor den agressiven Dingos gewarnt die im Rudel gefaehrlich werden koennen. Der Dingo blieb kurz stehen, guckte mich an und verschwand. Ich bewaffnete mich mit meinem Deet, machte mich aufs schlimmste bereit...und schlief ein. Von Furzgeraeuschen meiner schlafenden Gruppe, gelegentlichen Fluechen und Moskitospraygeraueschen traeumte ich von einem Hubschrauberlandeplatz den ich komplett mit Swags ausgelegt hatte, damit der Hubschrauber landen konnte. Muss wohl am Mond gelegen haben, oder am Deet das ich munter einatmete.

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Sa

27

Jun

2009

Neues Layout

Nachdem ich meine Zeit ja nichtmehr mit Windsurfen verbringe sondern mit Kiten habe ich auch das Layout auf der Startseite geaendert....falls ihr euch fragt, nein die Frau auf dem oberen Bild der Startseite bin ich nicht. Wird wohl noch ein bischen dauern bis ich diesen Sprung hinbekomme.

 

Meine Tage hier in Sydney sind zum Glueck gezaehlt, so langsam gehen mir die Ideen aus was ich noch machen koennte. Dazu kommt, wie viele von euch ja wissen, dass mein kleiner Bruder immer noch mit einer sehr schweren Verletzung im Krankenhaus liegt...ein richtiger Schock fuer unsere ganze Familie. Es geht ihm zum Glueck "den Umstaenden entsprechend gut" und wir hoffen alle dass er bald wieder ganz der alte wird. Entsprechend ist meine Laune gedaempft und mir faellt es zum Teil sehr schwer nicht an zuhause zu denken. Vielen Dank auch fuer euren vielen aufbauenden Mail und der Genesungswuensche!!

 

Aber es muss halt irgendwie jetzt weitergehen...Am naechsten Mittwoch fliege ich dann erstmal nach Darwin und besuche den Kakadu National Park. Ich habe eine 4 wheel Outdoor Safari gebucht, die sich ziemlich abenteuerlich anhoert. Feste Unterkuenfte gibt es keine, wir haben Schlafsaecke und schlafen am Lagerfeuer. Hoffentlich holt mich kein Wuestenhund...ich habe die etwas "komfortablere" Variante gewaehlt, bei der es Toiletten gibt, bei der anderen Tour waere da nur der Sprung hintern Busch inklusive. In Darwin verbringe ich 5 Tage und komme dann wieder nach Sydney zurueck.

 

Am 8.7. kommt dann Levi aus Hawaii mit dem ich meine Kitetour nach Cairns geplant habe. Wir werden mit einem Hippie Camper 3000 km die Kueste in den warmen Norden fahren, entlang der Goldcoast, ueber Brisbane, an den Whitesunday Islands und dem Great Barrierer Reef bis Cairns (eventuell etwas weiter hoch zum Kiten). Bin schon ganz gespannt wie das alles wird. Der Camper hat eine kleine Kueche mit Kuehlschrank, Campingkocher und Mikrowelle und Dachgepaecktraeger fuer unsere Surfsachen. Ich hoffe ich habe Levi nicht zu viel gesprochen, der extra Hawaii verlaesst um hier zu kiten. Hoffentlich muss er mich nicht wieder retten wie in unserer Nachtkiteaktion vor einigen Monaten.

Wir haben jetzt erstmal 3,5 Wochen geplant fuer diesen Trip...mal schauen wie lange wir tatsaechlich brauchen.

 

Bis dahin werde ich aber noch ordentlich hier in Syndey arbeiten, damit noch ein bischen Geld in die Kasse kommt. Die Ablenkung tut mir im Moment auch sehr gut, drausen regnets und es ist nur 13 Grad warm. Winter in Australien.

 

 

 

 

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Mo

15

Jun

2009

7.42 Uhr in Sydney, Regen, 13 Grad...und die Frisur sitzt :-)

So jetzt bin ich also wieder in Sydney. Der grosse Schock kam als ich aus dem Flugzeug stieg. Insgeheim hatte ich mich schon ueber den Wind gefreut, aber es waren ja leider nur 12 Grad, innerhalb von 4 Wochen ist hier Winter geworden. Deutlich zu kuehl wenn man seit 8 Monaten jenseits der 20 Grad Grenze reist, zumal ich nicht wirklich warme Kleider dabei habe...aber immerhin schien da noch die Sonne.

Gluecklicherweise kam Maike nur 2 Std spaeter an, sodass wir uns wieder im Hotel treffen konnten, wo wir noch 3 Tage verbrachten, ehe Maike wieder nach Deutschland geflogen ist (schnueff).

Mich hats dann in ein Hostel verschlagen dass sich laut Internetbeschreibung ganz sympathisch und ruhig anhoerte. Nach der ersten Nacht musste ich dann leider auch schon wieder fluechten, denn meine "Mitbewohner", die meisten unter 21, schafften es irgendwie 24 Stunden Nonstop betrunken zu sein. Ganz schoen nervig wenn man Jetlag geplagt schlafen will.

Kurzentschlossen durchforstete ich am naechsten Tag das Internet und fand eine neue Unterkunft. Ich habe nun eine knapp 100 qm grosse Wohnung fuer mich allein. Problem ist: Sie ist, auser mein Zimmer nicht moebiliert :-) Meine Vermieter befinden sich gerade im Umzug und diese Wohnung steht leer. OK, alle wichtigen Dinge wie Kueche und Bad sind noch drin...und in meinem Zimmer gibts ein grosses Bett, ein Schrank und ein Fernseher mit 4 Programmen. Auserdem hab ich eine Terasse, die Nachts unheimlich ist weil ich immer denke, es koennte jemand Einbrechen. Achso....und es ist natuerlich superkalt. Mein Zimmer hat ne kleine Heizung, aber abends verlasse ich den Raum nur ungern.

Jetzt ist es knapp 8 Uhr morgends, sitze gerade im Bett und warte dass die Heizung anspringt. Drausen regnet es mal wieder. Gestern hingegen war super schoener Sonnenschein und ich bin meiner Lieblingsbeschaeftigung nachgegangen, die Umgebung erkunden. Meine Wohnung befindet sich in Camperdown, dass ist so ne Art Studentenviertel, die Uni ist ganz in der Naehe. Also auf zur Uni, denn dort gibts meistens was zu sehen und tolle Parks. Die Sydney Uni ist riesig, und besteht zum groessten Teil aus alten Gebaeuden, die eigentlich mehr an Kirchen erinnern. Die Sonne ging schon fast unter und liess die Sandsteintuerme orange leuchten, dahinter der strahlend blaue Himmel...wunderschoen. Fuehlte mich wie an einem Herbsttag in Deutschland...nur dass mir meine schoenen Lederstiefel, der Lieblings Cord-Blazer, meine Muetze und die passende Handtasche sehr fehlen. Und eine Begleitung mit der ich nach nem Spaziergang einen Kaffee Trinken kann.

Wie gehts nun weiter???? Alles nicht so einfach. Naechste Woche moechte ich fuer 2 Tage in die Snowy Mountains fahren. Ja, da liegt ueber 50 cm Schnee und ich moechte unbedingt ein bischen Skifahren oder Snowboarden. Das Gebiet ist Australiens bekanntestes Skigebiet und liegt ca. 3,5 Std von Sydney entfernt.

Am 1.7. werde ich auf jeden Fall in den Norden nach Darwin fliegen (nein, diesmal wird der Flug nicht wieder verschoben). Dort sinds derzeit tropische 30 Grad. Nach langem Ueberlegen habe ich mich entschlossen, den Kakadu National Park zu besuchen. Der Park ist Australiens groesster Nationalpark, hunderte von Kilometer gross, Heimat von 25 Froscharten, 51 Fischarten, 60 Saeugetierarten, 120 Reptilien- und 280 Vogelarten. Nebenbei trifft man hier auf ueber 5000 Stellen, an denen Felsmalereien der Aboriginies zu finden sind, die hier seit 50.000 Jahren leben.

Nach ca. einer Woche fliege ich dann wieder nach Sydney zurueck, alles ein bischen doof, aber den Flug nach Darwin musste ich nehmen sonst verliert er seine Gueltigkeit. Hier werde ich dann noch eine Woche arbeiten bis mein Roadtrip nach Cairns startet. Zusammen mit einem Franzosen den ich vom Kiten in Hawaii kenne, Matthieu, werde ich mir ein Wohnmobil mieten und die besten Kitespots an der Kueste anfahren...und natuerlich auch alle moeglichen anderen Sachen anschauen. Die Route fuehrt uns knapp 3000 km von Sydney nach Cairns, wir werden die wunderschoensten Abschnitte sehen, die Goldcoast, Surfers Paradise, Byron, Bay, Brisbane, Noosa, Frasier Island, die Whitsunday Islands (eine Inselgruppe bestehend aus ueber hunderten von kleinen Inselchen, nur erreichbar per Schiff), das Great Barrier Reef bis Cairns. Hoert sich gut an oder???

Von Cairns werde ich dann wieder nach Darwin fliegen oder ueber Landweg fahren, von dort verlasse ich Australien und fliege ueber Singapore nach Asien. Eine Entscheidung wo genau ich hinwill habe ich noch nicht getroffen. Mittlerweile habe ich Dank meiner Kite Leidenschaft soviel Gepaeck dass ich wirklich unflexibel bin. Auf meiner Liste steht aber immernoch Thailand, Malaysia und Bali. Kambodia und Vietnam musste ich leider mangels Zeit und Gepaeck streichen. VIelleicht beim naechsten Mal :-)

So jetzt erstmal genug, mein Raum ist jetzt warm genug, werde dann in die Kueche "zittern" und fruehstuecken.

Bis bald, Annette

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Sa

13

Jun

2009

Sonnenaufgang in Lanikai

Das Aufstehen um 5 Uhr morgends hat sich gelohnt! Um 5.48 Uhr war Sonnenaufgang in Lanikai, dem supertollen Strand direkt neben dem Kailua Strand. Etwas muede haben wir dort wunderschoene Bilder gemacht...seht selbst was dabei entstanden ist!

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Sa

13

Jun

2009

Kiten...wie sieht das eigentlich aus??

Die ganze Zeit schreibe ich hier vom Kiteboarding...es gibt auch ein paar Bilder dazu, nebst den dazugehoerigen Verletzungen, die ich zum Schluss mit Paketklebeband kleben musste damit kein Wasser dran kommt. Die Bilder sind schon etwas aelter und mittlerweile gibts auch schon die ersten Spruenge und Tricks...aber wen es interessiert, klickt doch einfach mal durch, ich lade gerade auch wieder bei Flickr Bilder hoch.

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Sa

13

Jun

2009

Und mal wieder...Abschied

Und schon sind wieder 3 Wochen um! Zum Glueck gab es auf die letzten Tage nochmal Wind und alles was irgendwie am Kiten interessiert war, schlich am Strand herum, wie ein Tiger der auf die Beute wartet. Innerhalb einer Nacht hiess es dann "Tradewinds are back!" Irgendwie lustig...denn ich hab innerhalb von einigen Wochen soviel vergessen. Weil der Wind anfangs noch recht schwach war, hab ich angefangen mit dem Surfboard zu kiten, was eine wahre Freude ist in die Wellen zu gehen. Leider hab ich auch wieder ein bischen Mist gebaut und den Kite zum Absturz gebracht...am naechsten Tag gings dann zum Glueck schon viel besser und ich hatte dieses Mal eine wunderbare Vollmond Kitesession, ganz ohne Zwischenfaelle - fast langweilig :-)

Wir montierten kleine Leuchtstaebe an die Kites und an den Strand sodass jeder genau wusste wo der andere war und vorallem, wo der Strand war. Keine Ahnung warum, aber nachts ist der Ozean viel ruhiger und ganz glatt. Und so schnell wie Nachts komme ich nach nem Sturz nie zurueck aufs Brett, ein bischen muss man schon an Haie denken. Sobald man richtung Strand faehrt, glitzert das Meer ganz silbern weil der Vollmond drauf strahlt. Wie eine silbene Strasse die einen zurueck bringt. Haette mich interssiert was die Leute gedacht haben die am Strand gesessen haben als sie uns samt Kite aus dem Wasser haben steigen sehen....Hihi, lustig.

 

 

 

Besonders hab ich mich ueber den Besuch von Jacky und Janet aus Deutschland gefreut, mit denen ich ein bischen Zeit verbringen konnte, siehe Bild :-). Wie schoen die Zeit in Kailua wieder war, wir alle zusammen...als waere ich nie weg gewesen.

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Fr

29

Mai

2009

Kein Wind...was tun?

Schoen dass ihr noch mitlest, dann bin ich ja beruhigt. So, nun gibts auch schon wieder neues zu berichten. Die erste Woche Hawaii ist schon fast wieder rum und die Zeit verfliegt wie ueblich. Wie schon erwaehnt ist kein Wind und das Wasser ist spiegelglatt. Jenny, meine Freundin bei der ich wohne und ihr Freund Nick lassen es sich daher nicht nehmen, mir in meiner Kite- und Surffreien Zeit saemtliche andere Sportarten naeher zu bringen. Angefangen hat alles mit einer kleinen Klettertour. Die beiden kennen fast jede Ecke hier, ueberall waren sie schon zum Klettern oder Mountainbiking. Also gings tief ins Landesinnere, auf nem kleinem Pfad immer tiefer in den Wald. Es war super heiss, bin ich wohl alles gar nicht mehr gewoehnt. Zum Glueck gabs ein paar schmale Hoehlen in denen es kuehl war. Irgendwie komisch durch die engen Tunnel zu klettern, wir hatten kleine Taschenlampen dabei, trotzallem habe ich mir ca 10 mal den Kopf angestossen. Abends gings dann direkt weiter zum Kickball spielen. Vielleicht erinnert ihr euch noch an Brennball aus der Schule? So aehnlich funktioniert Kickball, nur eben fuer Erwachsene und etwas schneller und schwieriger. War erstaunt wie anstrengend das ist, die Hawaianer sind wirklich sportverrueckt...am naechsten Tag waren wir dann Schiessen (schreibt man das so?). Die USA ist ja ein bischen freier was Waffenbesitz betrifft und Jenny zeigte mir dann erstmal wie man das Gewehr sauber macht und laedt. Auf Komado flogen dann Tonscheiben in die Luft die man abschiessen konnte. Hm was soll ich sagen getroffen hab ich nie wirklich. Auserdem ist das ganze Hoelle laut, trotz Ohrschuetzer, und man hat das Gefuehl direkt im Krieg zu sein. War nicht so ganz mein Ding. Auf der anderen Seite konnte man dann Bogenschiessen. Ich dachte, das sind diese alten Bogen aus Holz und Pfeile wie bei den Indianern. Stattdessen sah der Bogen aus wie eine Kriegswaffe, komplett aus Stahl, total schwer und durch diverse Raedchen und Wasserwagen total praezise. Der Pfeil, aus Karbon, wird dann eingespannt und mit einem Armband, das einen Haken hat der an die Sehne geklemmt wird, gespannt. Lustigerweise hatte ich anfangs nichtmal die Kraft den Bogen zu spannen, es kostet einige Versuche. Ist man dann bereit zu schiessen, drueckt man den Haken runter und die Sehne schnellt vor. Der Pfeil fliegt mit ner irren Geschwindigkeit...ich war gar nicht schlecht fuer den Anfang. Keine Ahnung ob die beiden mich gewinnen lassen wollten, aber ich habe einige Male sogar die meisten Punkte gehabt.

Am Montag war hier dann Memorial Day, dabei werden den Kriegsopfern gedacht und saemtlichen anderen, die durch Ungluecke ums Leben gekommen sind. Das Wetter war wunderbar und ganz Hawaii hat sich am Strand rumgedrueckt. Nick hatte sein Outtrigger Kanu dabei. Ein Outrigger sieht aus wie ein normales Kanu, hat aber einen Ausleger auf einer Seite. Im Fussraum gibts Pedale mit denen man steuern kann. Man war das Kanu schmal....nach ein paar versuchen gings aber dann ganz gut und ich bin ein bischen durch die Gegend gepaddelt. Musste ja nochmal, um mich zu gruseln, an die "Felswand" paddeln gegen die ich beim Nachtkiten beinah geschleudert wurde....Der Tag endete dann mit einem total lustigen BBQ in Waikiki am Strand. Dort wurden abends 2000 kleine Laternen aus Reispappe ins Meer gelassen, jede fuer einen gefallenen Soldaten oder Angehoerigen. Die Leute konnten die Laternen beschriften und bei Trommelschlaegen wurden sie dann mit Kanus in die Bucht gebracht und schwammen von dort in den Sonnenuntergang (vermutlich wurden sie auch wieder der Umwelt zuliebe eingesammelt). Jedenfalls hat sich alles was irgendwie in Grillstimmung war in den Parks versammelt. Die Leute waren ausgeruestet als ob sie Wochen dort verbringen. Riesige Poette mit Salat, Fleisch, Brot....alles was man sich nur vorstellen konnte. Zelte ueberall und wahnsinnige BBQ Grillstationen. Hihi...wir hatten natuerlich keinen und haben uns einen Einweggrill gekauft, die mitleidigen Blicke waren uns sicher. Nach ca. 2 Stunden war dann unser Steak auch endlich durch...steinhart und total verbrannt. Naja, aber lustig wars trotzdem. Gegen 19 Uhr wurden dann die Laternen ins Wasser gelassen, sehr dramatisch. Besonders "exotisch" war der deutsche Trompeter...ich musste ja, trotz des ernsten Anlasses, etwas lachen. Die Heimat laesst gruessen....

Am naechsten Tag waren wir dann noch an einem Felsen klettern...davon aber bald mehr...bis bald, euer Haihappen...

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Fr

22

Mai

2009

back in hawaii!

Liest ueberhaupt noch jemand meinen Blog???? Ich hoffe doch :-)

 

Ja wie bereits angekuendigt bin ich nach 5 Wochen Australien wieder fuer 3 Wochen nach Hawaii geflogen. Brauche dringend "Urlaub vom Urlaub". Der Flug war sooo guenstig, ca. 350 Euro, dass ich nicht nein sagen konnte. Die 9 Stunden Flug waren gut auszuhalten, ging ja auch Nachts zurueck. Auserdem bin ich fleissig am Meilen sammeln sodass ich vielleicht bald nen Freiflug zusammen habe.

 

Wie sehr sich Hawaii in den letzten 5 Wochen geaendert hat. Hier beginnt nun der Sommer und es richtig warm geworden, vielleicht kommt es mir aber auch nur so vor weil Sydney ja recht kuehl gewesen ist. Es gibt keinen Wind mehr und die riesen Wellen am Northshore sind verschwunden, stattdessen gibts spiegelglattes, tuerkisfarbenes Wasser in dem man sogar schwimmen kann ohne von der Stroemung fortgerissen zu werden. An manchen Stellen kann man jedoch immer noch surfen was ich die naechsten Tagen machen werde. Dann kann auch ich "stolz" behaupten einmal am legendaeren Sunset Beach oder an der Banzai Pipeline gesurft hab. Weiss ja keiner dass die Wellen nur 1,50 m hoch waren :-)

 

Naechste Woche kommt eine Bekannte aus Berlin, die ich ganz zu anfang meiner Reise in LA kennengelernt habe. Ich freue mich schon riesig ein bischen was mit ihr zu unternehmen. Auserdem wollte ich nochmal nach Maui oder Big Island und mich eine Woche in ein Retreatment Zentrum zurueck ziehen. Hoert sich ziemlich spirituell an, aber tut bestimmt gut, mal eine Woche zur Ruhe zu kommen, zu fasten und sich zu ueberlegen wie es weiter geht da ich meine Weltreise eventuell um 4 Monate verlaengere. Mehr kann ich dazu aber noch nicht sagen, es steht noch alles in den Sternen.

 

So ich werde dann mal Schluss machen...fahre jetzt gleich zum Flughafen und bringe Chris weg, der wie ich hier fuer ein paar Monate war und auf einem Boot gewohnt hat Tja, es wird langsam ruhig hier auf Hawaii!!!

 

Bis bald! Vermisse im Moment Deutschland ein bischen, ihr habt bestimmt grad die leckere Spagelzeit!!! Schickt mir doch ein paar rueber :-)

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Di

12

Mai

2009

Sydney

Hier kommt mein erster bericht aus sydney….der leider auch ziemlich kurz ausfaellt!!! Nun bin ich zwar schon 4 wochen da kann aber nicht wirklich behaupten dass ich viel gesehen haette. Hawaii hat mein reisebudget dermassen geschmaelert dass ich dank meines work&holiday visum viel arbeiten muss um wieder ein bischen was zur seite zu legen fuer meine weitere reise. Das work&holiday visum kann jeder bis 30 beantragen und erlaubt einen bis zu 1 jahr in australien zu arbeiten…ganz egal welche arbeit, wobei auch hier jobs wirklich rar sind.

Seitdem ich hier angekommen bin wohne ich bei maike, die ich aus deutschland kenne. sie arbeitet hier fuer ein paar wochen und ich durfte netterweise in ihrer luxurioesen wohnung unterschlupfen. (nochmal danke dafuer). Ich war ganz begeistert endlich wieder ein bett zu haben, und welch ein luxus, ich habe sogar ein kleiderschrank mit licht drin. Auserdem gibts drausen einen pool mit ausblick auf die sydney skyline, ein spa und ein fitness studio. Sehr dekadent wenn man die letzten monate auf ner art luftmatratze geschlafen hat, die ein loch hatte. Tagsueber ist es hier immer recht warm, man bedenke dass hier gerade winter ist, was man an den herunterfallenden blaettern sieht. Nachts hingegen wirds richtig kalt und man muss sich warm anziehen.

Am wochenende versuchen wir ab und zu ausfluege zu machen. Machmal ist im darling harbour, ganz in unserer naehe auch richtig was los. Fast jedes wochenende ist dort ein konzert, ein feuerwerk oder irgendwelche feste mit “fressstaenden” aus aller welt. Auch wenn sich jeder hier ueber die preise beschwert, ist alles wesentlich guenstiger als auf hawaii und der euro steht wohl auch recht gut zum australischen dollar. So zahlt man zb fuer ein leckeres (und gutes) steak inklusive pommes oder bratkartoffeln umgerechnet ca 13 euro. Ein kleiner salat kostet umgerechnet 4 euro…

Da auch die fluege wirklich unfassbar guenstig sind, habe ich mich entschlossen nach 5 wochen sydney nochmal nach hawaii zu fliegen fuer 3 wochen. Der flug in beide richtungen hat tatsaechlich nur 250 euro gekostet. Unglaublich wenn man bedenkt dass hawaii von hier aus 10 flugstunden entfernt ist. Wird also ein urlaub vom urlaub.

Wenn ich wieder zurueck kehre werde ich nochmal 3 wochen arbeiten und dann eventuell mit ein paar mitreisenden (die ich noch suchen muss) einen kleinen campingbus mieten um der waerme entgegen richtung norden nach cairns zu fahren was ca. 3000 km sind. Zeit habe ich ja noch genug sodass wir sicher auch ein paar laengere stops einlegen koennen um zu surfen oder zu kiten.

Thema kiten: bisher war ich nur 2 mal im wasser gewesen, es gibt nicht allzu viele spots hier. Der einzige, den ich ohne auto erreichen kann ist in der naehe vom flughafen. Wirklich komisch kein hellblaues wasser mehr zu haben und wellen gibts dort auch keine. Naja ich hoffe in hawaii habe ich dann wieder mehr glueck.

Also bis bald, vermisse den wunderschoenen deutschen fruehling!!

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Mo

27

Apr

2009

Kauai...der zweite Teil

...auch wenn ich bereits in Sydney bin moechte ich euch trotzdem nochmal von Kauai berichten, da ich dort wirklich eine wunderschoene Zeit hatte. Wie ja schon erwaehnt hatten wir weder ein Hotel noch einen Plan was wir genau machen wollten. Nachdem der Wind nachgelassen hatte, entschlossen wir uns den 44 km langen Na Pali Coast Trail zu wandern. Die Strecke gehoert zu den schoensten Trails der Welt und fuehrt entlang der Kueste bis zu einem abgelegenen Tal, dem Ende der Strecke, von dort aus geht es dann auf dem selben Weg zurueck. Da wir ja nicht besonders gut ausgeruestet waren packten wir die wenigen Sachen in den Rucksack der dann doch erstaunlich schwer war. Statt Regenjacken hatten wir nur Muelltueten in diewir Loecher schnitten, statt Schlafsack hatte ich ein Kopfkissen und eine duenne Decke dabei...und dann unser legendaeres Zelt dass so klein war dass nur ein KInd drin schlafen konnte. Egal...ich hatte die letzten Naechte schon unter freien Himmel geschlafen. Ueber mir tausende von Sternen, vor mir das weite Meer, eine wunderbare Erfahrung.

Die Nacht vor unserem Marsch schliefen wir, weil es in Stroemen regnete, in unserem Auto auf einem Campingplatz. Morgends um 8 Uhr gings dann los. Erstaunlich viele Leute waren bereits vor uns es wurde auf dem schmalen Pfad fast eng. Zum Glueck stellten die meisten der Flip Flop-tragenden "Wanderer" fest, dass der Weg ohne feste Schuhe nicht zu bewaeltigen war und kehrten
um. So wurde es nach einigen Minuten immer ruhiger und die Natur praesentierte sich in ihrer schoensten Form. Der Pfad, ca 40 cm breit
war leider durch den Regen total matschig, auch die vielen Felsen ueber die man klettern musste waren glitschig sodass man sich schon sehr konzentrieren musste um nicht auszurutschten. Uber Stock und Stein gings an den 1000 meter hohen Klippen entlang, ueberall blueten wunderbar riechende Orchideen und Lilien und man hoert die Voegel zwitschern. Schon lange gab es kein Handy Empfang mehr, wir waren wirklich mitten in der Wildniss, ganz auf uns alleine gestellt. Auf Kauai wurde uebrigendsJurassic Park und die Serie "Lost" gedreht. Genauso fuehlte ich mich. Erschreckend nahe am Pfad ging es steil, ca 500 meter in die Tiefe. Man konnte das das tuerkis blaue Meer durch die Baumwipfel sehen, in der Ferne tauchten immer wieder Wale auf, die man beobachten konnte. Leider war kaum Zeit laenger Stopp zu machen da sich die 22 km durch die vielen Hoehenunterschiede und Flussueberquerungen (huepfend von Stein zu Stein) zogen.
Den ersten langen stopp machten wir an einem riesigen Wasserfall, der wie aus dem Nichts ploetzlich vor uns auftauchte. Auf ca 300 m stuerzte sich das tosende Wasser in das Tal. Total aufgeregt zog ich meine Schuhe aus und wollte in dem See richtung Wasserfall laufen. Da passierte es, ich rutschte aus und fiel samt Schuhen ins Wasser. Mein frisch verheiltes Knie fing wieder an zu bluten und die Schuhe waren komplett nass. Tja, da wir schon zu weit gewandert waren musste ich dann mit nassen Schuhen weiter, was aber egal war, denn es fing ohnehin an zu schuetten. Unsere Muellsaecke machten sich wunderbar!!!
Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir dann das Ziel und schlugen das Zelt auf. Zum Glueck regnete es die Nacht nicht sodass ich wieder drausen schlafen konnte. Gruselig....so ganz in der Einsamkeit...aber auch schoen der Natur so nah zu sein.

Der naechste morgen war schrecklich. Meine Fuesse taten soooo weh und mein Knie war dick und schmerzte ebenfalls. Aber es gab
nur einen Weg zurueck, 22 km :-) Stuendlich wurde eine Banane oder Powerriegel gegessen denn der Trail hat es wirklich in sich da man staendig ueber riesige Wurzeln, umgestuerzte Baueme oder Felsen klettern muss. Nachmittags ueberholten wir ein Paerchen dass in einem erbaehrmlichen Zustand war, wir mussten die ganze Zeit an die beiden denken und hofften dass sie vor Sonnenuntergang zurueck gekommen waren, da es auf dem Trail keine Moeglichkeit zum Campen gibt. Die letzten 3 Stunden waren wirklich eine Qual. Ich dachte nur noch daran einen Schritt vor den anderen zu setzen um irgendwie zum Auto zu kommen. Kurz vor Sonnenuntergang hatten wir es geschafft, total stolz dass wir es mit unserer "Ausruestung" geschafft hatten. Diesen Abend goennten wir uns ein Restaurantbesuch und sogar ein Glas Wein!!!

Am naechsten Tag drueckten wir uns noch ein bischen am Strand rum und beobachteten die Surfer. In den Wellen konnte man auch eine blonde Frau surfen sehen...bei genaurem Hinsehen stellte ich fest dass ein Arm fehlte. Es musste Bethany Hamilton sein, die vor einigen Jahren ihren Arm bei einem Haiangriff auf Kauai verlor. Sie gab nicht auf und gehoert heute zu Hawaiis Surfelite. Wahnsinn oder? Einen Bericht dazu findet ihr hier... http://www.cbn.com/700club/guests/bios/bethany_hamilton_101204.aspx

Aber keine Sorge...Haiangriffe sind wirklich sehr sehr selten. Das Strandbild hae ich uebrigends an dem Strandabschnitt aufgenommen wo das Unglueck passierte.
Nachmittags erlebten wir eine sehr traurige Szene. Mein Hunger trieb mich in richtung einer Strandgesellschaft (der naechste Shop war relativ weit entfernt). Erst dachte ich, es waere ein Fest weil ueberall leckere Kuchen rumstanden, die mich magisch anzogen. Dann sah ich ein Bild eines jungen Mannes und ein Buch in das die Gaeste schrieben und mir wurde klar, dass es sich um eine Trauergesellschaft handelt. Anders als in Deutschland waren Freunde
und Familie bunt gekleidet, jeder hatte eine traditionelle Hawaiianische Blumenkette umhaengen. Viele junge Leute mit ihren Surfbrettern waren ebenfalls da. Wie auf Kommando paddelten oder schwammen die meisten ein paar Meter in den Ozean und platzierten sich im Kreise. Dann wurden die Blumenkette in die mitte geworfen und die Leute jubelten und spritzten Wasser in den Kreis. Meine Begleitung erklaerte mir, dass man sich in Hawaii nicht zusammenfindet um zu trauern, sondern um das Leben der Person zu feiern...auch wenn viele der Gaeste trotzdem weinten. Im Nachhinein haben wir erfahren dass der junge Mann vor einigen Wochen vom Surfen nicht zurueck kam. Man fand sein Surfboard, er blieb jedoch verschollen. Offensichtlich ist er ertrunken und man verabschiedete sich nun so von ihm. Der restliche Tag waren wir sehr ruhig und nachdenklich, da uns mal wieder bewusst wurde wie schnell das Leben vorbei sein kann und die Gefahr
jedesmal "mitsurft" wenn wir ins Wasser gehen. Nur ein paar Tage sollte ich das beim Nachtkiten wieder erfahren muessen...

Hawaii praesentierte sich in den letzten Tagen wunderbar sonnig, eine Nacht feierten wir den Abschied von einigen Leuten, auch meinen, mit einem Lagerfeuer am Strand. Es war sooo lustig...einige versuchten sich darin, ueber die gluehenden Kohlen zu laufen. Nicht einfach wenn man betrunken ist und jemand anderen Huckepack hat. Gegen 3 Uhr pumpten wir die Kites auf und schliefen darunter.
Der Sonnenaufgang war unfassbar schoen, wissend dass es einer der letzten sein wuerde und wir in dieser Kombination nie wieder zusammen
kommen wuerden, waren wir alle sehr traurig. Gegen 7 Uhr machten sich dann die ersten auf und kiteten "nach Hause". Lustige Vorstellung...zumal die Autos laenger brauchten als die Kiter.

Dann kam mein Abschiedstag und es regnete in Stroemen. Morgends ging ich nochmal 2 Stunden kiten, ich war so ziemlich die einzigeste.
Gegen 15 Uhr wurde ich dann abgeholt und an den Flughafen gefahren. In mein riesiges Boardbag passte einiges, sodass ich nur wenig Ubergepaeck zahlen musste. Und schwuuuuups, sass ich im Flugzeug und konnte nicht fassen dass 3 Monate um waren. Traurig trat ich meinen 10 Stunden Flug nach Australien an...

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Sa

04

Apr

2009

...a nightly "Kitemare"

Da ich immer noch kein Laptop habe dauert mein zweiter Kauai Bericht noch ein bischen...die Bilder sind einfach zu schoen und ich moechte sie euch nicht vorenthalten. Daher noch ein bischen Geduld.

 

Seit ca 4 Wochen haben wir eigentlich jeden Tag super Wind und ich uebe fleissig meine Spruenge. Mein neuer Kite (ich bin soooo stolz) macht sich ganz wunderbar. Vor 2 Tagen kam die Idee auf, mit ein paar Bier bewaffnet nachts gegen 11 Uhr am Strand aufzuschlagen und im dunklen Kiten zu gehen. Gesagt...getan, 3 Leute wollen raus, der Rest blieb am Strand. Es war schon irgendwie komisch weil es wirklich dunkel war, der Halbmond war nicht wirklich hell und die Wolken schoben sich immer wieder davor. Man macht alles nach Gefuehl und bestem Wissen denn man kann teilweise nichtmal die Farben der Leinen erkennen, die verbunden werden muessen. Kaum war der Kite im Himmel (von unten sah er aus wie ein riesiger Drachen der ueber mir flog) gings auch schon mit Jubel raus aufs Meer. Diesmal starteten wir aber nicht in Kailua sondern in Lanikai, etwas weiter weg. Zugegebenermassen wusste ich nur dass bei Ebbe die Riffe rauskommen und vor kurzem ein Hai dort gesichtet wurde. Achso...und Flat Island wo ich mich mal so verletzt habe ist auch dort.  Egal dachte ich mir, wird schon gut gehen...

Es war wirklich wunderschoen ueber das Wasser zu flitzen, der Mond spiegelte sich ein bischen, weder Wellen noch Entfernungen kann man sehen. Man muss sich komplett auf sein Gefuehl verlassen, ich hatte das Gefuehl ich kitete sogar besser als sonst...immer wieder fuhr ich raus...was irgendwann zum Problem wurde.

Ich versuchte mich an einem Haus zu orientieren dass in den Zimmern Licht anhatte um zu sehen wohin ich zurueck fahren muss um nicht zu weit abwindig zu fahren. Dummerweise machte irgendwann jemand das Licht aus, sodass ich gar nichtmehr wusste wo der Strand ist. Levi, mit dem ich drausen war kurvte immer um mich herum und forderte mich auf, Richtung Flat Island zu kiten. Neee, da mag ich nichtmehr hin dachte ich mir. Keine Experiemente im Dunklen. Ich haette besser auf ihn gehoert.

Levi ist knapp 20 Jahre und einer der besten Kite die ich jemals gesehen habe. Er verbringt jede freie Minute im Wasser und macht dort die wildesten Dinge. Ein Wunder dass er noch keine Profi Karriere gestartet hat.

Und so versuchte ich immer weiter rauszufahren um dann wieder in einem grossen Bogen aufwindig zu fahren...bis ich mir vorkam als ob bis zum Ende der Welt fahre und dort in einen Abgrund falle. Irgendwann sah ich dann an Land einen schwarzen (ja, ich konnte zwischen ganz schwarz und schwarz unterscheiden) Rand. Der Strand dachte ich mir...aber irgendwie kamen mir die hohen Wellen verdaechtig vor die dort brachen. Vorsichtig fuhr ich hin bis ich ca 10 Meter davor feststellte und leider auch fuehlte, dass hier kein Strand ist, sondern eine riesige Felswand an der die Wellen klatschten. Panisch versuchte ich umzukehren und machte natuerlich einen Fehler und stuerzte meinen neuen Kite ins Wasser. Unter normalen Umstaenden kann ich ihn wieder starten, doch so nah am Felsen war kein Wind und es waere zu gefaehrlich gewesen denn der Kite haette mich an dann an die Wand geschleudert. Dann spuerte ich die Stroehmung unter Wasser und verlor mein Brett, da ich nie eine Sicherheitsleine fuer das Brett benutze :-( Das wars dann also...ich machte mich bereit zum Allerletzten, den Kite von meinem Trapez abzumachen die Sicherheitsleine zum Kite zu ziehen und den Kite gehen zu lassen. Andernfalls haette er mich gegen die Wand geschleudert oder unter Wasser gezogen. Doch so weit wars zum Glueck noch nicht, ich wickelte schnell die Leinen auf meine Bar, mit der ich den Kite lenke, und schwamm so schnell wie ich konnte zum Kite und schnappte ihn mir. Genau in diesem Moment sah ich Levis Kite in der Ferne und schrie mir die Seele aus dem Leib. Zum Glueck hoerte er mich und schleppte mich aus dieser gefaehrlichen Zone raus. Ich hielt mich an seinem Trapez fest, in der anderen Hand der Kite und wir erreichten ruhigeres Gewaesser. Waehrend er mich abschleppte, hoerte ich Kim rufen die mit uns drausen war. Sie geriet auch in Seenot. Waehrend ich mit Kite unterm Arm zurueck schwomm, kitete Levi zu ihr und vollbrachte ein Meisterwerk. Ihr Kite lag so im Wasser das es fast unmoeglich war ihn wieder zu starten. Levi uebergab seinen Kite der noch in der Luft war, an Kim, die zurueck fuhr. Er selbst brachte im dunklen Wasser den Kite wieder so in Position und startete wieder. Eigentlich unmoeglich wenn man ueberlegt dass die 20 Meter Leinen sich ja staendig verwickeln.

Waehrend ich so heimschwomm musste ich immer wieder an die Haie denken...Kim erzaehlte spaeter dass genau in dem Moment in dem sie den Kite abstuerzte neben ihr eine schwarze Boje hochpoppte die sie zu tode erschreckte.

Gegen 3 Uhr nachts waren wir dann wieder alle komplett am Strand. Auf den Schreck gabs erstmal eine Runde Bier und danach ein befreiendes Gelaechter ueber die Geschichte die zum Glueck gut geendet hatte...

Mein Board haben wir auch wieder gefunden. Es hat ein paar Kratzer und der Tragegriff ist gebrochen. Er ist aus Carbon...man kann sich vorstellen wie kraftvoll die Wellen an die Wand brechen.

Der Held des Abends, ach der ganzen Woche, war Levi, der trotz der ernsten Lage so ruhig geblieben ist und nicht nur meinen Kite und Board rettete, sondern auch uns Maedels.

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So

29

Mär

2009

...eine Pechstraehne...

Hier kommt der zweite Teil meines Kauai Berichts. Vorher muss ich jedoch mir meine Pechstraehne aus der Seele schreiben. Jeder der mich kennt weiss, dass mich das Pech manchmal tagelang verfolgt. Hier eine Auflistung der letzten Woche, dass mein Laptop kaputt ist hatte ich ja erwaehnt:

1. Nachdem ich von Kauai zurueck kam ist mein Auto nichtmehr angesprungen. Batterie leer. Also heim mit dem Taxi. Kosten 60 Dollar

2. Strafzettel weil ich in eine Einbahnstrasse nachts um 3 Uhr falsch reingefahren bin. Kosten 100 Dollar. War so muede und es war kein anderes Auto auf der Strasse...ich habe das Schild einfach nicht gesehen.

3. Auto wurde abgeschleppt weil ich nachts auf einem Gaesteparkplatz gestanden habe, der von 2 bis 6 Uhr morgends nicht beparkt werden darf. Kosten 300 Dollar.

4. Ausgeschlossen!!! Hat nix gekostet, nur sehr viel Aerger und eine kalte Nacht im Garten.

 

So, ich hoffe nun habe ich alles durch. Mein Hawaii Geld ist nun fast aufgebraucht, dabei wollte ich doch etwas fuer Australien zurueck legen und eventuell einen zweiten Kite kaufen...Schnueff...was schief gehen kann geht schief.

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Di

24

Mär

2009

Back from Kauai

Da bin ich wieder...zwischenzeitlich ist mein Laptop gestorben sodass ich kaum noch Online bin. Habe jedoch die Hoffnung noch nicht aufgegeben alle meine Bilder irgendwie noch zu retten.

 

Letzte Woche gings auf nach Kauai, auch die Garten-Insel genannt. Sicherlich koennt ihr euch vorstellen warum, die Insel ist noch gruener als Oahu oder Maui und kaum touristisch erschlossen. Den Kite, mein neues Naish Board, Kissen und ein paar Klamotten im Gepaeck dauerte der Flug nur 20 Minuten. Am Flughafen angekommen wurde ich auch schon von Douglas den ich vom Kiten kenne in unserem Haus auf 4 Raedern abgeholt. Der SUV war so komfortabel dass wir die naechsten Tagen darin schlafen wollten. Kauai ist besonders interessant fuer Camper, leider hatten wir nur ein Mini Zelt und waren auch sonst eher schlecht ausgestattet. Besteck haben wir uns bei Starbucks "ausgeliehen", aus Muellsaecken wurden Regenjacken gemacht und meine Kitetasche eignete sich prima als Rucksack. Der erste Tag war schon sehr spektakulaer. An einem sehr einsamen Strand sahen wir ganz nah der Kueste Wale. Sie spielten mehrere Stunden dort. Immerwieder sah man die Schwanzflosse der Wale. Scheinbar machte es ihnen Spass damit aufs Wasser zu schlagen...Wind hatten wir auch, sodass wir einige Runden Kiten konnten, immer die Wale im Blickwinkel. Irgendwie unheimlich...dann ging die Sonne unter und man sah tausende von funkelnden Sternen am Himmel. Das ganze war so beeindruckend dass ich ueberlegte am Strand zu schlafen. Gut dass ich es nicht tat, denn die Ranger die ab und zu nach dem Rechten schauen fahren nachts den Strand ab, wer weiss ob sie mich gesehen haetten.

Gegen 3 Uhr wurden wir von einem Auto geweckt dass staendig parkte, dann wieder in unsere Richtung fuhr bis es fast neben uns war. Als der Fahrer bemerkte dass wir ihn beobachteten fuhr er schnell wieder weg. Womoeglich ein Dieb?! Gegen 5 wurden wir wieder geweckt, diesmal von einem State Park Ranger der uns 10 Dollar abknoepfte weil wir keine "Parkerlaubniss" hatten. Deutsche Buerokratie laesst gruessen...

Soviel fuer heute, in den naechsten Tage update ich meinen Blog wieder, dann erfahrt ihr mehr von unserem Na Pali Trail, bekleidet in Muellsacken, und von der Surferin die vor einigen Jahren bei einem Haiangriff ihren Arm verloren hatte und immer noch die Wellen auf Kauai abreitet.

 

Fuer alle dies interessiert, ich fliege am 10.4. nach Australien weiter, ich habe zum zweiten Mal Hawaii verlaengert und habe damit meine 3 Monate Aufenthalt voll.

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Sa

21

Feb

2009

Vom Bettchen aufs Brettchen...und wieder zurück

Soooo...langsam habe ich wieder meinen Rythmus gefunden. Seit ca. 7 Tagen haben wir hier auf Oahu konstanten Wind, der sich irgendwo zwischen 4 und 6 Windstärken einpendelt. Bedeutet für mich: Es gibt keine Zeit zu verlieren. Anders als in Deutschland bin ich zu einem Frühaufsteher geworden. Gegen 6.30 fahre ich an den Strand um dort mit den anderen Frühaufstehern erstmal einen Kaffee zu trinken und den Sonnenaufgang zu sehen (wenn nicht gerade Wolken da sind). Anschließend wird der Wind analysiert und entweder wird der Kite aufgebaut oder mein Windsurfzeug aus dem Truck geholt, der bis oben voll ist mit dem neusten Naish Material...und dann nix wie rauf aufs Brettchen :-)

 

Leider wird nachmittags das Wetter immer etwas wechselhaft, alle 30 Minuten wirds finster und ein kleiner Sturm zieht vorbei. Viele lassen sich dadurch beim Kiten/Surfen nicht abschrecken weil die Böen dann umso stärker sind. Man sieht die wildesten und höchsten Sprünge...dabei wir mir bewusst wo ich eigentlich bin!!! Innerhalb von Minuten klart der Himmel wieder auf. Ich persönlich finde den Sonnenschein am besten, dann ist das Wasser ganz türkisblau und die Wellen sind nicht ganz so hoch. Spätnachmittags düse ich dann immer, mehr oder weniger frierend, nach Hause und dusche - oder um ein Schläfchen zu halten. Manchmal fahre ich zum Sonnenuntergang nochmal an den Strand um bei einem Kaffee den anderen zuzuschauen oder blöde Fragen an meinen Kite/Surflehrer zu stellen, der mich ganz gerne fremde Kites auf und abbauen lässt damit ich dabei noch schneller werde. Vor kurzem war hier Vollmond, es war so hell dass man sogar nachts kiten und surfen konnte.

Tja, dann gehts heim zum Essen...und zurück ins Bettchen :-) Für einige hört sich das sicher unspannend an, aber irgendwie bin ich so süchtig geworden sodass ich mir im Moment nichts besseres vorstellen kann. Und weil ich auf gar keinen Fall so schnell diesen wunderbaren Ort verlassen möchte, habe ich meinen Hawaii Aufenthalt bis Ende März verlängert!!!

 

Leider habe ich vor kurzem auch die Bekanntschaft mit dem Unterwasserriff gemacht. Beim Wellenreiten bin ich ganz unglücklich gefallen (habe den Tipp bekommen nicht tief sondern flach zu fallen - was gar nicht einfach ist) und habe mir das Knie aufgeschlagen.  Anfangs sah es gar nicht schlimm aus, hat zwar heftig geblutet aber es war eigentlich nur oberflächlich. Leider verheilt diese Wunde durch das ständige Salzwasser nicht, habe das Gefühl es entsteht ein richtiges "Loch". Hinzu kommt dass sich Verletzungen die durch Riffe etc entstanden sind, sich sehr schnell aufgrund eines bestimmten Bakteriums (Staphylokokken, hier auch Staff genannt) entzünden können und dass dann sehr sehr unangenehm ist. Auuuutsch...ich habe aber beschlossen dass es ganz normal abheilt und nur eine kleine Narbe übrig bleibt.

 

Schaut euch auch mein Video bei Flickr vom Kitebeach in Kailua an, das ist ein ganz normaler Tag mit mittlerer Windstärke.

 

http://www.flickr.com/photos/30310677@N04/3296821130/

 

 

 

 

 

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Di

10

Feb

2009

Make yourself a home

 

Seit Freitag bin ich wieder auf Oahu. Im Flieger habe ich wieder eine interessante Geschichte erlebt: Neben mir saß Bobby, der auch von Maui nach Oahu geflogen ist, nachdem wir uns ein bischen unterhalten haben erzählte er mir warum er nach Oahu fliegt. Bobby ist der aktuelle Weltmeister im Tandem Surfen und trainiert am Northshore. Ehrlich gesagt hatte ich davon vorher noch nie gehört...umso beeindruckter war ich als er mir seine Bilder zeigte. Er und seine Frau surfen zusammen auf einem riesen (12 ft ca. 4 m) Surfboard, damit nicht genug, während sie die Wellen abreiten, machen sie noch akrobatische Kunststücke wie Hebefiguren. Und dass am Northshore in den gigantischen Wellen!!! Unfassbar. Schaut euch mal sein Video an, der Anfang ist nicht so spannend...und die Wellen in dem Video sind wirklich noch klein.

YouTube-Video
Bob trinkt auch gerne aus der Toilette...irgendwie symphatisch Bob trinkt auch gerne aus der Toilette...irgendwie symphatisch

 

Dann wollte ich eigentlich mein Zimmer beziehen, dass dummerweise noch gar nicht frei war :-((( Kurzerhand hatte mich Kai´s Freund in die WG aufgenommen. 3 Männer, 2 Hunde und ich 2 Nächte auf dem Sofa. War schon irgendwie blöd, vorallem weil ich mich so richtig heimatlos gefühlt habe und die WG Jungs nicht nerven wollte. Aber für die schien das wohl ganz normal zu sein. Gestern bin ich dann endlich in die Akiahala Rd 1355 gezogen. Meine neuen Mitbewohner: Ein Pärchen, er Tauchlehrer, sie studiert noch, ein anderer Roommate, den ich aber noch nicht gesehen habe und BOB; der Hund, der mich mit seinen dreckigen Pfoten zur Begrüßung angesprungen hatte. Zum Glück hatte ich nur meinen weissen Rock an und Bob ist auch nur ein Dobermann-Irgendwas Mischling der soviel wiegt wie ein halbes Kälbchen. Das Haus ist ca. 5 km vom Meer entfernt, was für mich schon richtig weit ist. Dafür liegt es sehr schön am Berg, quasi fast im Regenwald. Direkt vor der Tür wächst ein riesiger Orangenbaum. Man kann die Orangen pflücken und essen. Traumhaft. Auch ein freilaufendes Kaninchen hüpft durch die Gegend, man muss nur immer das Tor zu machen, sonst hüpft es dank BOB nichtmehr lange. Hoffe ich Schussel denke immer daran sonst wird die 5 jährige Besitzerin sehr sauer auch mich sein.

 

Mein Zimmer ist momentan noch recht karg eingerichtet, Schrank und aufblasbare Matratze. Die nächsten Tage werde ich mit meiner neuen Freundin Jen (sie ist auch gerade erst von Oregon hier her gezogen) aufmachen und einige „Garage Sales“, eine Art privater Flohmarkt, besuchen um ein paar nette Sachen für wenig Geld einkaufen...Ikea gibts hier nämlich leider nicht. Ansonsten habe ich auch schon weitere Pläne damit hier keine Langeweile aufkommt. Aber davon berichte ich das nächste Mal.

 

 

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Di

03

Feb

2009

Die letzten Tage auf Maui

Die 3. Woche auf Maui ist angebrochen...mittlerweile bin ich ins Rainbow Hostel umgezogen und habe Jacuzzi, Ausblick aufs Meer und eigene Küche gegen ein 4-Bett Zimmer, geteilte Küche und Bad eingetauscht. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Meinen Mietwagen habe ich nun auch abgegeben, und muss nun alles zu Fuss ablaufen oder mit dem Bus fahren auf den ich gestern mal wieder 90 Minuten gewartet hat, aber man ja sonst nichts zu tun hier :-)

 

Vor einigen Tagen waren wir auf dem Old Hawaiian Luau. Bei einem Luauschaut man sich traditionelle Tänze (ja, unter anderem auch der Hula Tanz) an, isst traditionelles Essen und trinkt ordentlich Alkohol. Was man auf jedenfall probiert haben muss, ist das Kalua Pig. Dabei wird das arme Schwein 24 Stunden lang in einem Oven der in die Erde eingelassen ist, gegart. Hat aber gut geschmeckt. Die Tänze waren wirklich wunderschön. Der Hula Tanz ist sehr schwer zu lernen. Mit jeder Bewegung, jeder Mimik wird eine Geschichte erzählt. So auch bei diesem Luau, die Geschichte Hawaiis wurde erzählt. Schaut euch die Videos bei FLICKR dazu an.

3 Tage hatten wir auchmal guten Wind. Wie ja erwähnt, habe ich vorher direkt am Strand gewohnt, also war der Weg um Strand und zum Surfen nicht weit. Und dann nahm das Unglück seinen Lauf. Irgendwie sahen vom Strand die Wellen gar nicht so hoch aus. Ok, das Riff das überall im Wasser zu sehen war, sah schon etwas bedrohlich aus. Gegen 16 Uhr gings dann raus, aber irgendwie gings dann nichtmehr rein :-(

Der Wind kam aus einer ganz blöden Richtung und ich trieb immer weiter ab Richtung Klippen bis ich dann direkt in den gebrochenen Wellen endete. So sehr ich auch versuchte zurück zu kommen, nichts klappte mehr. Verschiedene "Rettungsversuche" scheiterten, ein Surfbrett nebst Segel ist kaum noch zu kontrollieren sobald einen die Welle mitreist. So trieb ich munter in den Sonnenuntergang...Eigentlich war mir klar, dass zumindest das Segel nichtmehr zu retten ist, und der Mast sicher auch bald bricht. Und irgendwie musste ich an die gruseligen Fische denken die ich Tage zuvor im Aquarium gesehen hatte, ganz zu schweigen von den Haien die es dort gibt. Nach 2 Stunden fand ich dann endlich den "Ausgang" und kam in fast völliger Dunkelheit an einem Nachbarstrand an, wo zum Glück auch schon einige auf mich warteten. Der Weg zurück nennt man im Englischen "Walk of Shame" und einige alte Surfhasen trösteten mich damit dass den Walk of Shame irgendwann mal jeder laufen muss. Naja, jedenfalls entging ich dann meinem Schicksal als Haihappen doch noch...und an den nächsten 2 Tagen wurden die Wellen auch wieder kleiner und ich habe meine Lehrstunde gelernt, Maui hat schon andere Bedingungen als andere Surfspots.

 

Am Donnerstag oder Freitag gehts dann wieder zurück nach Oahu wo ich dank Kai mein privates Zimmer nebst Auto beziehen werde. Freue mich schon!!!!

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Do

29

Jan

2009

Maui

So, seit fast 2 Wochen bin ich nun auf Maui, mein Besuch aus Deutschland ist leider letzten Samstag heimgeflogen :-( Unser "Hotel" war super. Ich kann es jedem Maui Besucher nur empfehlen. Es liegt am Ortsausgang von Paia und heisst Spyglass Hotel. Eigentlich ist es kein richtiges Hotel, man muss sich dort selbst versorgen. Das Haus ist ein altes Holzhaus im Hawaiianischen Stil gebaut, liegt direkt an einer kleinen Steilküste. Jeden Morgen wenn man auf die Terasse geht hat man das Meer direkt vor der Nase, inklusive der Schildkröten, Seehunde und ja sogar Wale die man auftauchen sieht. Echt Wahnsinn. Besonders zu empfehlen ist der Jacuzzi :-)

 

Paia selbst ist ein Schmelztiegel verschiedenster Menschen. Hier trifft man Althippies und solche die es werden wollen, Wunderheiler, Besitzer von spirituellen Obst und Gemüsefarmen, Tätowierte, Veganer, Surferjungs und Mädels und solche die nur danach aussehen....irgendwie eine lustige Mischung. Überall gibt es kleine Läden die selbstgemachtes Eis oder Kaffee verkaufen, Bikinis selber schneidern oder Schmuck herstellen. Leider  ist abends nicht allzuviel los, das scheint wohl der Knackpunkt hier in Maui zu sein.

 

Mittlerweile war ich ein paar Mal Kiten, bzw habe es versucht, da die Verhältnisse irgendwie nicht einfach sind und ich in Venezuela andere Techniken gelernt habe. Auch die vielen Riffs machen mir zu schaffen, bei Ebbe sind diese nur ca. 1.50 tief, man muss also sehr vorsichtig sein um sich nicht zu verletzten. Surfen sieht im Moment schlecht aus, der Wind hat wieder gedreht auserdem sind die Wellen sehr hoch. Dies ist aber kein Grund zur Langeweile. Wir haben uns nach Hana aufgemacht, dabei ist nicht der Ort das Ziel sondern der Weg. Überall findet man kleine oder große Wasserfälle, versteckte Ecken, Strände mit schwarzen Lavasteinen und schwarzem Sand...und die leckeren "Fressstände" die Macadamia Nüsse und selbstgebackenen Bananenkuchen verkaufen.

Wie gehts nun weiter? Ich habe beschlossen meinen Hawaii Aufenthalt zu verlängern, ursprünglich wäre ich am 16.2. nach Australien weitergeflogen....doch irgendwie habe ich das Gefühl dass ich hier länger bleiben möchte denn die Inseln sind einfach magisch und haben alles was ich brauche: Sonne, das Meer und gute Stimmung. Voraussichtlich werde ich also noch 4-8 Wochen länger bleiben.

 

In ca. 7 Tage fliege ich zurück nach Oahu, was mein "Basislager" für weitere Ausflüge nach Big Island und Kawai werden wird. Ich werde dann nichtmehr im Hostel wohnen sondern privat.

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Do

22

Jan

2009

Meine Oahu Bilder sind unter Fotos und bei Flickr eingestellt!!

Videos kommen auch bald dazu

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Mi

21

Jan

2009

Vorerst letzte Tage auf Oahu

Guten Morgen aus Maui!!!

Vor 2 Tagen haben wir Oahu verlassen (wobei ich ja noch vieeeel Zeit hier habe und wieder zurück fahren werde) und haben uns in Paia im Spyglass Hostel einquatiert. Bevor ich von Maui berichte, noch ein paar Sätze zu unseren letzten Tagen in Oahu.

Aus meinem Surftrip wurde leider an dem besagten Tag nichts, es wurden Windstärken bis ca. 60 mph vorausgesagt, was ca. 100 kmh sind! Bischen viel...dafür war der nächste Tag umso besser. Kailua ist der perfekte Strand zum Surfen und Kiten, kaum Wellen, hellblaues Wasser und viieeel Platz. Leider brauchte ich erstmal 30 Minuten um überhaupt zu starten weil die Wellen die auf den Strand auflaufen mein Surfboard ständig rumgeschleudert haben. Der Wind war auch nicht einfach weil er ständig drehte.

Auf dem Bild sieht man unser Auto, alles fachmännisch verstaut auf dem Dach dank den netten Leuten vom Naish Store. Auf dem unteren Bild das bin ich :-) Mit ein bischen Hilfe kann ich langsam alles alleine aufbauen...

 

Abends gings dann bei leichtem Regen und immernoch Sturm auf die Oahu Ghost Tour. Die Guides führen einen an besonders gruselige Orte an denen die Seelen Verstorbener gefangen sind :-) Auf der Tour erfährt man auch sehr viel über die blutige Geschichte Hawaiis. So stürzten sich an den Klippen bei Pali Hunderte Krieger in den sicheren Tod um den gegnerischen Kriegern von King Kamehameha I. zu entkommen. Laut hawaiianischen Glauben erhöht sich die Kraft des Kriegers um den, den er umgebracht hatte. Daher brachten sich die Kämpfer lieber selbst um, statt den Gegnern ihre "Kraft" zu schenken. Angeblich hört man noch heute Stimmen die einem zu diesem Abgrund locken und springen lassen. An einem anderen Ort erfuhren wir dass dieser ein heiliger Ort ist, an dem früher Menschenopfer gebracht wurden. 2 Jahre lang wurden jeden Tag 5 Männer auf grausame Art geopfert, entsprechend wenig Männer gab es danach auf der Insel. Letzter Stop war ein Wasserfall an dem früher ein besonderer Stamm gelebt hat, nachts soll man sie noch heute nahe des Wasserfalls singen und trommeln hören...ein komisches Gefühl. Wir sollten Fotos machen, auf einigen habe ich weiße Punkte entdeckt, die, wenn man sie größer zoomt sehr interessant aussehen. Laut Tourguides sind dies "gute Geister", die manchmal sogar Gesichter haben :-) Aber vielleicht war es auch nur eine Reflektion....

 

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Fr

16

Jan

2009

High Surf Warning for North and Southshore...up to 35ft

Aloha aus Hawaii! Im "Schweinsgallopp" gehts auch schon zu meinem nächsten Eintrag. Nach 6 Std Flug die ich komplett verschlafen habe, sind meine Begleitung Lyn und ich vor 3 Tagen nachts hier auf Oahu angekommen. Als erstes stellten wir fest dass der Sternenhimmel ganz fantastisch ist und dass es überall gut riecht. Auch die Vögel hörten sich an wie vom Tonband! Fast schon unwirklich. Am nächsten Tag traf es uns wirklich sehr hart, denn die Schöhnheit dieser Insel ist einfach unvorstellbar. Wenn es ein Paradies gibt, dann muss dieses hier sein. An jeder Ecke kann man stehenbleiben um wunderschöne Blumen zu bestaunen oder bunte Vögel zu beobachten...z.B. der Vogel mit dem roten Kopf der hier scheinbar Love-Bird genannt wird und die tollen Franjipanis (auch Plumeria genannt) oder den Hibiskus. Alles wächst und blüht hier rund ums Jahr....kein Wunder, bei konstanten 25-28 Grad, leichtem Wind und ab und zu einem kurzen Regen. Mir kommt die Natur hier schon fast unwirklich vor weil alles wie aus einem Bilderbuch ist...genauso wie es im Fernsehen ist. Ich kann mich so glücklich schätzen und dankbar sein, dass ich das alles mit eigenen Augen sehen kann.

Die ersten Tage haben wir mit ein paar Ausflügen in Umgebung verbracht, unser "Hausstrand" in Kailua ist in wenigen Minuten zu erreichen. Da wir auf der windzugewandten Seite sind, aber durch die spezielle Lage von Kailua nur kleine Wellen abbekommen, ists hier perfekt zum Schwimmen, Schnorcheln, Kajak Fahren und auch zum Windsurfen....

 

Und passend zu unserer Ankunft hieß es gestern "High Surf Warning for Northshore and Southshore" was so viel heisst wie "Jeder der nicht 15 Meter hohe Wellen Surfen kann - raus aus dem Wasser". Da hier gerade "Winter" ist, kommen bedingt durch Stürme im Januar und Februar die größten Wellen an der Nordseite von Oahu an. 4.000 km rollen sich diese Wellen durch den Pazifik bis sie auf Oahu treffen, entsprechend kann man sich das Spektakel hier vorstellen. Also nichts wie los an den Northshore, dort war auch kräftig was los! Die Straßen waren ziemlich dicht, denn ein buntes Völkchen an Schaulustigen, Touristen, Fotografen, Surfern die lieber zuschauten hatten sich versammelt um die ca. 10 Mutigen, die tatsächlich im Wasser waren, zu beobachten. Ich konnte meinen Augen nicht trauen was ich dort sah. Das Wasser war ein Hexenkessel und immer höhere Wellen bäumten sich auf und brachen nur ca. 40 Meter vor uns mit einem unglaublichen Getöse. Wen solch eine Welle erwischt, der wird ganz sicher nie wieder surfen, bzw. irgendwas anderes machen können. Fährt man den Northshore immer weiter, vorbei an all den bekannten Spots wie Banzai Pipeline, Sunset Beach und Waimea türmen sich die Wellen immer höher bis irgendwann dann kompletter Surfverbot verhängt wurde.

Schaut euch das Video an...die Wellen kommen leider nicht ganz so groß rüber wie sie tatsächlich sind.

YouTube-Video

Ab morgen heissts dann auch wieder für Haihappen raus aufs Wasser. Habe heute ein paar Surfläden abgeklappert und im "Naish" Store, dort wo Surfen und Kiten "erfunden" wurde (ich hatte die Ehre dort ein bischen hinter die Kulissen zu schauen), Kai ausfindig gemacht. Nachdem wir eine halbe Stunde Englisch geredet haben, stellten wir fest dass wir beide Deutsche sind. Kai arbeitet dort und fährt morgen rein zufällig nach Waikiki zum Windsurfen, wo wir uns treffen und er mir beim Aufbauen hilft.

 

Übrigends gibt es wieder eine Sturmwarnung, unser Vermieter hat uns schonmal eine Lampe gebracht falls es ein Stromausfall gibt :-)

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Mi

14

Jan

2009

Welcome back

...ich hoffe ihr seid mir nach der langen Zeit ohne Lagebericht trotzdem treu geblieben. Ich befinde mich gerade am Flughafen in LA und überbrücke mal wieder die Verspätung meines Fliegers mit einem neuen Bericht. Aber erstmal der Reihe nach...

 

Meine Zeit in Venezuela und somit auch meine zweite Station ist anders als Kalifornien nicht im Fluge vergangen. Die Tage dort können sehr lange werden, vorallem wenn kein Wind ist und man nicht Surfen oder Kiteboarden gehen kann. Auch das Internet bietet keine Abwechselung denn die Verbindung ist so schlecht und bricht oft für Stunden ganz ab – daher auch die wenigen Berichte. Aber so ist das in manchen Ländern halt und wird sicher noch öfters vorkommen. Die Isla Margaritha hat leider touristisch gesehen nicht wirklich viel zu bieten. Die wenigen interessanten Touren kannte ich schon von meinem letzten Aufenthalt. Nach etwas Recherche fanden wir dann aber noch ein paar Alternativen wie das Delfinschwimmen, was wirklich etwas ganz besonderes ist, weil die Delfine (OK sie leben in einem riesigen Aquarium, werden dort aber halbwegs artgerecht gehalten) einem sehr nahe kommen und sogar „Küsse“ geben. Die Klassiker wie ein zwei Stunden Ritt am Strand, Ausflüge auf die Local Märkte auf denen es eigentlich nur gefälschte Sachen gibt und einen Bootstrip auf eine Nachbarinsel durften nicht fehlen. Dieser Trip sollte hier nochmal erwähnt werden!!! Beim 1. Versuch hatte das Boot ein Leck, auf der Hälfte des Weges wurde umgedreht. Der 2. Versuch schlug ebenfalls fehl – an diesem Tag erwischten uns die Ausläufer eines Sturms, es regnete 3 Tage lang – auch in mein Zimmer hinein. Solche Tage sind ganz schlimm....man sitzt den ganzen Tag in der Küche, spielt Poker, rutscht auf diversen Treppen aus, isst die ganze Zeit und überlegt sich, ob es eine gute Idee wäre schon ab 12 Uhr mit der Happy Hour zu starten damit der Tag endlich einen Sinn bekommt. Versuch 3 klappte, allerdings verfolgte uns eine fiese dunkle Wolke. Auf der Insel die wir besuchten regnete es in Strömen und in den wenigen Minuten ohne Regen fraßen uns die Moskitos auf...wir hatten trotzdem unseren Spass auch wenn wir uns nur gegenseitig auslachten weil die Schnorchelausrüstung in unseren Gesichtern so lustig aussah.

 

Weihnachten zog diesmal ganz an mir vorbei. Einige Häuser waren „geschmückt“ und ein paar Plastiktannenbäume waren zu sehen, aber wirklich Stimmung kam natürlich nicht auf. Kurz vor Weihnachten haben wir im Hostel „Hallacas“ gekocht, was eine einheimische Speise ist das in den Familien gekocht wird. Dabei wird ein Maismehlteig auf einem Bananenblatt ausgerollt und dann mit allem möglichen (Hackfleisch, Paprika, Tomaten...) gefüllt. Das ganze wird dann in das Bananenblatt eingerollt und ca 30 Min in heissem Wasser gekocht. Hmmmm war das lecker und die Einheimischen konnten es nicht fassen, dass wir Europäer das kochen!!! Auch wenn die Vorstellung verlockend ist, Weihnachten nicht in Deutschland zu verbringen muss ich sagen dass mir die Vorweihnachtszeit mit all den Weihnachtsmärkten, Kerzen und Keksen gefehlt hat.

Jedenfalls waren die 8 Wochen dort viel zu lange, insgesamt war ich „nur“ 4 Wochen surfen, was mich wirklich weiter gebracht hat. Irgendwann lässt jedoch die Motivation nach, mal ganz davon abgesehen dass Windsurfen eine ganz schön anstrengende Sportart ist und der Körper eine Pause braucht. Als „Ausgleich“ habe ich mit dem Kitesurfen angefangen. Anfangs war mir der riesige Schirm schon sehr unheimlich, aber wenn man mal halbwegs gelernt hat ihn zu steuern ist es gar nicht mehr so schlimm. Und Nein, diese Sportart ist, vorausgesetzt man weiss wie man den Schirm steuert, nicht gefährlich. Man kann dabei nicht wegfliegen, sollte man doch in Not geraten hat man mehrere Möglichkeiten den Schirm schnell zu landen. Kitesurfen ist viel einfacher zu lernen, man hat schneller Erfolge und viel weniger Gepäck als beim Windsurfen. Ein großer Bonus...noch macht mir Windsurfen mehr Spass.

 

So, nun bin ich also wieder in der USA und mir fällt wie auch schon vorher immer wieder auf, wie freundlich, unkompliziert und aufgeschlossen die Amerikaner sind. Überall wird mir mit dem Gepäck geholfen oder ein Small Talk gehalten....auch mein Englisch ist besser geworden, mein Akzent verrät mich nicht mehr als Deutsche. An der Mietwagenstation hat mich sogar ein Angestellter kurzerhand direkt an den Flughafen gefahren weil ich etwas knapp in der Zeit war und der Shuttle gerade abgefahren war. Einfach so...um mir einen guten Service zu bieten!

 

Soviel erstmal von mir. Ich freue mich schon riesig auf Hawaii! Von vielen Leuten habe ich gehört dass dies die schönste Zeit auf meiner Reise wird...umso mehr ich mich mit den nächsten 5 Wochen beschäftige umso mehr glaube ich das auch!

 

Schaut euch auch wieder meine Bilder an, ich lade jetzt nach und nach ein paar Venezuela Bilder hoch! 

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Sa

29

Nov

2008

An der Nordseeküste...

Nun bin ich schon fast 2 Wochen da und meine zweite Station beginnt fast genauso wie in LA, ich kann nicht wirklich viel berichten. Meine Reisetasche, die zwischenzeitlich verschwunden war, ist 4 Tage später angekommen, leider fehlt ca die Hälfte des Inhalts. Vielleicht sollte ich mich in Caracas auf den Märkten umschauen, dort werden die Sachen sicher verkauft. Die erste Woche habe ich im Casa Viva verbracht, das kleine Hotel liegt direkt am Meer, die Frühstücksterasse ist wunderschön. Nervig waren eigentlich nur die Nächte. Fast jeden zweiten Abend gab es Karaoke vom Feinsten. Eine Nacht wurde bis 3 Uhr „An der Nordseeküste“ und „Griechischer Wein“ gesungen. Die letzte halbe Stunde wurde dann nur noch „Ti Amo“ gesungen – weils so schön war. Auf dem Weg nach Hause haben sich zwei betrunkene Gäste dann noch vor meiner Tür breit gemacht und sich über Sinn und Unsinn des Lebens unterhalten. An Schlaf war nicht zu denken, es war aber irgendwie lustig.

 

Seit einer Woche wohne ich nun im El Yaque Motion, hier ist es deutlich ruhiger, abgesehen von den Baumfröschen (bin mir immer noch nicht ganz sicher das nicht doch normale Frösche sind und die Baumfrösche nur erfunden wurden) die mich nachts wachhalten. Das El Yaque Motion ist kein Hotel sondern ein Guesthouse. Mein Zimmer hat ein Bett, eine Klimaanlage, ein Schrank und ein Bad. Kein Luxus, aber günstig....achja, es gibt auch kein warmes Wasser. Die Gemeinschaftsküche ist OK, es ist sauber und jeder hat sein Fach im Kühlschrank. Besonders die oberen Plätze sind beliebt weil die Wahrscheinlichkeit etwas geringer ist, dass Ameisen an offene Packungen gehen. Die Gäste sind bunt gemischt, einige Deutsche, zwei Schwedinnen, ein Pärchen aus Schweden nebst 8-monate alter Tochter die schon seit 3 Monaten herumreisen. Zu erwähnen ist noch die Hippie Kommune die als Selbversorger auf einer Farm in Kalifornien leben. Die 15 Personen machen alles zusammen, abends gibt’s dann sowas wie ein Gesprächskreis mit anschließendem Gute Nacht Spaziergang durch El Yaque, sicherlich um den „Sündenpfuhl“ zu begutachten.

 

Heute wollte ich mal joggen gehen weil ich soviel ungesundes Zeug esse. Obst und Gemüse hält sich leider nicht so lange und der einzige Supermarkt ist weiter weg. Joggen ist jedoch bei der Hitze keine gute Idee. Bin dann im Meer schwimmen gewesen. Anfangs ein komisches Gefühl, so ohne mein Surfbrett, aber es war wirklich sehr schön und mal eine ganz andere Sichtweise. Im Moment haben wir recht hohe Wellen, in anderen Teilen Südamerikas gab es wohl heftige Stürme und die Ausläufer kriegen wir hier auch zu spüren. Ist man jedoch mal durch die Brandung durchgeschwommen heben einen die Wellen dann nur noch an, die Sonne ging langsam unter und der Himmel wurde orange und rosa. Ein paar Pelikane schwammen in meiner Nähe, es war wirklich sehr friedlich, aber auch anstrengend im Meer zu schwimmen und somit eine gute Alternative zum Joggen.

 

Wie geht’s nun weiter? Wenn alles klappt werde ich mit einer anderen Deutschen die hier wohnt demnächst mit der Fähre aufs Festland fahren. Von dort aus geht’s mit einem Überlandbus ca. 600 km ins Landesinnere zum Orinocodelta und in die Gran Sabana. Das Orinocodelta ist ein ursprünglicher Regenwald durch den diverse Touren angeboten werden und die Gran Sabana ist eine Hochebene nahe der Brasilianischen Grenze. Hier werden Touren zu den Tafelbergen und zu den Angel Falls (das ist mit ca. 1.000 Meter der längste Wasserfall der Welt) angeboten. Jede Tour dauert ca. 4 Tage, übernachtet wird im Freien, Proviant wird in Kanus mitgenommen. Hört sich abenteuerlich an, ist aber relativ sicher. Man sollte jedoch nicht alleine spazieren gehen. Der Regenwald ist so groß wie Deutschland, Schweiz und Österreich zusammen. Unser Kontakt zu dieser Tour erzählte dass vor einigen Jahren 8 Leute nur kurz ein paar Minuten alleine herumlaufen wollten. Sie verirrten sich und sind seither verschollen, nichtmal die „Überreste“ wurden gefunden.

 

 

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Sa

22

Nov

2008

Das ist Venezuela!!!

 Die erste Woche in El Yaque ist nun bald vorbei. Es kommt mir vor als ob die Zeit hier noch schneller vergeht als in den USA. Zwischen 9 und 10 Uhr auf der Terasse direkt am Meer frühstücken, Windprognosen anhören und dann an den Strand. Surfen bis ca. 14 Uhr. Pause. Surfen bis 16.30 Uhr. Sonnenuntergang um 17.30. Duschen, Happy Hour, Essen gehen, Gute-Nacht Bier trinken und brav gegen Mitternacht ins Bett...Bier wird es allerdings in den nächsten 3 Tagen nicht geben, es herrscht im ganzen Land Alkoholverbot da am Wochenende gewählt wird. Um zu verstehen was die Wahlen mit dem Alkohlverbot zu tun haben, muss man wissen, dass das venezuelanische Volk äußerst gerne trinkt, und zwar zu jeder Gelegenheit. Und man muss wissen, dass die Bevölkerung größtenteils sehr arm ist und sich nicht wirklich für Politik interessiert. Um einen Anreiz zu schaffen, wählen zu gehen, zahlt die Regierung jedem Wähler bei der Registrierung am Vorabend etwas Geld (dieses Land ist sowas von korrupt – es ist unglaublich). Letztes Jahr hatten pflichtbewusste venezuelanische Staatsbürger dann das ganze Geld direkt nach der Registrierung in Rum investiert was dazu führte, dass am Abend halb Venezuela komplett betrunken war und am morgen danach keiner mehr wählen ging. Dieses Jahr hat man daher beschlossen, einfach 3 Tage ein Alkoholverbot zu verhängen, sodass erst nach der Wahl wieder getrunken werden darf. Wir freuen uns also alle auf den Montag abend, an dem es wieder heisst „hoch die Tassen!“. Lustigerweise bekommt man in den Bars trotzdem Cocktails, nicht im Glas wie sonst, sondern im Pappbecher. Die Logik dahinter möchte ich gar nicht wissen.

 

Rund um dem Alkohol passieren hier die lustigsten Dinge. Eine„pfundige“ Gruppe Einheimischer hatte sich ein 3-er Kanu ausgeliehen.. Kaum außer Sichtweite der Station wurde erstmal der Rum ausgepackt, eine Stunde später waren alle 3 Kanu-Fahrer so betrunken dass das Kanu kenterte. Dabei stellte sich heraus, dass ein Insasse nicht schwimmen konnte. Da zu betrunken und zu dick gab es keine Möglichkeit wieder ins Kanu zu steigen. Auch die Rettungssboote konnte nicht helfen, die Bruchpiloten waren einfach zu schwer und konnten nicht reingezogen werden. So versuchten ein paar Surfer die Jungs an Land zu ziehen, was nicht gerade einfach war. Irgendwie hatten die das nicht verstanden, dass ein Surfboard nicht mit 3, 120 KG schweren und betrunkenen Schiffbrüchigen die abwechselnd versuchen sich wie Walrösser auf das Surfboard zu schmeissen, an Land segeln kann.

 

Hier die nächste Story: Vor kurzem fuhr ein vollbesetzter Jeep ohne nachzudenken ins hüfttiefe Wasser der Lagune, einfach so. Blieb natürlich stecken. Der Venezuelaner sieht das ja locker, macht erstmal die Musik an und ruft Hilfe herbei. Dieser fuhr auch munter in die Lagune, nun steckte auch das nächste Auto fest. Stunden und weiteren gescheiterten Rettungsversuchen später wurde dann Flutlicht aufgebaut und ein Kran herangeschafft der die ganzen Autos aus der Lagune ziehen musste. Vermutlich war auch hier Alkohol im Spiel.

 

Hatte ich eigentlich erwähnt dass es beim Autofahren hier keine Promillegrenze gibt? Nein? Na dann wisst ihrs jetzt...

 

Es ist teilweise wirklich unfassbar was hier jeden Tag passiert. Dieses Land ist sowas von planlos...WILLKOMMEN IN VENEZUELA

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Mi

19

Nov

2008

Hola!

Da das Internet hier in Venezuela so eine Sache ist, mach ichs kurz und schmerzlos, bevor ich wieder aus der "Leitung" fliege. Bin vor 2 Tagen hier angekommen, mal wieder fehlt ein Koffer. Kaum zu glauben dass mir das innerhalb von 5 Wochen zweimal passiert. Hoffe morgen kommt er endlich an. Statistisch gesehen ist mir also quasi schon fast alles passiert was passieren kann. Es kann also nur noch besser werden.

 

Ansonsten gehts mir hier in El Yaque gut, der Wind ist noch etwas schwach, wir vertreiben uns aber die Zeit mit Wakeboarden und Wellenreiten bis es wieder besser wird. Heute war ich ca. 2 Stunden Windsurfen, habe glatt vergessen wie anstrengend und schwierig das ist, obwohl der Wind ja wie gesagt sehr schwach ist. Das wird noch ein riesen Spass werden wenns dann mal so richtig los geht, mir tut jetzt schon alles weh, ganz zu schweigen von den Mueckenstichen. Aber dafuer sinds hier auch fast jeden Tag 30 Grad, auch nachts wirds nie kalt. Das Wasser ist auch super warm, Karibik halt...

 

Werde in den naechsten Tagen dann hoffentlich mal einige Bilder einstellen. Mein USB Kabel befindet sich neben allen moeglichen wichtigen Dingen wie Make-up, Parfuem und Handtaschen in dem anderen Koffer der ja weg ist :-)

 

Bis bald...

 

 

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Fr

14

Nov

2008

Santa Barbara brennt!!!

Bin seit Donnerstag in Santa Barbara. Die Stadt ist wirklich wunderschön, die Häuser sind alle im spanischen Kolonial Stil gebaut...überall wachsen Zitronen und Orangen, alles blüht...aber der Schock kam gestern abend.

 

Wie fast jeden Tag war ich am Strand zum Surfen. Wir schauten uns den Sonnenuntergang an und es wurde langsam kühl. Doch von einer Sekunde auf die nächste drehte der Wind und es wurde schlagartig fast 10 Grad wärmer. Ich habe mich richtig erschreckt, es war wie als wenn jemand einen Schalter umgelegt hatte. Der Wind kam nun aus der Wüste, und ist bekannt als "Santa Ana Wind". Auf dem Heimweg sah ich es dann...das erste Feuer in den Hügeln. Genau in der Richtung in der wir wohnen. Zuhause angekommen standen schon alle Nachbarn drausen. Es war nun komplett dunkel und man konnte hinter den Bergen einen unheimlich roten Schimmer sehen. Billy, der "Hausherr" meinte, ich solle mir keine Gedanken machen. Naja...die Zeit verging und es roch immer mehr nach Feuer. Der rote Schimmer wurde immer größer, es wurde wärmer und heiße Winde kamen den Hügel herunter. Mittlerweile wurde davon auch im TV berichtet...nach ca. 4 Std brannte ein Gebiet von ca 120 Quadrat KM, was an sich hier nicht ungewöhnlich ist. Nur diesmal war das Feuer wirklich SEHR nah an der Stadt. Im Laufe des Abends wurde die Situation immer unangenehmer. Von unserem Haus welches in der Mitte eines Hügels liegt konnte man sehen wie das Feuer von der anderen Seite des Hügels auf unsere Seite übergriff. Die ersten Häuser auf der Spitze brannten schon. Überall flogen Löschhubschrauber, die Leuten wässerten panisch ihre Gärten und Häuser, man konnte hören wie die abgebrannten Häuser einstürzten und Gasleitungen explodierten. Es war wie als ob auf der anderen Seite des Berges sich die Hölle öffnet.

 

Nachdem das Feuer immer näher kam, packten auch wir unsere Sachen. Gegen 23 Uhr kam dann die Info dass wir das Gebiet verlassen sollten, was wir gegen 24 Uhr, nachdem die zweite Warnung kam, auch gemacht haben.

Die Nacht verbrachten wir dann bei Billys Freunden, was Auffanglager auch für den süßen kleinen Hund war, der auch evakuiert werden musste. Er war ganz fertig und ist auf meinem Schoss eingeschlafen.

 

Gerade sind wir zurück zum Haus, es steht zum Glück noch. Doch wenige Straßen weiter den Hügel hoch ist alles abgebrannt, hunderte von Häusern... Es ist unglaublich traurig das zu sehen. Die Häuser waren unfassbar schön, Lebensträume, die Leute haben ALLES verloren....und das schlimme ist, dass das Feuer immer noch nicht gelöscht ist, mittlerweile sind sogar Löschflugzeuge aus SF angerückt. Die Winde haben nachgelassen, doch sobald es Abend wird kommen die Santa Ana Winde wieder zu kräften und fachen mit einer Geschwindigkeit von 120 kmh das Feuer wieder an...wir hoffen alle dass es bis dahin unter Kontrolle ist, sonst brennen auch diese Nacht wieder Häuser.

 

Wir packen also jetzt die letzten Sachen. Ich werde die beiden nächsten Nächte in Ventura verbringen und dann am So nach Caracas fliegen...hoffentlich ohne weitere Brände.

 

Ich habe einige Fotos und Videos gemacht, die ich demnächst einstelle. Wollte nur kurz eine Info geben und euch wissen lassen das alles OK ist. Das Video unten habe ich bei Youtube gefunden, so sah das gestern hier aus. Doch das richtige Ausmaß der Größe des Brandes ist wohl nur aus der Luft zu erkennen. Jedes der Quadrate am Ende des Videos ist ein Haus das brennt.

YouTube-Video
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Mo

10

Nov

2008

Update

So, langsam wird es mal wieder Zeit für ein Update. Es ist so schön warm hier, dass ich eigentlich keine Minute zuhause verbringen möchte. Die Tage fliegen nur so an mir vorbei...kaum zu glauben dass ich jetzt schon 1 Monat von zuhause weg bin.

 

Was mache ich so den ganzen Tag? Meistens bin ich schon recht früh wach, so gegen 8 Uhr, und frühstücke dann erstmal drausen. Da vormittags an den Stränden nicht so viel los ist geh ich bis ca 2 Uhr surfen. Leider nicht Windsurfen, kein Wind, aber bevor ich mit einem traurigen Gesicht am Strand lieg ist das eine gute Alternative...denn Wellen gibts immer. Mein Internet-Surfreport meldet die besten Spots da gehts dann hin. Surfen ist hier so normal wie bei uns andere Sportarten wie Fussball. Fast jeder hat sein eigenes Board, manche gehen sogar vor der Arbeit surfen. Wie schön....hat aber auch zur Folge dass am Wochenende die Surfstrände sehr überlaufen sind. Da muss man wirklich aufpassen. Zurück zum Tagesablauf. Nach der Surferei fahr ich dann heim und leg mich ein bischen an den Pool. Um 17 Uhr wirds hier leider auch schon dunkel und zwar innerhalb von 15 Minuten. Abends treff ich mich dann meistens mit ein paar Leuten oder koche und geh früh ins Bett. Spannend oder?

 

 

Anfang der letzten Woche war ich für einen Tag in San Diego. Die Stadt ist eigentlich nur 230 km entfernt, in Deutschland bräuchte man vielleicht 2 Std maximal. Aber nicht hier! Der Verkehr ist unerträglich. Die meiste Zeit habe ich wohl hinter dem Steuer verbracht. Die Highways, besonders der 101er, den ich fahren muss, ist egal wann man fährt immer dicht. So hatte ich heimzus auf fast 100 km Stop and Go, was zu fast 4 Std Fahrzeit geführt hat. "Landstraße" ist auch keine Alternative, die ist genauso dicht. Es ist wirklich Wahnsinn, aber die Stadt ist einfach zu groß und es wohnen zu viele Menschen hier.

 

Ansonsten hab ich ein paar Ausflüge nach Malibu, Santa Monica und Venice gemacht. Gestern war ich Downtown LA (was fast 40 km von mir entfernt ist - und ich wohne ebenfalls in LA) und habe mir den "Walk of Fame", das Kodak Theatre und Graumans Chinese Theater angeschaut...hier werden auch die Oskars verliehen. Es ist ganz nett dort und man muss sicher auchmal dort gewesen sein, aber besonders aufregend ist es nicht.

Wie gehts nun weiter???

 

Ich bin heute nochmal zum Surfen verabredet. Bin gespannt wie es wird, wir fahren an einen etwas unbekannteren Spot. Meine Begleitung surft schon seit fast 25 Jahren, u.a. war er auch schon in einigen Filmen als surfendes Doubel (schreibt man das so?) zu sehen. Für ihn wirds sicher ein riesen Spass werden mich fallen zu sehen. Wir wollen beim Surfen die Unterwasserkamera testen und ein paar Videos machen.

 

Jedenfalls verlasse ich morgen vormittag LA Richtung Las Vegas. Unter der Woche sind die Hotelpreise dort sehr günstig. Am Do abend fahre ich dann in Richtung Santa Barbara wo ich auch wieder privat wohne (DANKE LOBNA!!!).

 

Am So früh fliege ich dann nach El Yaque / Isla Margarita. Ich hoffe ich finde noch ein paar Mitbringsel für das Team der Deutschen Surfstation.

 

Bis bald!!!!

 

PS Habe jetzt auch die Bildergalerie geupdatet und Bilder und Videos bei FLICKR eingestellt.

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Mi

05

Nov

2008

Obama wins!!!

Zur aktuellen Lage der Nation: Soeben wurde bekannt gegeben dass Obama die letzten Bezirke in Florida gewonnen hat und somit neuer Präsident der USA ist. Heute abend wird hier in Kalifornien gefeiert, ich kennen niemanden der nicht für Obama gestimmt hat. Aus SF wurde mir berichtet dass die Leute auf den Straßen tanzen und überall sind Feuerwerke zu sehen. Werde heut abend auch losziehen...

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Mi

05

Nov

2008

Desperate Housewives

Seit ein paar Tagen bin ich nun in Los Angeles...leider habe ich auch gar nicht viel zu berichten. Es ist hier wirklich so wie jeder sagt, die Stadt ist einfach viel zu groß und anonym. Eigentlich kann man es gar nicht "Stadt" nennen, vielmehr ist LA eine Aneinanderreihung mehrerer Städte. Ein richtiges Zentrum wie SF gibt es hier nicht...

 

Ich wohne in den Woodland Hills. Das liegt ca. 30 Minuten von Downtown entfernt und ca. 15 Minuten vom Strand entfernt. Nach Malibu und Santa Monica sinds ca. 20 Minuten (mit dem Auto ;-)). Somit bin ich noch recht zentral. Das Haus liegt sehr ruhig im Grünen und mein Zimmer ist wirklich wunderschön. Jeanette, die Vermieterin, wohnt ebenfalls hier. Ich habe aber mein eigenes Bad, die riesige Küche teilen wir uns. Auch den Pool und die Sonnenliegen darf ich benutzen.

 

 

Die letzten Tage habe ich mit diversen stundenlangen Fahrten verbracht, es ist halt nicht mehr alles so nah wie in SF. Zum Baden ist es leider doch schon zu kalt und surfen ist leider auch nicht weil ich etwas krank geworden bin.

 

Heute hatte ich das Glück ein paar Stunden auf dem Set beim Dreh von "Desperate Housewives" verbringen zu können. Meine Vermieterin arbeitet für eine Filmproduktionsfirma die dort heute eine kleine Führung gemacht hat. Das ganze fand auf dem Gelände der Universal Studios statt und ist für Besucher normalerweise nicht zugänglich.

 

Es war ein wirklich komisches Gefühl in die "Wisteria Lane", dem Drehort einzubiegen und die komplette Straße zu sehen, so wie sie auch im TV zu sehen ist. Die Häuser sind zwar alle samt richtig gebaut, innendrin haben sie aber meistens nur ein Zimmer in dem gedreht wird. Die ganzen blühenden Bäume und Blumen sind alle aus Plastik, scheinbar gibt es keine Jahreszeiten dort ;-)

 

Am Set selbst ging es zu wie in einem Ameisenhaufen. Sicherlich 40 Leute waren für Licht, Kamera, Regie, Drehbuch, Kostüme, Make up etc zuständig und wuselten auf einem Fleck herum. Kräne hievten riesige Teile über das Set, damit es entweder heller oder bei starker Sonne dunkler wird. Sobald aber das Kommando zum Dreh kam, wurde es schlagartig still sodass man nur die Schauspieler hören konnte.

 

Wir standen direkt hinter der Regie/Kamera und konnten alles verfolgen. Über Headsets konnten wir auch die Stimmen hören. Einige Szenen mussten 4-5 x von vorne gedreht werden. Unser Kontakt erzählt uns, dass schon seit 103 Tagen gedreht wird, jeden Tag, bis aufs Wochenende. Aus jedem Drehtag erhält man ca. 10 Minuten Film, so kann man sich zusammenrechnen wie lange man drehen muss, um eine Staffel vollzukriegen. Jede fertige Episode kostet ca. 3,5 Mio. Dollar. Wahnsinn oder??? Wenn man jedoch sieht, wieviel Arbeit dahinter steckt, kann man sich schon vorstellen warum es so teuer ist. Die kompletten Sets müssen immer in Schuss gehalten werden, nichts darf verrückt werden, alles wird genau dokumentiert. Nichts wird dem Zufall überlassen, das geht soweit dass sogar die Autos farblich auf die Schauspieler abgestimmt sind. Die Autos selbst müssen für jeden Dreh geputzt werden...und die "Wisteria Lane" ist tatsächlich so groß wie im TV, ca. 250 m lang, es befinden sich dort ca. 15 Häuser. Das lila Haus rechts neben dem Haus von Gabrielle ist übrigends aus einem anderen Filmset, und zwar von "The Munsters".

 

Anwesend waren Teri Hatcher (Susan), Marcia Cross (Hodge), Eva Longoria (Gabrielle), Felicity Hufman ( Lynette) sowie die männlichen Schauspieler Ricardo Chavira (Carlos) und Jesse Metcalfe (John) - für all die, die Serie kennen. Ich fand es sehr nett, dass fast alle kurz zu uns rüber kamen und sich kurz mit uns unterhalten haben.

 

Leider durften wir keine Bilder machen, die Bilder unten habe ich aus dem Web geklaut.

 

 

 

 

 

 

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So

02

Nov

2008

Goodbye San Francisco - Hello Los Angeles

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlasse ich San Francisco. Die Zeit hier war wirklich schön und an die ständigen Abschiede muss ich mich noch gewöhnen.

 

Die letzten Tage waren wie die Tage zuvor ziemlich vollgepackt. Da ich einen Mietwagen hatte, konnte ich ein bischen durch die Gegend fahren. Bis Anfang der Woche war das Wetter auch sehr schön sodass wir einen Tag in Santa Cruz am Strand verbringen konnten. Zu dieser Zeit fand ein Surfcontest statt - sehr beeindruckend, gewonnen hat ein 17-jähriger. Ein Video davon habe ich unten eingestellt. Wir sind dort auch mit einer Achterbahn gefahren die von 1920 ist. Vermutlich findet die keiner schlimm auser ich ;-) Nie wieder Achterbahn...

 

Tja dann war dann auch noch der Exotic Erotic Ball. Hier gehts nicht darum, sich möglichst gruselig anzuziehen sondern möglichst sexy. So sieht man jede Menge Leute die teilweise nur ihr Airbrush Kostüm tragen...oder Krankenschwestern, Polizisten, Bunnys etc. Leider war um 2 Uhr die Feier schon vorbei...Auflage der Stadt. Halloween wird hier im allgemeinen anders gefeiert als man denkt. Die Häuser werden zwar dekoriert aber Kinder sind nicht so viele unterwegs. Ist wohl eher auf dem Land so. Trotzallem war es eine tolle Stimmung. Überall wird einem Happy Halloween gewünscht, die Kinder sind verkleidet. Sogar einige Erwachsene laufen verkleidet durch die Straßen - ähnlich wie Fastnacht bei uns. Nur viel Freizügiger ;-) Am 2.11. gibt es eine weitere Feier, die Nacht der Toten. Diese Nacht wird besonders in Südamerika gefeiert, die Leute verkleiden sich als Skelette und gedenken der Toten. In SF gibt es wohl auch eine Parade, schade dass ich nicht mehr da bin.

 

Ab Montag wurde das Wetter leider schlechter, immerwieder zog Nebel auf. Trotzallem war ich einen Tag surfen, die Wellen waren nicht die besten und kalt wars auch, also eher nix...aber Venezuela und Hawaii kommt ja bald auf mich zu. Einen Reiterhof habe ich auch ausfindig gemacht. Der Strandritt war ebenfalls sehr frisch, aber im Nebel irgendwie auch sehr interessant. Schaut euch die Bilder und das Video bei Flickr an!

 

So, gleich geht mein Flug nach LA. Drausen regnet und stürmt es, also fast wie in Deutschland. Ich hoffe die Leute in LA sind genauso nett, das Wetter wird aber in jedem Fall besser werden.

 

Bis bald!

YouTube-Video

O´Neill Cold Water Classics 2008

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So

26

Okt

2008

Halbzeit!

Halbzeit! Und somit auch mal wieder Zeit euch aus dem sonnigen San Francisco zu berichten. Die Tage rauschen nur so an mir vorbei, sodass es sich anfühlt, als ob ich schon Wochen oder Monate hier wäre. Das Wetter ist wieder besser geworden, für diese Jahreszeit ist es wohl sehr warm, tagsüber meist über 25 Grad, die Luft ist aber immer angenehm frisch und jeder Morgen begrüßt mich mit strahlend blauem Himmel. Leider ist noch immer der erhoffte Wind ausgeblieben - langweilig wirds mir hier trotzdem nicht.

 

Letzte Woche hat mir Ted sein Fahrrad ausgeliehen, sodass ich durch die Gegend düsen konnte. Meine Muskeln dankten es mir am nächsten Tag mit einem kräftigen Muskelkater - die Hügel sind wie bereits erwähnt unfassbar steil. Meine Tour zum Golden Gate Park, der ca 5 km lang und 1 km breit ist, und zum Meer das direkt dahinter beginnt nebst Heimweg hat fast 6 Stunden gedauert :-)

Am Golden Gate Park hat mir am besten der Japanische Tee Garten gefallen, dessen Inhalt angefangen von der riesigen Buddha Statue bis zum Inventar des Teepavillions aus Japan importiert wurde. Man fühlt sich fast wie in Asien...Immerschön bergabwärts gehts dann zum Ocean Beach, der längste Strand in San Francisco. Dort empfing mich ein eisiger Wind und recht ordentliche Wellen, aus der Ferne kann man immer das Geheul der Seehunde hören. Einige Kiter und zwei mutige Windsurfer tummelten sich dort. Ziemlich verfrohren und beeindruckt fuhr ich heim um beim "Blowfish Sushi" mein Lieblingssushi zu holen. Der Küchenchef ist übrigends der einzige in SF der den giftigen Kugelfisch zubereiten darf/kann.

 

Die nächsten Tage verbrachte ich mit weiteren Gewaltmärschen durch diverse Viertel der Stadt, so langsam hab ich mich dran gewöhnt. Morgens gehe ich oft an der Strandpromenade joggen, aufgrund der Hügel jedoch mit recht kläglichen Zeiten. Teilweise werde ich sogar von Müttern überholt die mit ihren Kinderwägen vorsichher schiebend laufen....Egal, denn die Aussicht entschädigt. Links die Bay mit ihren Segelbooten, rechts die glitzernde Skyline vor dem tiefblauen Himmel.

Zwischen Fast Food Restaurants und mexikanischen Läden habe ich das Öko Restaurant "The Gratuade" entdeckt. Ted erzählte etwas von "Live Food"...lebende Spinnen? Mehlwürmer???? Nein, dort gibts ausschließlich veganes Essen und Rohkost. Es war fantastisch, sooo lecker. Das besondere jedoch ist nicht nur das Essen, sondern die "Spiele" die man als Gast dort spielen muss, das kann z.B. "1 Minute am Stück lachen" oder eine Antwort auf Fragen wie "Zu was sagst du heute JA?" sein. Insgeheim dachte ich mit knurrenden Magen "Ich sage JA zum Essen, und jetzt her mit dem Zeugs, und keine dummen Fragen mehr". Irgendwie bin ich dort trotzdem über 4 Stunden hängen geblieben...

 

Tja und so gehen hier die Tage rum und jeder hat sein eigenes Highlight, mal war es der Ausflug beim Sonnenuntergang auf den Coit Tower von dem man die gesamte Stadt und die Bay sehen kann...mal war es der Besuch in weiteren leckeren Restaurants und interessanten Bars wie im ehemaligen Hippie Viertel Haight-Ashbury. Es ist so viel wert, hier Leute zu kennen, die eine VIP Touriführung machen, weit ab der üblichen Ziele.

So auch die Kajaktour in Sausalito. Sausalito ist ein wunderschönes kleines, wenn auch etwas nobleres Fischerörtchen ca. 20 Min von Downtown entfernt. Man fühlt sich hier wie irgendwo in der Wildniss. Mit den Kajaks gings dann entlang der Küste, vorbei an Hausbooten die von Althippies und Künstlern bewohnt werden. Auch hier begegneten mir wieder die Seehunde nicht weniger stinkend dafür viel neugieriger. Sie schwimmen an den Kajaks vorbei und recken ihre Köpfe aus dem Wasser, manchmal nur 1 Meter entfernt. Das Ende der Tour war der Zugang zur Bay, die Golden Gate Bridge wieder direkt vor uns. Dummerweise begann zu diesem Zeitpunkt gerade die Ebbe, sodass das Wasser wie durch ein Nadelöhr in die Bay hinausfloss. Für einen kurzen Moment war ich mir nicht sicher ob wir es wieder schaffen würden zurück zu paddeln, die Strömung war sooo stark. Von einer Sekunde zur anderen wurde aus dem glatten Wasser eine Art Wildwasserstrudel der einen rauszog. Irgendwann waren wir aber wieder in sicherem Fahrwasser und paddelten zurück. Komischerweise habe ich keinen Muskelkater - dafür an jeder Hand einige Blasen.

Zum Abschluss statten wir den riesen Redwood Bäumen noch einen Besuch ab...sie sind tausende von Jahren alt und wirklich riesig. Wobei die, die wir gesehen haben, noch die kleineren Exemplare sind. Das Holz ist sehr speziell, selbst Feuer und sämtliches Ungeziefer kann ihm nichts anhaben - daher wurden die Bäume bis vor einigen Jahren munter abgeholzt. Ich bin mir sicher dass einige Terassen der schönen Häuser hier aus aus diesem wunderbar wiederstandsfähingen Holz gebaut sind.

Im nächsten Blog werde ich auch von dem Trip zum Surfmekka Santa Cruz  und dem "Kürbis-Weitwerfen" berichten :-)

 

Auserdem kommt mein Bericht vom legendären "Erotic Exotic Ball" den wir gestern besucht haben. In Kalifornien wird Halloween nämlich nicht so gefeiert wie man das im TV immer sieht. Ganz im Gegenteil, aber mehr möchte ich nicht verraten, schaut die Tage einfach wieder vorbei und freut euch schon jetzt auf die lustigen Bilder von denen ich leider nur die zensierten reinstellen werde!!!!

 

Schaut euch auch meine Bilder und Videos bei FLICKR an. Link unter "Fotos"...

 

 

Aus dem ereignisreichen San Francisco grüßt euch ganz lieb

Eure Annette

Achja, meine USA Handynr lautet übrigends 415-2696390, mein deutsches Handy ist aus.

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Mo

20

Okt

2008

Seifenkisten und stinkende Seehunde

Lombard Street...die steilste Straße in SF Lombard Street...die steilste Straße in SF

Die letzten Tage habe ich genutzt um San Francisco auf vielerlei Arten zu erkunden. Meiner Meinung nach ist die beste Möglichkeit eine Stadt kennenzulernen, die, einfach mit dem Bus Richtung Zentrum zu fahren und zu Fuss ohne Ziel durch die Stadt zu laufen. Dies erwieß sich als fataler Fehler. Zum einen sehen die Entfernungen auf der Landkarte wirklich nicht groß aus, was sie aber sehr wohl sind. Zum anderen ist San Francisco auf Hügeln, um nicht zu sagen, Bergen gebaut. So habe ich für meinen ersten "Spaziergang" fast 3 Stunden gebraucht, und wo es anfangs bergabwärts ging, ging es auf dem Heimweg steil bergaufwärts. Teilweise sind die Hügel so steil, dass Treppen gebaut wurden um diese zu erklimmen.

 

 

Die Golden Gate Bridge Die Golden Gate Bridge

Vom Hafen ("Fisherman´s Warf") aus gings zur Bootstour unter die Golden Gate Bridge und rund um die legendäre Gefängnissinsel Alcatraz auf der auch Al Capone inhaftiert war. Auf dem Weg zu Golden Gate Bridge begleitete uns ein Seehund, der ganz neugierig das Boot verfolgte. Tja was soll ich sagen, die Golden Gate Bridge ist riesig, viel größer als man denken würde...im Abendlicht leuchtet sie ganz rot.

Rund um die Brücke waren einige Segler zu sehen, Surfen scheint wohl eine große Herausforderung zu sein da der Wind immer wieder dreht oder manche Stellen im Windschatten der Brücke liegen. Die neugierigen Seehunde kommen auch sehr nah - sie scheinen aber ungefährlich zu sein.

Stinkende Seehunde Stinkende Seehunde

Noch mehr Seehunde gibts am Pier 39. Hier liegen sicher 100 Seehunde rum, sie kuscheln sich aneinander und stinken vorallem extrem schlimm.

Spongebob war auch am Start Spongebob war auch am Start

In San Francisco gibt es neben den klassischen Touri Zielen aber auch viele Dinge die kostenlos und auch sehr sehenswert sind. Am Samstag fand das Red Bull Seifenkistenrennen in Dolores Park statt wo ich mich mit einem Freund meines Vermieters verabredet hatte mit denen ich am Abend davor Bier trinken war. Es geht darum, mit selbstgebauten Seifenkisten - wie könnte es auch anders sein - in Bestzeit einen supersteilen Hügel runterzufahren. Die Straße hat zwei Schikanen, eine kleine Rampe und eine Kurve. So fuhren die verrücktesten Gefährte den Berg runter, zb. pinkfarbene Donuts, ein Toaster nebst "Sandwiche", Gene Simmon´s Zunge, ein Zauberwürfel, oder das Empire State Building...die meisten vielen beim ersten Hüpfer unter lautem Geschrei der Zuschauer schon auseinander. Manch andere fuhren keine 3 Meter und zerbrachen. Besonders der Toaster hat mir gut gefallen...auf dem Weg zum Ziel wurde dieser mit Toastbrot bombardiert. Es war ein riesen Spass!!!! Nach dem Seifenkistenrennen machten wir noch einen Abstecher zu einem Event namens "Open Studios". Dabei öffnen an einem Wochenende alle Galerien, Werkstätten und Ateliers zur kostenlosen Besichtigung.

The Temple The Temple

Abends haben sich alle im "The Temple" getroffen, ein wirklich schöner Club der ganz unterschiedliche Musikrichtungen spielt. Das Publikum ist ziemlich verrückt dort, jeder hat seinen eigenen Kleiderstil...kein Vergleich zu Deutschland. Die Nacht war sehr lang insofern kam mir das schlechte Wetter am nächsten Tag ganz gelegen ;-) Auser Frühstücken, Kaffee bei Starbucks und mit dem Rad die Hügel hoch und runter fahren war nicht drin.

 

Übrigends fange ich langsam an Englisch zu denken. Naja es geht ja auch nicht anders...

 

Die ersten Bilder findet ihr unter "Fotos" und bei Flickr, siehe Verlinkung auf der Foto Seite

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Fr

17

Okt

2008

Haihappen ist gelandet...

Juchhu...mein Gepäck ist da...jetzt aber alles der Reihe nach. Mein Flug nach London hatte Verspätung weil ein System das zur Gepäckabfertigung notwendig ist, ausgefallen war. Ich ahnte Schreckliches. In London angekommen blieben nur 20 Minuten um den Terminal zu wechseln. Wer schonmal über London Heathrow geflogen ist, weiss was das bedeutet. Mit einem Tempo nahe am Weltrekord bin ich zum Gate gerannt. Dort wartete auch schon mein persönliches Empfangskomitee bestehend aus 10 Flughafenangestellten die mich sogar mit Namen begrüssten. Mein eigener Shuttelservice brachte mich ans Flugzeug wo mich die Boardcrew in Empfang nahm...denn...ich war die letzte und alle warteten nur auf mich ;-)

 

Den fast 12 stündigen Flug vertrieb ich mir mit Schlafen und Filme gucken, dabei stellte ich fest, dass mein Englisch gar nicht so schlecht ist wie ich dachte. In Los Angeles angekommen bestätigte sich das, was ich mir schon dachte, denn der Gepäcktransfer wurde sicher nicht in solch einem Tempo durchgeführt wie ich vorgelegt hatte. Mein ganzes Gepäck war also in London geblieben. Die Airline war sehr kulant und ich bekam einen 60 Dollar Gutschein. Das Gepäck sollte dann IRGENDWANN nach San Francisco geflogen werden.

 

Mein Hotel dass ich für eine Nacht gebucht hatte, erwieß sich als Glücksgriff denn man stattete mich dort mit allem Notwendigen aus sodass ich die 60 Dollar erstmal nicht benötigte. Erschöpft aber irgendwie auch wach gings dann erstmal an die Hotelbar auf ein Bier (ohne Schaum). Es dauerte nicht lange bis ich eine Gruppe Kanadier kennenlernt hatte, denen ich ausführlich über das Oktoberfest berichten musste. Auserdem wurde ich über "Bierfeste" ausgefragt, denn in Kanada gäbe es Dokumentationen über "Bierfeste" in Deutschland, ähnlich dem Bieranstich auf dem Oktoberfest, diese sollen in jeder Stadt stattfinden?! Habe dann noch über den Biermarathon der Pfungstädter Brauerei berichtet, bei dem eine Gruppe eine bestimmte Strecke ablaufen muss und innerhalb des Laufs gemeinschaftlich eine Kiste Bier trinken muss....die Geschichte hat wohl eher nicht dazu beigetragen das Bild der Deutschen gerade zu rücken. Am nächsten Tag eine weitere lustige Begegnung am Pool. Ich komme mit Jacky ins Gespräch, nach einer kurzen Plauderei stellen wir fest: Wir sind beide Deutsch, sie 29 und aus Berlin, kommt gerade von ihrem Sprachaufenthalt aus Hawaii zurück. Netterweise stattet sie mich mit Bikini und Sonnencreme aus, so liegen wir am Pool und quatschen bis mein Shuttle zum Flughafen geht. Schnell haben wir noch unsere eMail Adressen ausgetauscht, vielleicht sieht man sich in Australien wieder.

 

Tja nun bin ich mittlerweile in San Francisco. Es ist kurz vor 12 Uhr und die Sonne scheint durch die Palmen, es ist viel wärmer als ich dachte...nur weit und breit kein Wind. Meine Unterkunft ist klein aber fein. Micha und seine Frau sind super nett. Die hauseigene Mietze, Tobi, ahnte wohl noch nichts Böses als sie zu mir kam. Ich werde sie adoptieren und als Elvis Ersatz in meiner Wohnung halten ;-)  Das Viertel ist ganz nett, lauter kleine Häuschen die alle sehr individuell im viktorianischen Stil gebaut sind. Der Mission District ist von vielen Hispanics und Latinos bewohnt was das ganze sehr interessant macht. Überall fahren aufgemotzte Autos mit lauter Musik rum, doch Angst haben muss man hier nicht.

 

Ein paar Anmerkungen zum Lebensmittel Einkauf: Meine Befürchtungen bestätigten sich nur teilweise. Es gibt hier sehr wohl gute Lebensmittel, viel frisches Obst und Gemüse, der Bio Trend ist mittlerweile auch hier angekommen. Nur das Brot hat mich geschockt, von weitem sah es aus wie gutes Vollkornbrot - doch sobald man es anfasst stellt man fest dass es normales Toastbrot ist, nur dunkel. Die Auswahl an Müsli hat mich fast umgehauen. Neben den normalen Packungen gibts ein komplettes Regal mit tausenden Sorten Cornflakes, Nüssen, Früchten und anderen Dingen mit denen man sich sein individuelles Müsli herstellen kann. Da ich mich ja bekanntlich sehr schwer entscheide, hab ich gar nicht erst angefangen zu überlegen welche Kombination ich möchte.

 

Soviel erstmal für den Anfang. Ich werde jetzt San Francisco erkunden und gegen Abend mit Micha zur Happy Hour ums Eck gehen, dort treffen wir einige Freunde von ihm. Tobi schleicht sich gerade auf leisen Pfoten an, vermutlich denkt er ich würde ihn nicht hören...hihi, ich muss weg ;-)

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Di

14

Okt

2008

Noch knapp 25 Stunden

Noch 25 Stunden...dann gehts los. Hier herrscht das komplette Chaos, mir fallen tausend Dinge ein die ich noch machen wollte, aber wohl nicht schaffen werde. Wie immer wirds zum Schluss dann doch knapp. Zum Glück habe ich mein "Kofferproblem" gelöst...dummerweise passt in einen größeren Koffer noch mehr was zu einem Übergewicht von fast 10 kg geführt hat. Also zum tausendsten Mal aussortieren. Mittlerweile ists mir echt egal geworden - Mut zur Lücke.

 

Mein Flug werde ich mir gleich bestätigen lassen, womöglich bin ich ja auf einen Internetbetrüger reingefallen und meine Tickets sind ungültig? Im Moment bin ich mir nicht sicher ob ich das gut oder schlecht finden soll...

 

Kann es immer noch nicht glauben. Wenn alles klappt treffe ich in San Francisco direkt eine Bekannte die noch bis 18.10 in der "Nähe" ist, ansonsten bin ich mit vielen Kontakten ausgerüstet - genügend Ablenkung von den ersten Tagen ohne euch.


Denkt mal um 14.10 an mich...Abflug FFM, falls ich doch nicht Opfer eines Internetbetrügers geworden bin ;-)

 

So...gehe jetzt zum letzten Mal in die Stadt und besuche "Best Worscht in Town" auf eine letzte Currywurst mit Pommes.

 

 

 

 

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Do

25

Sep

2008

Endlich, Blog funktioniert...

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