Mo
12
Okt
2009
...jajaaa schande ueber mich. hab schon so lange nix mehr geschrieben. wo fange ich am besten an....
wie ja einige wissen bin ich fuer ganze 12 tage zurueck nach deutschland geflogen. mein around the world ticket waere ja eh am 15.10. abgelaufen und irgendwie konnte ichs kaum noch abwarten meine familie und freunde wiederzusehen. mein rueckflug hatte ich auch so gewaehlt damit ich bei der hochzeit meiner freundin lena dabei sein konnte. sie ist so ziemlich die erste aus meinem freundeskreis die geheiratet hat. es war wirklich sehr schoen alle wiederzusehen, besonders meine familie. auch habe ich festgestellt, dass deutschland im sommer eigentlich echt nicht so schlimm ist. abends bis 22 uhr drausen sitzen, das hatte ich schon lange nicht mehr. auch die ersten herbstlichen zuege waren zu spueren - die jahreszeiten haben schon ihren reiz.
die 12 tage vergingen wieder so schnell, ruckzuck sass ich am 14.9. auch schon wieder im flieger in richtung australien. anders als auf meinem flug nach hause, der sich von neuseeland nach sydney nach darwin nach singapore nach frankfurt (30.000 km in einer woche) gezogen hat, hatte ich einen ganz angenehmen nachtflug. 5 tage blieb ich dann in australien und flog dann wieder in meine zweite heimat hawaii zurueck, mit 10 kg uebergepaeck die mich fast mehr gekostet haben als der ganze flug. 2 flaschen bundaberg rumals mitbringsel hatte ich im handgepaeck, natuerlich im duty free gekauft. wie immer wurde ich wieder schoen am zoll befragt, was ich in hawaii mache, wieviel geld ich dabei habe, ob ich vorhabe hier zu heiraten, wohin ich danach fliege, was ich in deutschland arbeite. nach dem blick in meinen reisepass (ok ich bin schon etwas sehr seltsam geflogen teilweise) wurden die fragezeichen immer groesser. zum glueck hatte ich mich diesmal vorbereitet und hatte alle dokumente dabei.
total aufgeregt kam ich dann in kailua an, wo ich die naechsten 2,5 monate wohnen werde. in kailua wurde ich dann abgeholt und zum haus nach lanikai gebracht. lanikai gehoert zu kailua, und ist eigentlich nur eine kleine siedlung haeuser, alle direkt am strand oder in zweiter reihe. zu lanikai muss man sagen, dass hier die meisten haueser nicht unter 2 mio dollar verkauft werden da der strand zu den 5 schoensten der usa zaehlen. es finden sich hier weder restaurants noch geschaefte - reine wohngegend. mein haus liegt in zweiter reihe, ich benoetige also etwa 3 minuten zu fuss um an den strand zu kommen, wo ich manchmal fruehmorgends sitze und meinen kaffee trinke. das foto habe ich aus dem internet geklaut, in wirklichkeit siehts hier noch viel schoener aus. das haus selbst ist aus den 30ern, alles aus holz und ziemlich gross. mein zimmer ist komplett mit moebeln ausgestattet, fernseher und dvd player inklusive. die tochter des hausbesitzer wohnte hier vorher, insofern ist alles sehr schoen eingerichtet mit dem blick in die wunderschoenen gruenen baeume...bislang habe ich kein auto nur ein mountainbike, was voellig genuegt.
gleich am zweiten tag legte der wind auch schon wieder zu sodass ich mich samt kite endlich wieder in die fluten stuerzen konnte. in hawaii ist immer noch sommer, dh das wasser ist immer 26 grad warm, hellblau und einfach wunderschoen. der kitebeach ist ca 10 min mitm rad entfernt. ich liebe den weg dorthin. den kiterucksack aufm ruecken, das surfbrett unterm arm und im bikini radel ich jeden morgen nachdem ich gefruehstueckt habe an den tollen hauesern vorbei, ueberall bluet es und die spaziergaenger laecheln einem freundlich zu. am lanikai point (ein kleiner huegel, ca 30 meter hoch, siehe bild) kann ich dann meistens schon sehen, ob andere kiten und wie die wellen sind, von dort aus kann man ueber die ganze bucht schauen, die ca 8 km lang ist. tja und dann gehts raus aufs wasser. einige schildkroeten habe ich schon gesichtet und langsam werde ich auch etwas mutiger was meine spruenge betreffen. manchmal kite ich mit einem anderen maedel und wir ermutigen uns gegenseitig immer hoeher und weiter zu springen. muss manchmal schon lustig aussehen wenn wir im vollen "flug" das board verlieren oder kopfueber landen um unsere bikinis anschliessend zu richten bevor wir weiterkiten koennen. echt schade dass hier nicht mehr maedels im wasser sind, ansonsten koennten wir eine kleine gruppe machen.
besonders schoen war, dass sich alle total gefreut haben mich wiederzusehen. es war fast so, als ob ich nie weggewesen waere. so wie ich kamen nach und nach noch mehr reisende zurueck, einige deutsche kitebegeisterte studenten haben sich auch schon gefunden...also es wird nie langweilig. total abgeschafft komm ich dann abends zurueck nach hause, koch noch was und geh dann schlafen oder besuche diverse leute. nach und nach gibts schon die ersten kleinen verletzungen (mit der huefte beim sturz ueber die finne gezogen, blaue flecken ueberall, druckstellen vom trapez, knie uebers riff, und seit neustem: vernesselungen von quallen). ganz komisch, irgendwie fuehlt man sich trotz alldem immer wieder gut und kanns nicht lassen immer wieder weiter zu machen. ganz im gegenteil...
letzte woche wars dann auch schon wieder vorbei mitm wind. kurz vorher hatten wir eine tsunami warnung wegen dem erdbeben auf samoa. die polizei ist rumgefahren und hat durchsagen gemacht, irgendwie hat das aber keiner so richtig ernst genommen. obwohl ich mich ja schon gewundert habe dass auser mir nicht wirklich viele andere kiter drausen waren. naja zum glueck kam aber nix an...nur das wasser war relativ hoch was aber auch am vollmond liegen konnte. genau in dieser nacht gabs dann einen sturm und wir konnten nicht nachtkiten gehen.
am naechten tag war dann feierabend. zum glueck hatte ich mir schon ein alternativprogramm zurecht gelegt. ich probiere gerade mehrere yoga studios aus. das eine hat mir sehr gut gefallen, leider ists ein bischen weit weg. das andere, bikram yoga, ist hier um die ecke, allerdings erinnert mich das ganze eher an folter. seit der wind weg ist, ists hier schrecklich heiss und in dem yoga studio, welches im dachgeschoss liegt, waren es an dem besagten tag 36 grad. kein offenes fenster, kein ventilator - nach 30 minuten hab ich die stunde verlassen sonst waere ich umgekippt. auserdem haben wir ein paar mal ausfluege um die insel gemacht, kenn zwar schon alles, aber es gibt halt doch immer wieder was neues.
auf einer dieser touren hab ich dann auch endlich ein zweites surfbrett gefunden, es ist eigentlich fuer kinder gemacht, also klein, schmal und schnell und hat mich dank etwas handelns nur 60 dollar gekostet. vermutlich ists in ein paar wochen auseindergebrochen, aber immerhin!
heute war dann der erste etwas windige tag seit einer woche und natuerlich hat sich bei den ersten boen direkt wieder alles am strand eingefunden und ueber wind, kites und die neusten geruechte zu sinnieren. irgendwie ist ja immer was los!
gerade sitz ich in meinem bett. habe gekocht, pfeffersteak mit gemuese, reis und salat. werde jetzt noch ein bischen tv gucken und dann schlafen gehen damit ich morgen bei sonnenaufgang vielleicht schon wieder am strand sitzen kann. morgends ist der wind ja am besten und der sonnenaufgang einfach wunderschoen.
ich hoffe ich habe bald wieder mehr zu berichten, wie gesagt, das leben ist hier so ziemlich das selbe wie in deutschland, nur halt ohne arbeit, was teilweise echt langweilig sein kann, und mitm meer vor der haustuer. hoert sich gar nicht so schlecht an....glaub ich weiss das nach all den schoenen plaetzen gar nicht mehr zu schaetzen...
also bis bald, hoffe ich schaffs dann mal ein paar bilder von meinem zimmer zu machen!