Mi

14

Jan

2009

Welcome back

...ich hoffe ihr seid mir nach der langen Zeit ohne Lagebericht trotzdem treu geblieben. Ich befinde mich gerade am Flughafen in LA und überbrücke mal wieder die Verspätung meines Fliegers mit einem neuen Bericht. Aber erstmal der Reihe nach...

 

Meine Zeit in Venezuela und somit auch meine zweite Station ist anders als Kalifornien nicht im Fluge vergangen. Die Tage dort können sehr lange werden, vorallem wenn kein Wind ist und man nicht Surfen oder Kiteboarden gehen kann. Auch das Internet bietet keine Abwechselung denn die Verbindung ist so schlecht und bricht oft für Stunden ganz ab – daher auch die wenigen Berichte. Aber so ist das in manchen Ländern halt und wird sicher noch öfters vorkommen. Die Isla Margaritha hat leider touristisch gesehen nicht wirklich viel zu bieten. Die wenigen interessanten Touren kannte ich schon von meinem letzten Aufenthalt. Nach etwas Recherche fanden wir dann aber noch ein paar Alternativen wie das Delfinschwimmen, was wirklich etwas ganz besonderes ist, weil die Delfine (OK sie leben in einem riesigen Aquarium, werden dort aber halbwegs artgerecht gehalten) einem sehr nahe kommen und sogar „Küsse“ geben. Die Klassiker wie ein zwei Stunden Ritt am Strand, Ausflüge auf die Local Märkte auf denen es eigentlich nur gefälschte Sachen gibt und einen Bootstrip auf eine Nachbarinsel durften nicht fehlen. Dieser Trip sollte hier nochmal erwähnt werden!!! Beim 1. Versuch hatte das Boot ein Leck, auf der Hälfte des Weges wurde umgedreht. Der 2. Versuch schlug ebenfalls fehl – an diesem Tag erwischten uns die Ausläufer eines Sturms, es regnete 3 Tage lang – auch in mein Zimmer hinein. Solche Tage sind ganz schlimm....man sitzt den ganzen Tag in der Küche, spielt Poker, rutscht auf diversen Treppen aus, isst die ganze Zeit und überlegt sich, ob es eine gute Idee wäre schon ab 12 Uhr mit der Happy Hour zu starten damit der Tag endlich einen Sinn bekommt. Versuch 3 klappte, allerdings verfolgte uns eine fiese dunkle Wolke. Auf der Insel die wir besuchten regnete es in Strömen und in den wenigen Minuten ohne Regen fraßen uns die Moskitos auf...wir hatten trotzdem unseren Spass auch wenn wir uns nur gegenseitig auslachten weil die Schnorchelausrüstung in unseren Gesichtern so lustig aussah.

 

Weihnachten zog diesmal ganz an mir vorbei. Einige Häuser waren „geschmückt“ und ein paar Plastiktannenbäume waren zu sehen, aber wirklich Stimmung kam natürlich nicht auf. Kurz vor Weihnachten haben wir im Hostel „Hallacas“ gekocht, was eine einheimische Speise ist das in den Familien gekocht wird. Dabei wird ein Maismehlteig auf einem Bananenblatt ausgerollt und dann mit allem möglichen (Hackfleisch, Paprika, Tomaten...) gefüllt. Das ganze wird dann in das Bananenblatt eingerollt und ca 30 Min in heissem Wasser gekocht. Hmmmm war das lecker und die Einheimischen konnten es nicht fassen, dass wir Europäer das kochen!!! Auch wenn die Vorstellung verlockend ist, Weihnachten nicht in Deutschland zu verbringen muss ich sagen dass mir die Vorweihnachtszeit mit all den Weihnachtsmärkten, Kerzen und Keksen gefehlt hat.

Jedenfalls waren die 8 Wochen dort viel zu lange, insgesamt war ich „nur“ 4 Wochen surfen, was mich wirklich weiter gebracht hat. Irgendwann lässt jedoch die Motivation nach, mal ganz davon abgesehen dass Windsurfen eine ganz schön anstrengende Sportart ist und der Körper eine Pause braucht. Als „Ausgleich“ habe ich mit dem Kitesurfen angefangen. Anfangs war mir der riesige Schirm schon sehr unheimlich, aber wenn man mal halbwegs gelernt hat ihn zu steuern ist es gar nicht mehr so schlimm. Und Nein, diese Sportart ist, vorausgesetzt man weiss wie man den Schirm steuert, nicht gefährlich. Man kann dabei nicht wegfliegen, sollte man doch in Not geraten hat man mehrere Möglichkeiten den Schirm schnell zu landen. Kitesurfen ist viel einfacher zu lernen, man hat schneller Erfolge und viel weniger Gepäck als beim Windsurfen. Ein großer Bonus...noch macht mir Windsurfen mehr Spass.

 

So, nun bin ich also wieder in der USA und mir fällt wie auch schon vorher immer wieder auf, wie freundlich, unkompliziert und aufgeschlossen die Amerikaner sind. Überall wird mir mit dem Gepäck geholfen oder ein Small Talk gehalten....auch mein Englisch ist besser geworden, mein Akzent verrät mich nicht mehr als Deutsche. An der Mietwagenstation hat mich sogar ein Angestellter kurzerhand direkt an den Flughafen gefahren weil ich etwas knapp in der Zeit war und der Shuttle gerade abgefahren war. Einfach so...um mir einen guten Service zu bieten!

 

Soviel erstmal von mir. Ich freue mich schon riesig auf Hawaii! Von vielen Leuten habe ich gehört dass dies die schönste Zeit auf meiner Reise wird...umso mehr ich mich mit den nächsten 5 Wochen beschäftige umso mehr glaube ich das auch!

 

Schaut euch auch wieder meine Bilder an, ich lade jetzt nach und nach ein paar Venezuela Bilder hoch! 

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